Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

Hamburger SV

 - 

1. FSV Mainz 05

 

2:4 (1:0)

Seite versenden

Hamburger SV
1. FSV Mainz 05
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.














Mainz wehrt HSV-Angriff ab und zieht am FCB vorbei

Schürrle dreht den Spieß komplett um

Mainz holte sich in einer packenden Partie in Hamburg im Kampf um die internationalen Startplätze einen verdienten Erfolg und distanzierte damit einen direkten Konkurrenten. Für die Anhänger beider Teams war es ein Wechselbad der Gefühle - ein Wembleytor sorgte dabei für ein Kuriosum.

Mann des Spiels: André Schürrle
Von der HSV-Abwehr nicht zu bremsen: Der Mainzer Matchwinner André Schürrle.
© gettyZoomansicht

Hamburgs Trainer Armin Veh tauschte im Vergleich zum 1:1 in Kaiserslautern einmal Personal aus und brachte Pitroipa an Stelle von Trochowski.

FSV-Coach Thomas Tuchel konnte nach dem 2:1-Sieg in Hoffenheim nach langer Verletzungspause wieder auf Svensson zurückgreifen, der für Kirchhoff (Mittelfeld) ins Abwehrzentrum rückte. Fuchs musste auf die Bank, Allagui fiel wegen einer Oberschenkelzerrung aus und wurde durch Risse ersetzt.

Mainz fand besser ins Spiel als die Hausherren, deren Fehlerquote zunächst hoch war. Die 05er verdichteten das Mittelfeld, schalteten nach Ballgewinn gewohnt schnell um und hatten durch Schürrle bald eine erste vielversprechende Gelegenheit (5.).

- Anzeige -

Hamburg fehlte es sowohl an Genauigkeit als auch an Tempo, um die Defensive der Gäste ernsthaft zu gefährden. Oft verstrickten sich die Hanseaten in Einzelaktionen (Guerrero) und so im dichten Abwehrnetz der Rheinhessen, die nichts anbrennen ließen und insgesamt die bessere Spielanlage präsentierten.

Bis zur 17. Minute, als die Mainzer einen irregulären Gegentreffer kassierten: Petric flankte von rechts, Noveski verlängerte per Kopf unabsichtlich an den zweiten Pfosten. Dort drosch Jansen das Leder volley per Aufsetzer an die Unterkante der Latte. Von dort sprang die Kugel klar vor die Linie - aber Referee Babak Rafati entschied, dass das "Tor" zählte. Die Rufe nach dem Chip im Ball bzw. nach einer Torkamera werden nun sicher wieder lauter werden.

Die Tuchel-Elf brauchte ein paar Minuten, um sich von dem Schock des Rückstandes zu erholen, ergriff dann wieder die Initiative und drängte den nur reagierenden HSV mehr und mehr in die Defensive.

Und kam zu guten Gelegenheiten: Erst näherte sich Mainz nach einem Standard dem Ausgleich an, als Bungerts Kabinettstück mit der Hacke nach Ivanschitz-Ecke Rost auf den Plan rief (26.). Noch mehr Qualität hatte Ivanschitzs Chance nach toller Ballstafette - der Österreicher scheiterte von halblinks aus elf Metern am herausstürzenden Rost (30.).

Die Rheinhessen blieben bis zum Kabinengang am Drücker, konnten sich gegen defensiv gut organisierte Hanseaten aber nicht mehr entscheidend in Szene setzen. Die Veh-Elf hatte Glück, dass Mathijsen nach rüdem Einsteigen gegen Risse nur die Gelbe Karte sah (34.).

Drei Personalwechsel gab es nach Wiederanpfiff: Bei den Gästen ersetzte Holtby Ivanschitz, bei Hamburg durften Trochowski und Ben-Hatira für Pitroipa und Jansen ran. Vehs Kabinenansprache hatte den Nordklub wachgerüttelt, der seine beste Phase erlebte. Zunächst rettete Fathi am Fünfmeterraum vor Petric, nachdem Ben-Hatira aus elf Metern abgezogen hatte (48.). Zwei Minuten später Glück für die 05er, dass die Pfeife von Rafati nach Svenssons Foul an Guerrero im Strafraum an der Grundlinie still blieb.

Die Hamburger zeigten nun viel mehr Zielstrebigkeit und mehr Präsenz in den Zweikämpften. In die starke Periode der Hausherren fiel überraschend das freilich verdiente 1:1: Fathi flankte von der linken Seite, Schürrle flog in der Mitte in den Ball, den Aogo hoch unter die Latte ins eigene Tor lenkte (56.).

