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1. FC Nürnberg

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SC Freiburg

 

0:3 (0:0)

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1. FC Nürnberg
SC Freiburg
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.












Sorg sieht die Gelb-Rote Karte

Klaus stellt den Spielverlauf auf den Kopf

Nach dem 0:3 gegen den SC Freiburg bleibt der 1. FC Nürnberg die einzige Mannschaft der Saison 2013/14 ohne Sieg und steckt tief im Tabellenkeller auf Platz 17 fest. Dabei zeigten die Franken gegen in der Defensive teilweise überfordert wirkende Breisgauer über weite Strecken eine gute Leistung, scheiterten jedoch zweimal am Aluminium und vergaben zudem eine Vielzahl an weiteren hochkarätigen Chancen. Der SCF bestrafte dies letztlich eiskalt.

Oliver Baumann (li.), Emmanuel Pogatetz
Zu früh gejubelt: Emmanuel Pogatetz dreht nach dem vermeintlichen 1:0 jubelnd ab.
© Getty ImagesZoomansicht

Bei seinem Heimspiel-Debüt als Club-Coach verzichtete Gertjan Verbeek nach dem 1:1 in Stuttgart auf personelle Umstellungen.

Freiburgs Trainer Christian Streich stellte seine Mannschaft dagegen nach dem 0:3 gegen Hamburg auf gleich vier Positionen um. Ginter, der aus dem defensiven Mittelfeld zurück rückte, und Höhn bildeten die Innenverteidigung. Diagne und Krmas rutschten aus der Anfangsformation. Schuster begann wieder neben Fernandes auf der Doppelsechs. In der Offensive ersetzten zudem Klaus und Freis Darida und Coquelin.

Beide Teams versuchten von Beginn an, das Mittelfeld schnell zu überbrücken. Allerdings merkte man den Akteuren angesichts der prekären Tabellensituation beider Mannschaften eine gewisse Grundnervosität an. Bemerkbar machte sich diese auf dem Feld mit vielen leichten Abspielfehlern.

Erst nach knapp 20 Minuten wurde das Spiel lebhafter, vor allen Dingen von Seiten der Franken. Die erste gute Gelegenheiten erhielt Hasebe allerdings auch deswegen, weil Mehmedi im Mittelkreis liegengeblieben war und Referee Manuel Gräfe weiterspielen ließ. Der Japaner trat resolut an, scheiterte aber vom Strafraumrand an Baumann, der den Ball noch an den Außenpfosten lenkte (19.). Der Club bekam nun Oberwasser. Kurz darauf parierte Baumann gegen einen platziert geschossenen direkten Freistoß von Kiyotake (22.).

Und die Nürnberger, die die Breisgauer nun sehr früh unter Druck setzten, machten munter weiter. Scheiterte Pogatetz in der 26. Minute per Kopf noch an Baumann, machte es der Österreicher zwei Minuten später vermeintlich besser. Plattenhardts Flanke köpfte der Innenverteidiger aus kurzer Distanz in die Maschen. Doch Gräfe hatte bereits in die Aktion hinein abgepfiffen, weil Pogatetz im Zweikampf mit Höhn die Arme zu Hilfe genommen hatte (28.). Von den Freiburgern, die mit dem frühen Stören der Nürnberger arge Probleme hatten, kamen bis zur Pause danach kaum einmal mehr konstruktiv über die Mittellinie.

Plattenhardt zeigt Nerven, Klaus eiskalt

Gleich in den Anfangsminuten der zweiten Hälfte boten sich den Franken, bei denen nach der Pause Frantz für Stark kam, zwei weitere gute Gelegenheiten zum 1:0: Doch Plattenhardt verlor halblinks im Strafraum frei vor Baumann die Courage und scheiterte aus kurzer Distanz (47.). Wenig später kam auch Nilsson nach einer Flanke von Plattenhardt nicht am Keeper vorbei, weil er am Fünfmeterraum den Ball nur mit dem Schienbein traf (48.).

