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SV Darmstadt 98

SV Darmstadt 98

2
:
1

Halbzeitstand
1:1
Werder Bremen

Werder Bremen


SV DARMSTADT 98
WERDER BREMEN
15.
30.
45.







60.
75.
90.








Ex-Bremer glänzt - Jetzige Bremer scheitern auch an sich selbst

Das Bölle feiert einen Mann: Doppelpacker Wagner

Am Dienstagabend schrieb Darmstadts Stürmer Wagner gegen seinen Ex-Klub ein kleines Märchen. Denn ausgerechnet gegen Bremen gelangen dem Angreifer zwei Bundesliga-Treffer nach zuvor langer Wartezeit. In Bremen stehen nach dem 1:2 am Böllenfalltor, der zweiten Niederlage am Stück gegen einen Aufsteiger, drei Erkenntnisse: Es werden zu leicht Elfmeter hergeschenkt, durch Frustfouls schwächt sich der SVW obendrein selbst.

Peter Niemeyer und Sandro Wagner
Doppelpacker nach langer Wartezeit gegen den Ex-Klub Werder Bremen: Sandro Wagner.
© Getty ImagesZoomansicht

Darmstadts Trainer Dirk Schuster reagierte auf das erwartbare 0:3 gegen Bayern München auf zwei Positionen: Stürmer Wagner und Ideengeber Rosenthal bekamen das Vertrauen anstelle von Kempe und Stroh-Engel (beide Bank) ausgesprochen. Damit standen in der Startelf der Lilien drei ehemalige Werderander: Caldirola, Niemeyer und Wagner.

Werder-Coach Viktor Skripnik baute nach dem bitteren 0:1 gegen Aufsteiger Ingolstadt ebenfalls zweimal um - zwangsbedingt: Galvez und Sternberg begannen anstelle von Bargfrede (Rote Karte, drei Spiele Sperre) und Ulisses Garcia (Zeh gebrochen). Auf der Bank nahm derweil der zuletzt heftig erkältete Junuzovic wieder neben Neuzugang Pizarro Platz.

Darmstadt drückt, doch Johannsson trifft

Die gesamte Anfangsviertelstunde gehörte dann überraschend den Hausherren, die dominierten, Ballbesitz generierten und sich in der Werder-Hälfte festsetzten. Erste gefährliche Gelegenheiten inklusive: Rosenthals Kopfball nach Rausch-Freistoß segelte knapp rechts vorbei (11.), dann nickte Wagner im Luftduell mit Wiedwald beinahe aufs Tor (14.). Gerade das furiose Offensivpressing setzte den Grün-Weißen in dieser Phase erheblich zu, der Skripnik-Elf gelang bis zur 19. Minute nicht ein einziger (!) ordentlicher Vorstoß.

In besagter Minute aber schepperte es, was zur kurzzeitigen Fassungslosigkeit der Lilien führte: Ujah biss sich auf der rechten Seite fest, ehe Gebre Selassie in Szene gesetzt wurde und mit seiner Flanke den von Sulu und Caldirola vergessenen Johannsson bediente. Der Stürmer bedankte sich mit seinem Kopfball - 1:0 Werder, aus dem sprichwörtlichen Nichts (19.). Drei Minuten später hätte es dann schon 2:0 stehen müssen: Johannsson schnappte sich nach einem kapitalen Fehler von Mathenia den Ball, sein Schuss wurde allerdings auf der Linie von Garics geklärt.

Pikant: Ex-Bremer Wagner trifft

Die Lilien kamen aber wieder zurück - auch dank einer erneut unnötigen Aktion im Strafraum, wie schon vergangene Woche gegen Ingolstadt: Wiedwald kam gegen Rosenthal zu spät und grätschte den Stürmer rüde um (30.). Den fälligen Elfmeter verwandelte der ehemalige SVW-Profi Wagner sicher ins rechte untere Eck - 1:1 (31.). Für Wagner waren es 701 BL-Minuten Wartezeit (zuletzt hatte er am 13. April 2014 getroffen). Sein schlimmste Marke liegt allerdings bei 1332 Minuten.

In der Folge entwickelte sich eine unterhaltsame Begegnung, in der es forsch hin und her ging: So kratzte unter anderem Mathenia eine von Lukimya nicht mehr erreichte Flanke von der Torlinie (38.), ehe Rosenthal Garcia stehen ließ und den linken Innenpfosten traf (42.).

Referee Winkmann legt Pause ein

Der zweite Durchgang startete ohne personelle Wechsel (SV98-Coach Schuster brachte schon in der ersten Hälfte Junior Diaz für Holland) und mit einer ersten Chance für Bremen: Fritz' Flanke fand Johannsson, der das Leder aber nicht mit genug Druck aufs Gehäuse brachte (52.). Kurz darauf gab es eine kuriose Szene: Schiedsrichter Guido Winkmann musste sich am rechten Bein behandeln lassen, er konnte nach kurzer Unterbrechung allerdings weitermachen (54.).

