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06.11.2017, 12:22

TSG leitet rechtliche Schritte ein

Hopp-Plakate: Hoffenheim schießt gegen Kölner Klubführung

Wieder einmal musste Dietmar Hopp bei einem Hoffenheim-Spiel Schmähgesänge und Hassplakate über sich ergehen lassen, wieder einmal leitete er rechtliche Schritte ein. Neu ist nach der Partie in Köln: Sein Klub gibt dem FC eine Mitschuld.

Dietmar Hopp
Ihm schlug in Köln erneut viel Hass entgegen: Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp.
© imagoZoomansicht

Niemandem schlägt in Bundesliga-Stadien so viel und so regelmäßig Hass entgegen wie Dietmar Hopp, dem Mäzen der TSG Hoffenheim. Auch beim 3:0-Auswärtssieg seines Klubs beim 1. FC Köln am Sonntag wurde der 77-jährige Milliardär wieder Zielscheibe von Schmähgesängen und -plakaten.

Wie schon zuletzt, etwa nach der Partie gegen Borussia Mönchengladbach acht Tage zuvor (1:3), geht Hopp gemeinsam mit der TSG rechtlich gegen die Verunglimpfungen vor. "Auch wenn in den nächsten acht Spielen Plakate hochgehen, werden wir klagen", bestätigte 1899-Mediendirektor Christian Frommert am Montag. Ausgeschlossen ist dieses Szenario nicht.

In Köln gibt es bei den Vereinsoberen seit Jahren nur Achselzucken und Entschuldigungen.Hansi Flick

Gegen Köln verpuffte auch der Vorab-Appell von FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle, die Mannschaft zu unterstützen, "ohne sich mit Spruchbändern und Parolen am Gegner - namentlich: Dietmar Hopp - abzuarbeiten". Nach dem letzten Aufeinandertreffen zwischen Köln und Hoffenheim im April (1:1) hatte Hopp von einer "neuen Dimension des Hasses" gesprochen, auch Durchsagen des Stadionsprechers hatten damals nicht geholfen.

Hopps Anwalt fordert für die Zukunft sogar Spielabsagen

In Hoffenheim verliert man deshalb offenbar die Geduld. "Wir akzeptieren keine Kölner Entschuldigungen mehr", wurde TSG-Geschäftsführer Hansi Flick in der "Heilbronner Stimme" deutlich und gab den Kölner Verantwortlichen indirekt sogar eine Mitschuld an der Anti-Hopp-Stimmung: "In Köln gibt es bei den Vereinsoberen seit Jahren nur Achselzucken und Entschuldigungen."

Hopps Anwalt Christoph Schickhardt ("Das kotzt uns alle an") fordert bei "Bild" gar, Spiele in Zukunft überhaupt nicht erst anzupfeifen, wenn "solche Plakate in den Kurven hängen". Er findet tatsächlich: "Welcher Verein seine Kurve nicht im Griff hat, der ist nicht in der Lage, ein Bundesliga-Spiel auszurichten. Das Spiel wird dann nicht angepfiffen, der Klub bekommt die Punkte automatisch aberkannt."

Das eine Plakat hatten Kölner Anhänger schon beim letzten Duell präsentiert

Kölns ob der neuerlichen Vorfälle "zutiefst erschütterter" Präsident Werner Spinner nahm "die Aussage von Herrn Flick zur Kenntnis. Meine Erziehung und meine Werte sagen mir, dass ich mich dennoch bei Herrn Hopp entschuldige." Spinner weiter: "Wir haben außergewöhnlich starke Kontrollen durchgeführt und haben einige Plakate noch abfangen können."

Aber nicht alle: Die beiden aufgehängten - darunter sogar eines, das bereits im April präsentiert worden war - seien "ins Stadion geschmuggelt worden". Wie das bei deren Größe gelang? Bislang unklar. Der FC muss in jedem Fall mit der nächsten Strafe von DFB-Seite rechnen.

jpe/dpa

1. Bundesliga, 2017/18, 11. Spieltag
1. FC Köln - TSG Hoffenheim 0:3
1. FC Köln - TSG Hoffenheim 0:3
Mit neuem Selbstvertrauen?

Ob das 5:2 in der Europa League gegen BATE Baryssau dem FC neues Selbstvertrauen bringt? Kölns Trainer Peter Stöger setzt im Sturm auf Osako, der gegen BATE als Joker erfolgreich war.
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