Freiburg jubelt
Spielverlauf auf den Kopf gestellt: Der SCF jubelt in Nürnberg.
© Getty Images

Die schwache Chancenverwertung der überlegenen Franken sollte sich rächen. In der 57. Minute ging Freiburg mit der ersten guten Gelegenheit des Spiels in Führung. Pogatetz fälschte einen Flanke nach rechts genau zu Freis ab, der sofort den in der Mitte freistehenden Ex-Fürther Klaus bediente, der aus kürzester Distanz ins leere Tor einschob. Danach brauchten die Nürnberger einige Minuten, um sich zu berappeln.

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Nachdem Ginczek unmittelbar nach seiner Hereinnahme am einmal mehr gut reagierenden Baumann scheiterte (68.), sah Sorg, der sich bereits Gelb-verwarnt zu offensichtlich über eine Entscheidung von Gräfe ärgerte, die Ampelkarte. Das Signal für die Schlussoffensive der Franken, die allerdings - trotz mehrerer weiterer hochkarätiger Gelegenheiten - kräftig nach hinten losging. Denn Darida mit einem Sonntagsschuss und seinem ersten Bundesligatreffer (79.) sowie Mehmedi, der eine leichtsinnige Rückgabe von Nilsson eiskalt bestrafte (88.), stellten den Spielverlauf zugunsten der Gäste endgültig auf den Kopf.

Durch den Erfolg schob sich die Streich-Elf an Nürnberg vorbei auf den Relegationsplatz, während der Club auch noch elf Spielen als einziges Bundesliga-Team weiter auf den ersten Sieg wartet.

Nürnberg gastiert am kommenden Samstag (18.30 Uhr) in Mönchengladbach, Freiburg ist bereits zuvor in der Europa League am Donnerstag bei Estoril Praia (21.05 Uhr) im Einsatz. In der Bundesliga erwarten die Breisgauer am Sonntag (17.30 Uhr) den VfB Stuttgart zum Derby.

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02.11.13
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (3)    
Chandler (4,5) , 
Nilsson (5,5) , 
Pogatetz (3,5) , 
Plattenhardt (4) - 
Stark (4)    
Hasebe (4) , 
Kiyotake (4) - 
Mak (4,5)    
Hlousek (4)    
Drmic (4,5)

Einwechslungen:
46. Frantz (3) für Stark
61. Feulner für Mak
68. Ginczek für Hlousek

Trainer:
Verbeek
SC Freiburg
Aufstellung:
Baumann (1) - 
Sorg (4,5)    
Ginter (3) , 
Höhn (4) , 
C. Günter (4) - 
Fernandes (4) , 
Schuster (3,5)        
Klaus (4)        
Mehmedi (3)        
Schmid (3) - 
Freis (4)    

Einwechslungen:
73. Coquelin für Klaus
75. Darida     für Freis
89. Höfler für Mehmedi

Trainer:
Streich

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Klaus (57., Rechtsschuss, Freis)
0:2
Darida (79., Linksschuss)
0:3
Mehmedi (88., Rechtsschuss)
Gelb-Rote Karten
Nürnberg:
-
Freiburg:
Sorg
(69.)

Gelbe Karten
Nürnberg:
-
Freiburg:
Schuster
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

1. FC Nürnberg       SC Freiburg
Tore 0 : 3 Tore
 
Torschüsse 21 : 14 Torschüsse
 
gespielte Pässe 482 : 336 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 401 : 248 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 81 : 88 Fehlpässe
 
Passquote 83% : 74% Passquote
 
Ballbesitz 60% : 40% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 52% : 48% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 10 : 15 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 15 : 10 Gefoult worden
 
Abseits 4 : 1 Abseits
 
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Spielinfo

Anstoß:
02.11.2013 15:30 Uhr
Zuschauer:
37069
Spielnote:  3,5
zäher Beginn, die zweite Halbzeit entschädigte mit Chancen, Spannung und Toren.
Chancenverhältnis:
9:5
Eckenverhältnis:
9:5
Schiedsrichter:
Manuel Gräfe (Berlin)   Note 3
dass er das Club-Tor wegen Aufstützen von Pogatetz (27.) nicht anerkannte, war nachvollziehbar. Gelb-Rot gegen Sorg fiel zu hart aus. Ansonsten ohne Probleme in einer einfach zu leitenden Partie.
Spieler des Spiels:
Oliver Baumann
Felsenfester Rückhalt, der den Club verzweifeln ließ.
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