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VfL Wolfsburg

VfL Wolfsburg

1
:
1

Halbzeitstand
1:0
RB Leipzig

RB Leipzig


VFL WOLFSBURG
RB LEIPZIG
15.
30.
45.









60.
75.
90.














Upamecano fliegt mit Gelb-Rot vom Platz

Halstenberg lässt VfL erwachen - Origi kläglich

Auch im siebten Heimspiel unter Martin Schmidt bleibt der VfL Wolfsburg ungeschlagen: Gegen RB Leipzig waren die Niedersachsen eine Halbzeit fast chancenlos, führten aber dank Verhaeghs Elfmetertor. Mit dem Ausgleich wachte der VfL auf und vergab insbesondere in der Schlussphase etliche Hochkaräter. Am Ende war RB mit dem 1:1 gut bedient, blieb aber auch im vierten Pflichtspiel in Serie ohne Sieg (zwei Unentschieden, zwei Niederlagen).

Hochkaräter: Wolfsburg Divock Origi lässt das 2:1 liegen.
© imagoZoomansicht

Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt wählte gegenüber dem 0:0 im Auswärtsspiel beim Hamburger SV mit Gerhardt die etwas defensivere Variante im Mittelfeld, Origi saß zunächst auf der Bank.

Auf der anderen Seite warf Leipzigs Coach Ralph Hasenhüttl nach dem 2:2 im Heimspiel gegen Mainz 05 die Rotationsmaschine an und brachte ein frisches Quintett: Upamecano, Konaté, Keita, Bruma und Halstenberg ersetzten Orban, Demme, Laimer, Kaiser (alle Bank) und den kranken Bernardo.

Von Beginn an stellte Leipzig die Hausherren durch aggressives und hohes Anlaufen vor enorme Probleme. Der VfL kam nicht in den Spielfluss, erlaubte sich im Aufbau zahlreiche Abspielfehler und musste sich gegen die ständigen Angriffswellen der Gäste wehren. Ein statistischer Beleg: Im ersten Durchgang spielte Keeper Casteels die meisten Pässe beim VfL (25) und verbuchte ebenso die meisten Ballaktionen (35). Das ging für Wolfsburg beinahe früh schief, als Guilavogui Gegenspieler Werner mit einem kuriosen Querschläger rechts im Strafraum einsetzte. Der deutsche Nationalspieler visierte die lange Ecke an, Casteels tauchte schnell ab und parierte (7.).

Verhaegh, Mr. Zuverlässig bei Elfmetern

Als die Niedersachsen erstmals ihr Schneckenhaus verließen und sich nach vorne aufmachten, hieß es sofort 1:0. Gomez kam im Getümmel an der Linie des Fünfmeterraums an den Ball und wurde von Konaté am Fuß getroffen. Referee Winkmann entschied auf Strafstoß. Verhaegh ließ sich die Chance nicht entgehen und vollendete eiskalt in die rechte Ecke (15.). Der Niederländer ist damit der erste und einzige Feldspieler der Bundesliga-Geschichte, der 16 Treffer in Folge ausschließlich per Elfmeter erzielte. Die Hasenhüttl-Elf brachte der Rückschlag nicht aus dem Konzept, unbeirrt zogen die Sachsen weiter ihren Plan durch.

Ein ums andere Mal kombinierte sich RB, angetrieben von Stratege Keita, flüssig durch das Wolfsburger Mittelfeld, ehe der finale Pass im Angriffsdrittel bei einem VfL-Verteidiger landete. Oftmals überzeugte Brooks durch ein cleveres Kombinationsspiel, der Ex-Herthaner bereinigte etliche Hereingaben. 8:1 Torschüsse, knapp 60 Prozent gewonnene Zweikämpfe und 56 Prozent Ballbesitz: Die Zahlen der ersten 45 Minuten unterstrichen die teils drückende Überlegenheit der Gäste, aus der RB letztlich allerdings keinen Profit schlug. So stand es zur Pause aus Sicht der Leipziger 0:1.

Halstenberg trifft - und der VfL taut auf

Mit Wiederbeginn knüpften die Sachsen an die Vorstellung aus dem ersten Durchgang an, übernahmen umgehend wieder das Kommando und drängten den VfL hinten rein - mit einem kleinen, aber feinen Unterschied: RB nutzte nun seine Chance. Poulsen behauptete sich an der Strafraumkante gegen zwei Gegenspieler und behielt die Übersicht für den mitgelaufenen Halstenberg, der aus acht Metern im Fallen in die lange Ecke zum 1:1 vollstreckte (52.).

