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1. FC Köln

1. FC Köln

4
:
3

Halbzeitstand
3:2
Werder Bremen

Werder Bremen


1. FC KÖLN
WERDER BREMEN
15.
30.
45.








60.
75.
90.









Werder kommt gegen den 1. FC Köln nicht ganz ran

4:3 gegen Bremen! Modeste macht den Unterschied

Im Duell zweier international ambitionierter Klubs ging es am 32. Spieltag sowie im letzten Freitagabendspiel der Bundesliga-Saison 2016/17 absolut atemberaubend zu. Beim Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem SV Werder Bremen fielen insgesamt sieben Tore - die mit 4:3 zugunsten der Domstädter verteilt wurden. Damit zogen die Kölner mit den Bremern gleich (jeweils 45 Punkte). Das Rennen um die Europa League blieb somit hochspannend.

Anthony Modeste
Doppelpack und Matchwinner: Der Unterschied zwischen Köln und Bremen hieß Anthony Modeste.
© imagoZoomansicht

Kölns Trainer Peter Stöger reagierte auf das vor allem dank einer bärenstarken Defensivleistung erreichte 0:0 bei Borussia Dortmund mit einem personellen Wechsel: Zoller beackerte anstelle von Rudnevs (Bank) die rechte Seite. Das System blieb derweil gleich (4-1-2-3).

Bremens Coach Alexander Nouri tat es seinem Gegenüber gleich und beließ es im Vergleich zum 2:0-Heimsieg über Hertha BSC, der Fortsetzung der Serie von bis dato elf Ligaspielen ohne Pleite, bei ebenfalls einem Tausch: Delaney bekleidete im 3-1-4-2 die alleinige Sechs, Maximilian Eggestein musste dafür auf die Bank.

Dominante Domstädter

Nötige Stabilität, die den SVW in den vorangegangenen Wochen ausgezeichnet hatte, konnte Delaney seinem Team aber nicht verleihen - ganz im Gegenteil: Die Defensive der Hanseaten wirkte von der 1. bis zur 30. Minute teilweise heillos überfordert. Das führte erwartungsgemäß zu zahlreichen Kölner Chancen: Bittencourt verzog knapp (6.), Modeste scheiterte per Kopf (10.), Bittencourt fand seinen Meister in Wiedwald (13.), Jojic rannte beinahe an allen vorbei (23.) und Modeste scheiterte im Eins-gegen-eins an gut reagierenden Wiedwald (27.).

Doch nicht nur das: Zwei ihrer großartigen Chancen nutzten die Kölner auch. Zunächst setzte Bittencourt nach einer Ecke im Gewühl beherzt nach und stocherte die Kugel im Fünfmeterraum quer zu Modeste, der richtig lauerte und mit rechts aus ganz kurzer Distanz unter die Querlatte vollendete (13.). 15 Minuten später folgte gar das 2:0 für die Domstädter: Nach einem Ballverlust von Gebre Selassie ging es blitzschnell: Außenverteidiger Klünter flankte am Ende scharf ins Zentrum, wo sich Bittencourt mit purem Willen hochschraubte und unhaltbar links ins Tor einnickte (28.).

Werder wacht auf

Erst nach dem zweiten Punch des "Effzeh" fanden die Bremer endlich selbst besser ins Spiel - und rissen das Zepter auf einen Schlag komplett an sich: Nachdem Bartels zweimal herrlich für Junuzovic servierte, dieser aber nicht treffen konnte (30. und 34.), führte die spiegelverkehrte Kombination zum 1:2. Nach Steilpass von Junuzovic war Bartels auf und davon. Vor Torwart Horn angekommen, hob der Angreifer den Ball leicht an und so am Schlussmann vorbei. Subotic versuchte noch alles, konnte die Kugel aber nicht mehr vor der Linie klären (34.).

Köln schockt zurück

Die spektakuläre erste Halbzeit war aber damit noch lange nicht vorbei - weil plötzlich die Abwehr der Rheinländer gewaltig schwamm und sich von einem einfachen Einwurf von Bauer überraschen ließ: Gebre Selassie erzielte so nach Junuzovic-Flanke per Kopf das 2:2 (40.). Der Tscheche war es auch, der in der 43. Minute das 3:2 für Werder hätte machen können/müssen - zumal beim direkten Gegenzug nach Abschlag von Horn Köln noch einmal aufkam und über eine doppelte Kopfballverlängerung von Modeste und Bittencourt Zoller in Szene setzte. Der Angreifer war durch und hob die Kugel lässig über Wiedwald hinweg zum 3:2 ins Netz (44.). Mit diesem Zwischenstand für den Gastgeber ging es in die Katakomben.

Modeste schnürt den Doppelpack

Wer nun dachte, dass nach 15 Minuten Pause etwas mehr Ruhe reinkommen würde und beide Mannschaften weniger riskieren würden, der irrte sich gewaltig: Sörensen schaufelte eine Flanke von der rechten Seite nach innen, wo Sané zwar per Kopf klärte, allerdings direkt in die Füße von Modeste. Der Franzose fackelte nicht lange und feuerte den Ball rechts unten ins Torwarteck. Wiedwald, der aufgrund der Härte des Abschlusses eine sehr kurze Reaktionszeit hatte, tauchte zu spät ab (47.). Für Doppelpacker Modeste war dieses 4:2 Saisontor 25!

