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SC Freiburg

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Bayern München

 
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0:0 (0:0)

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1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.








Debüt von Guedé - FCB baut eigene Serie teilweise aus

Caligiuri verpasst die ganz große Überraschung

Der SC Freiburg bleibt der Punktelieferant des FC Bayern München, allerdings reichte es diesmal nicht für drei Zähler. Über weite Strecken boten die Breisgauer gegen den großen Favoriten eine tolle Leistung und trotzten dem Rekordmeister am Ende ein 0:0 ab. Zwar blieb der SC auch im 19. Duell gegen die Münchner nacheinander sieglos, verhinderte allerdings die 13. Pleite in Serie. Der FCB wird mit dem mageren Punkt gegen das Schlusslicht alles andere als zufrieden sein, war doch die Konkurrenz aus Dortmund und Mönchengladbach zuvor siegreich.

yerns Ribery gegen den am Boden liegenden Sorg
Schwerer Stand: Bayerns Ribery gegen den am Boden liegenden Sorg.
© Getty ImagesZoomansicht

Freiburgs Trainer Christian Streich brachte nach der 2:3-Niederlage beim VfL Wolfsburg einen Neuen: Rosenthal verdrängte Lumb auf die Bank. Schmid rückt auf die linke Seite der Viererkette, während Rosenthal auf dem rechten Flügel wirbeln sollte.

FCB-Coach Jupp Heynckes verzichtete indes auf Wechsel und vertraute derselben Anfangself wie beim 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Freiburg spielte gegen den "großen" FC Bayern vor ausverkauftem Haus frech auf. Die Breisgauer zeigten sich enorm laufbereit, stellten die Räume im Mittelfeld gut zu und setzten über konsequentes Flügelspiel immer wieder eigene Akzente in der Offensive. Über Rosenthal (12.) und Jendrisek (15.) strahlten sie zudem auch als erstes Gefahr aus.

Von den Bayern kam lange Zeit nicht allzu viel. Der Rekordmeister hatte zwar mehr Spielanteile, konnte diese aber nicht in echte Torchancen ummünzen. Den Münchnern schmeckte die giftige Spielweise der Hausherren nicht, vor allem die hochgelobte Offensivabteilung - die Heynckes-Elf hat immerhin die meisten Tore der Liga erzielt - kam nicht auf Touren. Der FCB lief ein ums andere Mal ins Abseits und erlaubte sich darüber hinaus zu viele Fehlpässe. Folglich sprangen lange Zeit überhaupt keine Einschussgelegenheiten für die Gäste heraus.

Ganz anders die Breisgauer, die immer mutiger wurden und zusehends das Heft in die eigene Hand nahmen. Für großes Raunen sorgte Flum mit einem tollen Solo, als er gleich vier Gegenspieler ausdribbelte, dann aber in letzter Sekunde von Boateng gestoppt wurde (25.). Bei der anschließenden Ecke köpfte Santini knapp neben den rechten Pfosten (26.), ehe Makiadis Pfund aus 16 Metern geblockt wurde.

Danach ließ der Druck des SCF ein wenig nach, sodass sich die Bayern wieder sammeln konnten. Diese kleine Ruhephase tat dem FCB gut, denn gegen Ende der ersten Hälfte drehte er plötzlich auf. Rafinha schoss noch weit vorbei (36.), dann entwischte Ribery auf der linken Seite und schlug den Ball in die Mitte zu Müller. Baumann parierte aber die sehenswerte Direktabnahme des WM-Torschützenkönigs stark und sicherte so den 0:0-Pausenstand (43.).

Robben kommt zum Wiederanpfiff - Bundesligadebüt von Guedé

Bayerns Olic und Robben (re.).
Prominente Bank: Bayerns Olic und Robben (re.).
© Getty Images

Heynckes reagierte zum Seitenwechsel und brachte mit Robben, der für Rafinha kam, eine weitere Offensivkraft. Das hatte einige Umstellungen zur Folge: Lahm ging auf die rechte Seite der Viererkette, Alaba nach links, Kroos rückte ins defensive Mittelfeld, während Müller hinter Gomez wirbeln sollte. Neben diesen Umstellungen gab es noch eine weitere Veränderung bei den Gäste: Das Tempo wurde verschärft. Das führte dann auch rasch zu ersten guten Chancen durch Müller (47.) und Robben (48.). Etwas später musste Schiedsrichter Peter Gagelmann eine knifflige Entscheidung fällen: Im Strafraum war es zum Kontakt zwischen Schmid und Robben gekommen, woraufhin der Niederländer direkt zu Boden ging und Elfmeter forderte, ihn aber nicht zugesprochen bekam (52.).