"Wagner-Festspiele" am Bölle

In dieser Phase war die Partie äußerst zäh, viel passierte im Mittelfeld - keines der beiden Teams wagte dabei viel. Es war lange Kampf und Krampf angesagt. Immerhin: Ujah setzte einen Kopfball haarscharf am rechten Pfosten vorbei (61.), während Heller nach feinem Zuspiel von Wagner aus kürzester Distanz frei vor dem Tor keinen Schuss zusammenbrachte (69.).

Clemens Fritz
Erneut Niedergeschlagen nach einer Pleite gegen einen Aufsteiger: Werder Bremen um Kapitän Clemens Fritz.
© Getty Images

Wenig später war es dann soweit: Junuzovic kam für Galvez (72.), zehn Minuten später brachte SVW-Trainer Skripnik auch Pizarro für Torschütze Johannsson. In der Zwischenzeit hatte es keinerlei Torraumszenen gegeben. Nach der Einwechslung der beiden SVW-Hoffnungsträger aber - und zwar auf Darmstädter Seite: Heller zog über die rechte Seite nach Zuspiel von Niemeyer locker am zu forsch herauskommenden Wiedwald vorbei und flankte präzise nach innen zu Wagner. Der Stürmer hielt den Kopf hin - 2:1 (84.). Der Schlusspunkt, der nicht ohne erneute Frustbewältigung des Nord-Klubs über die Bühne ging: Bartels handelte sich Gelb-Rot ein (88.), Lukimya hatte Glück, nach einem Tritt gegen Wagner, ohne Platzverweis davon zu kommen (90.+1).

Darmstadt bestreitet am Sonntag (17.30 Uhr) die letzte Partie des Spieltags in Dortmund, Werder empfängt einen Tag zuvor (15.30 Uhr) Leverkusen.

Bundesliga, 2015/16, 6. Spieltag
SV Darmstadt 98 - Werder Bremen 2:1
SV Darmstadt 98 - Werder Bremen 2:1
Denker

Darmstadts Trainer Dirk Schuster vor dem Anpfiff gegen Bremen.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SV Darmstadt 98
Aufstellung:
Mathenia (3,5) - 
Garics (3,5) , 
Sulu (3,5)    
Caldirola (2,5) , 
Holland (4,5)        
Niemeyer (3)    
Gondorf (2,5) - 
Heller (3,5) , 
Rausch (4,5)    
Rosenthal (2,5)    
Wagner (2)        

Einwechslungen:
36. Junior Diaz (3)     für Holland
64. Kempe für Rausch
90. + 3 Stroh-Engel für Rosenthal

Trainer:
Schuster
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiedwald (5,5)    
Gebre Selassie (2,5) , 
Lukimya (3) , 
Vestergaard (3,5) , 
S. Garcia (4) - 
Fritz (4)    
Galvez (4,5)    
Bartels (4,5)    
Sternberg (4)    
Ujah (3) , 
Johannsson (3,5)        

Einwechslungen:
72. Junuzovic für Galvez
82. Pizarro für Johannsson
89. Fröde für Sternberg

Trainer:
Skripnik

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Johannsson (19., Kopfball, Gebre Selassie)
1:1
Wagner (31., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Rosenthal)
2:1
Wagner (84., Kopfball, Heller)
Gelb-Rote Karten
Darmstadt:
-
Bremen:
Bartels
(88.)

Gelbe Karten
Darmstadt:
Holland
(1. Gelbe Karte)
,
Niemeyer
(2.)
,
Junior Diaz
(1.)
Bremen:
Wiedwald
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

SV Darmstadt 98       Werder Bremen
Tore 2 : 1 Tore
 
Torschüsse 9 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 258 : 376 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 146 : 247 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 112 : 129 Fehlpässe
 
Passquote 57% : 66% Passquote
 
Ballbesitz 42% : 58% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 38% : 62% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 20 : 19 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 17 : 19 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 1 Abseits
 
Ecken 5 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
22.09.2015 20:00 Uhr
Stadion:
Merck-Stadion am Böllenfalltor, Darmstadt
Zuschauer:
17000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
unterhaltsam und spannend bis zum Schluss, dafür phasenweise fußballerisch mit Leerlauf.
Chancenverhältnis:
8:5
Eckenverhältnis:
5:1
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 3,5
bis zur hektischen Schlussphase gut, dann mit überzogenem Gelb-Rot gegen Bartels, zudem übersah das Gespann Lukimyas Tritt gegen Wagner (90./+1).
Spieler des Spiels:
Sandro Wagner
Übernahm Verantwortung beim Elfmeter, blieb eiskalt beim Siegtreffer: Sandro Wagner verdiente sich den Doppelpack mit immensem Einsatz.

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