Gnabry stoppt den Leerlauf

Serge Gnabry
Neue Hoffnung: Serge Gnabry verlieh seinem Team nochmals Auftrieb.
© imago

Der Gegentreffer tat Werder sichtbar weh, denn fortan war für viele, viele Minuten arges Mittelfeldgeplänkel angesagt. Was auch daran lag, dass der Gastgeber sich mehr zurückzog und defensiv gut stand. Mit der Hereinnahme von Joker Gnabry (54.) kam aber neuer Schwung ins Bremer Spiel - und schon stand es 3:4: Nach feiner Eröffnung über Kruse, der durchs freie Mittelfeld wandelte, war es Bartels, der an den Ball kam. Der pfeilschnelle Angreifer zog von links nach innen und fand mit seinem vermeintlichen Torschuss am rechten Pfosten den perfekt einstartenden Gnabry. Der Joker drückte den Ball mit der rechten Spitze ins Tor (62.).

Werder-Serie endet

Doch trotz einer starken Drangphase mit extrem viel Ballbesitz reichte es am Ende nicht mehr für das 4:4-Comeback, weil neben den geschlauchten Kölnern auch den Gästen aus Bremen immer mehr die Kräfte schwanden. Mehr als ein Abseitstor von Joker Pizarro gelang nicht mehr (89.), sodass die bärenstarke SVW-Serie von elf Ligaspielen ohne Niederlagen (9/2/0) endete und der "Effzeh", der durch Modeste sogar noch das 5:3 liegen ließ (86.), mit den Grün-Weißen punktetechnisch gleichzog (jeweils 45 Zähler). Die Europa League war wieder nah.

Für beide Teams geht es am kommenden Samstag um 15.30 Uhr um die nächsten Punkte. Bei Köln steht das rheinische Derby in Leverkusen an, die Bremer empfangen 1899 Hoffenheim.

1. Bundesliga, 2016/17, 32. Spieltag
1. FC Köln - Werder Bremen 4:3
1. FC Köln - Werder Bremen 4:3
Europa?

"Platz acht wäre eine große Enttäuschung", sagte Kölns Trainer Peter Stöger im Vorfeld. Doch der Österreicher narrte damit die Journalisten und fügte umgehend hinzu: "Für euch!".
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Köln
Aufstellung:
T. Horn (3) - 
Klünter (1,5) , 
Sörensen (2,5) , 
Subotic (4,5) , 
Heintz (2,5) - 
M. Lehmann (2,5)    
Jojic (4,5)    
J. Hector (3) - 
Zoller (2,5)        
Bittencourt (1)        
Modeste (1)        

Einwechslungen:
70. Höger für Jojic
75. Rausch für Bittencourt
82. Rudnevs für Zoller

Trainer:
Stöger
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiedwald (2) - 
Veljkovic (3,5)    
L. Sané (4,5) , 
Moisander (4)    
Ro. Bauer (3,5)    
Delaney (4)        
Gebre Selassie (2)    
Grillitsch (3) , 
Junuzovic (1)    
Bartels (1)    
M. Kruse (2,5)

Einwechslungen:
54. Gnabry (1,5)     für Delaney
65. Kainz für Ro. Bauer
81. Pizarro für Veljkovic

Trainer:
Nouri

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Modeste (13., Rechtsschuss, Bittencourt)
2:0
Bittencourt (28., Kopfball, Klünter)
2:1
Bartels (34., Rechtsschuss, Junuzovic)
2:2
Gebre Selassie (40., Kopfball, Junuzovic)
3:2
Zoller (44., Rechtsschuss, Bittencourt)
4:2
Modeste (47., Rechtsschuss)
4:3
Gnabry (62., Rechtsschuss, Bartels)
Gelbe Karten
Köln:
-
Bremen:
Delaney
(3. Gelbe Karte)
,
Moisander
(5., gesperrt)

Spieldaten

1. FC Köln       Werder Bremen
Tore 4 : 3 Tore
 
Torschüsse 15 : 11 Torschüsse
 
gespielte Pässe 326 : 569 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 234 : 471 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 92 : 98 Fehlpässe
 
Passquote 72% : 83% Passquote
 
Ballbesitz 37% : 63% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 50% : 50% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 9 : 10 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 9 : 9 Gefoult worden
 
Abseits 2 : 1 Abseits
 
Ecken 5 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
05.05.2017 20:30 Uhr
Zuschauer:
50000 (ausverkauft)
Spielnote:  1
hohes Tempo, viele Chancen, schöne Tore, hohe Spannung, dramatischer Spielverlauf - kurz: ein Spektakel.
Chancenverhältnis:
10:8
Eckenverhältnis:
5:1
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 3
solide Leistung, beeinträchtigt durch Fehler bei persönlichen Strafen: hätte Delaney (49.) Gelb-Rot zeigen und Jojic (19., nach Ellenbogeneinsatz) verwarnen müssen.
Spieler des Spiels:
Leonardo Bittencourt
Ein Tor erzielt, zwei vorbereitet: Leonardo Bittencourt überzeugte als ständiger Unruheherd, er war so gut wie nie zu greifen und zudem äußerst effizient.

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