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23.10.2012, 00:09

Vereine äußern sich skeptisch

Harte Kritik am Sicherheitskonzept der DFL

Das Treffen der Sicherheitskommision der DFL endete mit vielen skeptischen Äußerungen aus den Reihen der 36 Profiklubs. Manche Vereine lehnten die von Politik und DFL auf dem Sicherheitsgipfel in Berlin unter dem Titel "Sicheres Stadionerlebnis" erarbeiteten Maßnahmen kategorisch ab, manche erbaten sich weitere Zeit, um auf die im Papier vorgeschlagenen Maßnahmen reagieren zu können.

DFL-Chef Dr. Reinhard Rauball, hier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, hat in Fragen Stadionsicherheit noch viel Arbeit vor sich.
DFL-Chef Dr. Reinhard Rauball, hier mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, hat in Fragen Stadionsicherheit noch viel Arbeit vor sich.
© picture-allianceZoomansicht

Die gewalttätigen Auseinandersetzungen rivalisierender Fangruppen rund um das Ruhrpott-Derby zwischen dem BVB und Schalke 04 waren kurz vor einem Treffen der DFL-Sicherheitskommision am heutigen Montag noch in aller Munde. Während sich aus Politik und Polizeikreisen erneut die Stimmen mehrten, die angesichts der jüngsten Ereignisse ein härteres und konsequentes Durchgreifen fordern, reagierten die zu einer Stellungnahme zu dem Arbeitspapier "Sicheres Stadionerlebnis" aufgeforderten Vereine differenzierter. Mit teils heftiger Kritik an den in dem Dokument aufgeführten Maßnahmen mahnten gleich mehrere Klubs Änderungen an oder lehnten das Papier in seiner Gänze ab.

"Nein" aus Augsburg, Wolfsburg und Düsseldorf

Am deutlichsten distanzierten sich bislang die Zweitligisten Union und Hertha aus Berlin sowie der FC St. Pauli aus Hamburg, zu ihnen gesellten sich nun drei Erstligisten. Der FC Augsburg, der VfL Wolfsburg und Fortuna Düsseldorf haben das Arbeitspapier nun ebenfalls abgelehnt. Der FCA betonte, "dass der Dialog mit Fans, Verbänden und Behörden der richtige Weg ist und dieser fortgesetzt werden muss". Die Fortuna äußerte sich in ähnlicher Weise und stellte zudem fest, "dass man dem Konzeptpapier in dieser Form nicht zustimmen kann".

Noch eindringlicher formulierte der VfL Wolfsburg seine Bedenken. In einer Erklärung des Vereins heißt es: "Beim vorliegenden Konzept halten wir neben der fragwürdigen Herangehensweise und schwer durchschaubaren Zuständigkeiten auch große inhaltliche Teile für rechtlich bedenklich, unverhältnismäßig, praxisfern und damit nicht zielführend. Wird das Konzept in dieser Form und ohne Dialog mit den Fangruppen beschlossen, befürchten wir einen unbedingt zu vermeidenden Anstieg von Gewalt sowie ein stark vermehrtes Abbrennen von Pyrotechnik in den Bundesliga-Stadien"

Unverhältnismäßig, praxisfern und damit nicht zielführend.Aus der Erklärung des VfL Wolfsburg zum Papier "Sicheres Stadionerlebnis"

Kritik an einzelnen Punkten des Konzeptes erreichte die DFL auch aus Mönchengladbach und aus Köln. Borussia-Geschäftsführer Stephan Schnippers sah in einer Stellungnahme ebenso noch etlichen Diskussionsbedarf wie der rheinische Rivale aus der Domstadt. Claus Horstmann, Vorsitzender der Geschäftsführung beim FC, äußerte sich auf der vereinseigenen Homepage: "Bei allen positiven Ansätzen in dem Papier scheint uns der Fokus zu sehr auf Sanktionsmaßnahmen zu liegen und weniger auf Dialogthemen. Hier sehen wir noch Anpassungsbedarf".

Gleich mehrere Klubs erbaten sich von der DFL derweil eine Fristverlängerung für eine endgültige Stellungnahme. Unter dem Strich steht dabei jedoch alles andere als klare Einigkeit. Am 12. Dezember soll die Mitgliederversammlung der DFL über das Maßnahmenpaket abstimmen. Ob das Papier "Sicheres Stadionerlebnis" von allen Vereinen in allen Punkten dann akzeptiert wird, muss nach den ersten, gespaltenen oder ablehnenden, Reaktionen der Profiklubs arg bezweifelt werden.

Rauball mahnt zur Einigkeit

Liga-Vorsitzender Dr. Reinhard Rauball, gleichzeitig Präsident der Dortmunder Borussia, mahnt derweil zur Einigkeit in der Sache: "Das gemeinsame Vorgehen ist das A und O bei diesem Thema. Nur so kann das Vorhaben Erfolg haben. Es darf nicht sein, dass sich einige Klubverantwortliche zu Lasten der Solidargemeinschaft bei den Fans profilieren wollen."

 

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