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Obwohl die Münchner nun mit mehr Elan zu Werke gingen, verzagten die Freiburger nicht. Vielmehr spielten sie weiter munter mit und sorgten nach Standards über Sorg (63.) und Rosenthal (64.) für Aufregung. Kurz darauf verhalf Freiburgs Trainer Christian Streich Winterneuzugang Guedé zu seinem Bundesligadebüt. Mit dem in Hamburg geborenen Togolesen, der für die Slowakei spielt, avancierte die Partie zusehends zu einer Abwehrschlacht für die Breisgauer. Der Sportclub hielt sich jedoch wacker und ließ nicht allzu viel anbrennen. Die Bayern ganz ausschalten ist allerdings kaum möglich, was Robben nach 71 Minuten unter Beweis stellte. Der Niederländer wurde im Strafraum allerdings noch geblockt.

Kurz darauf betrat Olic, der für Gomez kam, das Spielfeld. Doch auch mit dem Kroaten waren die Gäste nicht zwingender. Die Bayern drängelten und drückten, kamen aber gegen aufopferungsvoll kämpfende Gastgeber nicht zu Abschlüssen. Kurz vor Schluss hatte Caligiuri sogar noch die ganz große Sensation auf dem Fuß, als er mit einem satten Schuss aufs kurze Eck an Neuer scheiterte (84.). Am Ende sollte es dann doch beim Remis bleiben, was sich für die Freiburger aber vielmehr als Sieg anfühlen dürfte - ganz im Gegensatz zu den Bayern, für die das 0:0 ein herber Rückschlag im Meisterschaftsrennen war.

Für den deutschen Rekordmeister steht am kommenden Mittwoch das wichtige Hinspiel im Achtelfinale der Champions League beim FC Basel an. Am darauffolgenden Sonntag wird es zuhause in der Bundesliga nicht weniger wichtig - Schalke kommt nach München. Tags zuvor sind die Freiburger im Derby beim VfB Stuttgart gefordert.

18.02.12
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

SC Freiburg
Aufstellung:
Baumann (2) - 
Sorg (2) , 
Diagne (3,5)        
Höhn (3) , 
Schmid (2) - 
Flum (2) , 
Makiadi (3)    
Rosenthal (2,5)    
Jendrisek (3,5)    
Santini (4)    

Einwechslungen:
65. Guedé für Diagne
76. Reisinger für Santini
81. Dembelé für Jendrisek


Trainer:
Streich
Bayern München
Aufstellung:
Neuer (3) - 
Rafinha (5)    
J. Boateng (3) , 
Badstuber (4) , 
Lahm (3)    
Alaba (5) - 
T. Müller (5) , 
T. Kroos (5) , 
Ribery (4)    
Gomez (5)    

Einwechslungen:
46. Robben (4) für Rafinha
73. Olic für Gomez

Trainer:
Heynckes

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Freiburg:
Diagne
(1. Gelbe Karte)
,
Rosenthal
(2.)
Bayern:
Ribery
(3. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
18.02.2012 18:30 Uhr
Stadion:
Mage-Solar-Stadion, Freiburg
Zuschauer:
24000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
ein 0:0 der besseren Sorte, das auch vom David-gegen-Goliath-Effekt lebte.
Chancenverhältnis:
3:3
Eckenverhältnis:
6:10
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 3
fast fehlerlos, zur Abstufung führt der ausgebliebene Elfmeterpfiff als Schmid Robben auf den Fuß trat (52.), was die TV-Zeitlupe erwies.
Spieler des Spiels:
Oliver Sorg
Meldete im fünften Bundesligaspiel Weltstar Ribery weitgehend ab.
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