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10.11.2017, 12:53

Weiteres Treffen geplant

Grindel zu Fan-Dialog: "Kontrovers und hart in der Sache"

Es brodelt schon länger in der Fanszene. Mit teils derben Spruchbändern gingen die Ultras auf Konfrontation mit dem DFB und der DFL. Nun gab es ein Treffen zwischen den Verbänden und Vertretern aus der Ultra-Szene - konkrete Ergebnisse verkündete DFB-Präsident Reinhard Grindel tags darauf allerdings noch nicht.

Wie geht es weiter mit dem Fußball? Der Unmut einiger Fans wächst.
Wie geht es weiter mit dem Fußball? Der Unmut einiger Fans wächst.
© imagoZoomansicht

Die Themen sind vielfältig, allen voran die Kommerzialisierung, inklusive der zerstückelten Anstoßzeiten oder das Thema Stadionverbote treibt die Ultra-Szene in deutschen Kurven um. Vor allem der DFB bekam mit teils sehr deutlichen Spruchbändern sein Fett weg. Zuletzt ging dieser schon einen Schritt auf die Fans zu, setzte beispielsweise die Kollektivstrafen aus.

Am Donnerstag kam es zu einem weiteren Austausch, dabei waren Ultra-Vertreter aus den obersten vier Ligen - von Bayern München, Dortmund über Stuttgart bis hin zu Hansa Rostock, Koblenz oder Dynamo Dresden - anwesend. Zudem waren unter anderem DFB-Präsident Reinhard Grindel und DFL-Präsident Reinhard Rauball zugegen. "Intensiv, kontrovers und hart in der Sache" hat man sich ausgetauscht, berichtete Grindel.

Dreieinhalb Stunden saßen die Parteien dabei zusammen und redeten über insgesamt elf Tagesordnungspunkte. Vor allem die Regionalliga-Reform bzw. die Aufstiegsregelung wurde dabei nach kicker-Informationen intensiv diskutiert. Bei der Aufstiegsregelung zur dritten Liga habe Grindel, wie er selbst berichtet, die Möglichkeit genutzt, zu erklären, welche unterschiedlichen Interessen dabei abgewogen werden müssen. Auch die vieldiskutierte chinesische U 20 und ihre Freundschaftsspiele in der Regionalliga kamen dabei auf den Tisch. Da habe es eine Menge Informationsdefizite gegeben, stellte der DFB-Präsident fest. Eine von Respekt geprägte Diskussionsgrundlage sei geschaffen worden.

"Jetzt werden wir uns Themen widmen, die schwieriger sind", stellte er ein weiteres Treffen in Aussicht und nannte dabei die Themenkomplexe Stadionverbotsrichtlinie oder den Umgang mit Fanutensilien. Bei letzterem Punkt "wollen wir als DFB ein klares Zeichen setzen, hier für die Fans etwas zu tun", sagte Grindel.

Vor allem, wenn Fans im Gästebereich seien, gebe es häufig Konflikte, da unterschiedliche Regeln gelten würden. Diese Konflikte seien überflüssig und sollen reduziert werden. Deswegen soll es eine einheitliche Richtlinie für Fanutensilien geben, die überall gelte. "Wir haben versprochen, dass wir uns darum bemühen werden." Entsprechende Briefe werden an alle Vereine der oberen drei Ligen gehen.

meb/pak/tru

 

kicker

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