Fast postwendend gelang dem Liga-Dino die erneute Führung: Nach einer Flanke von rechts setzte sich Guerrero nach Petrics Kopfballvorlage robust gegen Noveski durch und legte wieder zurück auf den Kroaten, der trocken aus zehn Metern flach einschoss (59.).

Längst hatten die Kontrahenten ihr Visier voll aufgeklappt und sich von allen taktischen Zwängen gelöst. Es klingelte wieder nur zwei Minuten später auf der Gegenseite: Risse schoss rechts am Strafraum, Kacar lenkte den Ball unhaltbar für Rost ins lange Eck ab.

Soto prüfte Rost mit einem Knaller aus der Distanz (63.), ehe sich das Geschehen nach ganz viel Vollgas-Fußball in der Folge etwas beruhigte.

Fathis Chance auf der einen (73.), Petrics auf der anderen (78.) leitete die Schlussphase ein. Mainzer Konterfußball sorgte dabei für die Entscheidung zu Gunsten der Rheinhessen: Nach einem Ballgewinn am eigenen Sechzehner schaltete Polanski mit einem Pass auf Schürrle blitzschnell um. Der Blondschopf sprintete halblinks Richtung Tor und überwand Rost mit einem Heber aus 15 Metern (82.).

Und kurz vor dem Ende war Schürrle Wegbereiter für das 4:2 durch den eingewechselten Heller: Holtby schickte den Blonschopf diesmal rechts auf die Reise. Im richtigen Moment passte der Torschütze in den Strafraum zu Heller, der aus kurzer Distanz nur noch den Fuß hinzuhalten brauchte (88.).

Der Hamburger SV ist am Samstag, den 12. März, wieder gefordert, wenn die Hanseaten zum Nord-Süd-Klassiker zu Rekordmeister Bayern München reisen. Die Mainzer erwarten tags darauf Bayer Leverkusen.


Die Deutsche Fußball Liga (DFL) entschied am Montag offiziell, dass die Treffer zum 1:1 und zum 2:2 den angreifenden Schützen zuerkannt und nicht als Eigentore gewertet werden. Den Treffer zum 1:1 erzielte folglich der Mainzer Schürrle, das Tor zum 2:2 geht aufs Konto des Mainzers Risse.

07.03.11
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (2,5) - 
Demel (4,5)   
Kacar (6) , 
Mathijsen (6)   
Aogo (4) - 
Westermann (5,5)    
Zé Roberto (4) - 
Pitroipa (5)      
Jansen (3)       
Guerrero (3,5) , 
Petric (3)    

Einwechslungen:
46. Trochowski (5) für Pitroipa
46. Ben-Hatira (4,5) für Jansen
83. van Nistelrooy für Demel

Trainer:
Veh
1. FSV Mainz 05
Aufstellung:
H. Müller (3) - 
Bungert (3) , 
Svensson (4)   
Noveski (5)    
Fathi (3) - 
Polanski (3)   
Kirchhoff (3,5) , 
Soto (2,5)   
Ivanschitz (3)   
Risse (2,5)       
Schürrle (1)        

Einwechslungen:
46. Holtby (4) für Ivanschitz
83. F. Heller     für Risse
86. Fuchs für Soto

Trainer:
Tuchel

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Jansen (17., Linksschuss, Petric)
1:1
Schürrle (56., Kopfball, Fathi)
2:1
Petric (59., Rechtsschuss, Guerrero)
2:2
Risse (61., Rechtsschuss, Polanski)
2:3
Schürrle (82., Rechtsschuss, Polanski)
2:4
F. Heller (88., Rechtsschuss, Schürrle)
Gelbe Karten
HSV:
Mathijsen
(4. Gelbe Karte)
,
Pitroipa
(1.)
Mainz:
Svensson
(4. Gelbe Karte)
,
Polanski
(6.)

Spielinfo

Anstoß:
06.03.2011 17:30 Uhr
Stadion:
Imtech-Arena
Zuschauer:
49462
Spielnote:  2,5
eine unterhaltsame und von Mainzer Seite aus auch anspruchsvolle Partie.
Chancenverhältnis:
3:9
Eckenverhältnis:
3:4
Schiedsrichter:
Babak Rafati (Hannover)   Note 6
erlebte einen schwarzen Abend: Bei Jansens 1:0 war der Ball klar nicht über der Linie; Mathijsens Foul an Kirchhoff war rotwürdig (34.), verweigerte Hamburg einen Elfer (Svensson an Guerrero, 50.).
Spieler des Spiels:
André Schürrle
Überragende Abschlussstärke bei beiden Toren, bereitete auch noch den vierten Treffer vor.
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -