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SC Paderborn 07

SC Paderborn 07

1
:
1

Halbzeitstand
0:1
SC Freiburg

SC Freiburg


SC PADERBORN 07
SC FREIBURG
15.
30.
45.


60.
75.
90.














Freiburg verpasst den Befreiungsschlag im Abstiegskampf

Kachunga belohnt Paderborn in letzter Minute

Der SC Paderborn 07 sicherte sich dank Kachungas Last-Minute-Treffer ein verdientes 1:1 gegen den SC Freiburg. Der Aufsteiger machte 90 Minuten das Spiel, dennoch sahen die Gäste lange wie der glückliche Sieger aus. So aber warten die Breisgauer weiterhin auf den Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Die Ostwestfalen haben hingegen einmal mehr Moral bewiesen.

Eiskalt vom Punkt: Vladimir Darida erzielt das 1:0 für den SC Freiburg.
Eiskalt vom Punkt: Vladimir Darida erzielt das 1:0 für den SC Freiburg.
© Getty ImagesZoomansicht

Paderborns Trainer André Breitenreiter zauberte nach der 0:4-Klatsche beim SV Werder Bremen sechs Neue aus dem Hut: Kapitän Hünemeier (nach Gehirnerschütterung und Grippe), Rechtsverteidiger Wemmer (nach Faserriss im Adduktorenbereich) und Brückner verdrängten Heinloth, Rafa sowie Hartherz aus der Abwehrkette. In der Abteilung Attacke bekamen Meha und Saglik den Vorzug vor Stoppelkamp und Kachunga. Vrancic machten Achillessehnenprobleme zu schaffen, er saß zunächst auf der Bank. Dafür durfte Rupp von Beginn an ran.

Freiburgs Coach Christian Streich nahm nach der 1:4-Heimpleite gegen den VfB Stuttgart hingegen nur einen Wechsel vor: Krmas vertrat den rotgesperrten Mitrovic in den Innenverteidigung.

Einziger Angriff, einziges Tor

"Wir müssen total aktiv sein und höllisch aufpassen auf das Tempo von Paderborn und die steilen Bälle nach vorne", hatte Streich vor der Partie mit dem Aufsteiger gewarnt und sein Team dementsprechend defensiv eingestellt.

Die Gäste ließen den SCP kommen und machten im letzten Spielfeld-Drittel die Räume eng. Die Hausherren kontrollierten das Spiel, zunächst aber ohne die entscheidende Lücke im gegnerischen Abwehrverbund zu finden.

Offensiv weigerten sich die Freiburger hingegen lange, am Spiel überhaupt teilzunehmen. Eine Rechnung, die aufging: Klaus drang nach 18 Minuten erstmals mit Tempo in die Box ein, da stürmte Hünemeier herbei und rammte den Ex-Fürther - Elfmeter! Darida übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:0.

Mit Mumm nach vorne

Ein Rückschlag für die Breitenreiter-Elf, die sich diesen aber nicht wirklich anmerken ließ und sich gute Chancen erspielte: Saglik und Bakalorz brachten die Kugel aber jeweils nicht aufs Tor (24., 27.), wieder Saglik und Koc scheiterten zudem an Bürki (38., 44.). Freiburg blieb im Angriff weiter blass, außer ein Kopfball von Klaus kam nichts aufs Tor von Keeper Kruse. Die Paderborner hatten sich nichts vorzuwerfen. Was fehlte, war ein Tor.

Im Pech: Marvin Bakalorz (Mitte) scheitert mit seiner Hereingabe an Torwart Roman Bürki (li.).
Im Pech: Marvin Bakalorz (Mitte) scheitert mit seiner Hereingabe an Torwart Roman Bürki (li.).
© Picture AllianceZoomansicht

Nervenaufreibende Abwehrschlacht

SCP-Trainer Breitenreiter blies zu Beginn des zweiten Durchgang zum Angriff, brachte für seinen Sechser Ziegler mit Kachunga einen zweiten Stürmer. Auf dem Feld erarbeiteten sich die Paderborner so schnell wieder eine optische Überlegenheit. Auch in der Statistik führten die Hausherren deutlich: Zwischenzeitlich 15:3 Torschüsse sprachen eine deutliche Sprache.