Mit dem Ausgleich ging ein Ruck durch die Schmidt-Elf, die sich in der Folge aktiver am Spiel beteiligte und nun auch ein spielerisches Mittel fand, um die erste Leipziger Verteidigungslinie zu überbrücken. Schnell sprang auch eine Gelegenheit heraus, Gomez zimmerte den Ball aus 17 Metern auf das Tordach (56.). Wolfsburg bewegte sich in dieser Phase erstmals in dieser Partie auf Augenhöhe mit RB.

Origi lässt Wolfsburgs Sieg liegen

Dass zu einem späten Zeitpunkt dieses Pflichtspieljahres allmählich die Kräfte schwinden, zeigte dann die Schlussphase - besonders bei RB wurde der Tank merklich leerer. Das Mittelfeld der Leipziger war praktisch nicht mehr vorhanden, der VfL rannte an und drückte auf das 2:1 - das hätte angesichts des Chancenwuchers auch zwingend fallen müssen: Origi vollbrachte das Kunststück, den Ball aus zwei Metern in Rücklage über den Querbalken zu schaufeln (78.). Zwei Minuten später prüfte der Belgier aus sieben Metern Gulacsi, ehe er bei einer Dreifachchance in der Nachspielzeit zum wiederholten Male im Ungarn seinen Meister fand. Kurz zuvor war Leipzigs Upamecano in dieser aufregenden Schlussphase noch mit Gelb-Rot vom Platz geflogen.

Wolfsburg spielt am kommenden Samstag (15.30 Uhr) zum Abschluss der Hinrunde beim 1. FC Köln, ehe die Niedersachsen das Pflichtspieljahr im Pokal am 19. Dezember in Nürnberg beschließen. Die Leipziger haben nach dem Ligaspiel am Sonntag (18 Uhr) gegen Hertha BSC schon Pause.

Bundesliga, 2017/18, 16. Spieltag
VfL Wolfsburg - RB Leipzig 1:1
VfL Wolfsburg - RB Leipzig 1:1
Aus dem Schatten ins Licht

Der 16. Bundesliga-Spieltag stieg während einer englischen Woche - doch wer trug das Eröffnungsspiel aus?
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Wolfsburg
Aufstellung:
Casteels (3) - 
Verhaegh (3)    
Uduokhai (3) , 
Brooks (2,5) , 
William (3,5) - 
Guilavogui (4)    
Arnold (3,5) - 
Gerhardt (5) , 
Didavi (3,5)        
Malli (3) - 
Gomez (4)        

Einwechslungen:
66. Origi für Gomez
89. Osimhen für Didavi

Trainer:
Schmidt
RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (1,5)    
Klostermann (3,5)    
Konaté (4) , 
Upamecano (4)    
Halstenberg (2)        
Ilsanker (3)    
Keita (4) - 
Kampl (3,5)    
Bruma (4,5)    
Ti. Werner (3,5) , 

Einwechslungen:
79. Demme für Bruma
82. Laimer für Klostermann
89. D. Kaiser für Kampl

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Verhaegh (15., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Gomez)
1:1
Halstenberg (52., Linksschuss, Y. Poulsen)
Gelb-Rote Karten
Wolfsburg:
-
Leipzig:
Upamecano
(90. + 2)

Gelbe Karten
Wolfsburg:
Guilavogui
(3. Gelbe Karte)
,
Didavi
(2.)
Leipzig:
Ilsanker
(2. Gelbe Karte)
,
Halstenberg
(3.)

Spieldaten

VfL Wolfsburg       RB Leipzig
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 12 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 418 : 429 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 314 : 332 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 104 : 97 Fehlpässe
 
Passquote 75% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 49% : 51% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 47% : 53% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 9 : 18 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 8 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 2 Abseits
 
Ecken 6 : 9 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
12.12.2017 18:30 Uhr
Stadion:
Volkswagen-Arena, Wolfsburg
Zuschauer:
22827
Spielnote:  3
zwischendurch mit einigen Längen, aber nach dem Ausgleich und Wolfsburgs Steigerung bis zum Ende spannend.
Chancenverhältnis:
7:2
Eckenverhältnis:
6:9
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 2
wohltuend großzügig und zugleich sicher in Zweikampfbewertung und Strafmaß; lag zudem sowohl beim Elfmeter als auch bei der Gelb-Roten Karte richtig.
Spieler des Spiels:
Peter Gulacsi
Als Wolfsburg spät auf den Sieg drängte, hielt Peter Gulacsi den Punkt für Leipzig mit Glanztaten gegen Origi, Malli, Gerhardt und Guilavogui fest.

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