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22.11.2018, 11:04

Wie Hütter seine Philosophie dem Team anpasste

Stress, Zielstrebigkeit, Physis: Die Mittel der Eintracht

Eintracht Frankfurt erlebt einen ungeahnten Höhenflug - weil Adi Hütter seine Philosophie erfolgreich der Mannschaft angepasst hat. Drei Faktoren machen das deutlich.

Eintracht Frankfurt jubelt
In einigen Statistiken top: Eintracht Frankfurt.
© imagoZoomansicht

Der Auftrag, den Adi Hütter zu Saisonbeginn annahm, war schwierig, sehr schwierig sogar. Ein Job als Nachfolger von Niko Kovac, der als Trainer vor seinem Wechsel zum FC Bayern mit Eintracht Frankfurt den DFB-Pokal gewann, dazu die Abgänge von Leistungsträgern wie Kevin-Prince Boateng, Omar Mascarell oder Marius Wolf - Erwartungen und Anforderungen waren hoch.

Nach einem holprigen Start aber bewies der Österreicher, dass er der richtige Mann für den Job ist. Neun Spiele in Folge verlor die Eintracht zuletzt nicht, acht davon gewann sie sogar. In der Bundesliga liegt sie inzwischen auf Rang vier und damit vor den Bayern mit Ex-Coach Kovac, in der Europa League ist das Sechzehntelfinale nach vier Siegen in vier Partien bereits vorzeitig erreicht worden. Das gelang, weil Hütter seine Philosophie erfolgreich an die Mannschaft anpasste. Ein Blick in die Zahlen macht das klar:

Stress: Die Eintracht gewinnt im Vergleich zur Vorsaison weniger im Mittelfeld die Bälle, sondern verstärkt im offensiven Drittel und im defensiven Drittel. Vergangene Spielzeit waren es 54,2 Prozent Ballbesitz im Zentrum, inzwischen nur noch 43,3. Dafür sind die Anteile im eigenen Drittel (von 39,9 auf 48,1 Prozent) und im gegnerischen Drittel (von 5,9 auf 8,6 Prozent) deutlich gestiegen. Ligaweit liegt die SGE mit 50 Ballgewinnen im gegnerischen Drittel auf Rang 4 - ein Beweis für die Wirksamkeit von Hütters Pressing.

Zielstrebigkeit: Frankfurt hat mit 72,1 Prozent den höchsten Anteil an Abschlüssen innerhalb des Sechzehners. Die Eintracht versucht sich über die Flügel oder das Zentrum in den Strafraum hineinzuspielen und ist das durch die Zielspieler Sebastien Haller, Luka Jovic und oft auch Ante Rebic gefährlich. Ein Mittel: die Außenverteidiger, meist Filip Kostic und Danny da Costa, stehen sehr hoch.

Physis: Sebastian Haller hat 54 Luftzweikämpfe gewonnen und damit die meisten ligaweit vor Alfredo Morales (Fortuna Düsseldorf) mit 50. Der Stürmer schafft so Räume für die Mitspieler, gewinnt und hält viele Bälle. Gerade gegen tiefstehende Gegner ein wichtiges Mittel.


Lesen Sie im kicker vom Donnerstag eine umfangreiche Analyse des sportlichen und wirtschaftlichen Höhenflugs der Eintracht mit einem Gastkommentar von Ex-Boss Heribert Bruchhagen sowie Expertenmeinungen von Thomas Berthold, Andreas Möller, Uli Stein und Christoph Spycher, früherer Frankfurter und Sportdirektor bei Trainer Hütters letztem Verein Young Boys Bern.

Patrick Kleinmann/Julian Franzke

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