Bürki war aber weiterhin stets auf dem Posten: Der Torwart parierte stark gegen Wemmer und wenig später in letzter Sekunde gegen Saglik (52., 61.). Auch Kachunga kam am Gäste-Keeper nicht vorbei (73.).

Freiburg konzentrierte sich in der Schlussphase nur noch darauf, den Vorsprung irgendwie über die Ziellinie zu bringen. Die Hausherren drängten hingegen unentwegt auf den Ausgleich. Doch die Breisgauer verteidigten bis zur letzten Minute ihre knappe Führung und fast bis zur letzten Minute mit Erfolg. Kurz vor dem Schlusspfiff sprintete Bürki nach einem langen Ball aus seinem Kasten. Kutschke verwirrte den Keeper so sehr, dass der am Leder vorbeiflog. Kachunga schnappte sich das Spielgerät und versenkte es mit rechts im leeren Tor - 1:1 (89.).

Paderborn gastiert am nächsten Sonntag (17.30 Uhr) beim VfL Wolfsburg. Die Freiburger empfangen einen Tag vorher (15.30 Uhr) den Hamburger SV.

Bundesliga, 2014/15, 14. Spieltag
SC Paderborn 07 - SC Freiburg 1:1
SC Paderborn 07 - SC Freiburg 1:1
Blickt entspannt drein

Paderborns Trainer André Breitenreiter vor der Partie gegen den SC Freiburg.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Paderborn 07
Aufstellung:
L. Kruse (3) - 
Wemmer (3,5)    
Strohdiek (4) , 
Hünemeier (4)    
Brückner (3) - 
Ziegler (3,5)    
Rupp (3) - 
Koc (3,5) , 
Bakalorz (4)    
Meha (3) - 
Saglik (4)    

Einwechslungen:
46. Kachunga (2,5)         für Ziegler
69. Vrancic für Bakalorz
79. Kutschke für Wemmer

Trainer:
Breitenreiter
SC Freiburg
Aufstellung:
Bürki (4) - 
Sorg (4)    
Krmas (2,5)    
Torrejon (3) , 
C. Günter (3,5) - 
Höfler (4)    
Klaus (4) , 
Darida (3,5)        
Schmid (4,5) - 
Mehmedi (4,5)        
Freis (5)    

Einwechslungen:
76. Guedé     für Freis
79. Frantz für Mehmedi
85. Kempf für Krmas

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Darida (18., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Klaus)
1:1
Kachunga (89., Rechtsschuss)
Gelbe Karten
Paderborn:
Kachunga
(2. Gelbe Karte)
,
Saglik
(2.)
Freiburg:
Höfler
(2. Gelbe Karte)
,
Darida
(3.)
,
Mehmedi
(2.)
,
Guedé
(1.)

Spieldaten

SC Paderborn 07       SC Freiburg
Tore 1 : 1 Tore
 
Torschüsse 24 : 4 Torschüsse
 
gespielte Pässe 550 : 299 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 442 : 182 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 108 : 117 Fehlpässe
 
Passquote 80% : 61% Passquote
 
Ballbesitz 65% : 35% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 65% : 35% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 26 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 24 : 13 Gefoult worden
 
Abseits 0 : 1 Abseits
 
Ecken 6 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
06.12.2014 15:30 Uhr
Stadion:
Benteler-Arena, Paderborn
Zuschauer:
14738
Spielnote:  3,5
lange Zeit ein typisches Kampfspiel ohne spielerische Glanzpunkte. Die Partie lebte von der Spannung.
Chancenverhältnis:
5:2
Eckenverhältnis:
6:1
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 3,5
eine insgesamt gute Leistung wurde durch das Übersehen der Tätlichkeit von Strohdiek an Mehmedi (68.) geschmälert.
Spieler des Spiels:
Elias Kachunga
Mit der Einwechslung von Elias Kachunga erhielt Paderborns Offensivspiel mehr Tempo, beim 1:1 spekulierte er clever und schob überlegt ein.

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