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Werder Bremen

 - 

Bayer 04 Leverkusen

 

2:2 (0:1)

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Werder Bremen
Bayer 04 Leverkusen
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.











Borowski verletzt - Bayer bleibt ungeschlagen

Prödl setzt dem Wahnsinn ein Ende

Werder Bremen hat den erhofften Befreiungsschlag verpasst, erreichte zu Hause gegen Bayer Leverkusen in einem am Ende turbulenten Spiel zumindest einen Punkt und dürfte sich schlussendlich sogar als Gewinner fühlen. Die "Werkself" hatte zehn Minuten vor Schluss, wie der sichere Sieger ausgesehen, brachte sich aber mit einem Eigentor und einem Platzverweis letztlich selbst um die Früchte der eigenen Arbeit. Werder wartet seit nunmehr sechs Spieltagen auf einen Dreier, Bayer blieb dagegen im fünften Spiel in Serie ungeschlagen.

Leverkusens Renato Augusto im Duell mit Bargfrede (re.)
Eng am Mann: Leverkusens Renato Augusto im Duell mit Bargfrede (re.).
© picture allianceZoomansicht

Werders Coach Thomas Schaaf sah sich nach der 0:4-Klatsche in Hamburg dazu veranlasst, einigen Etablierten eine Denkpause zu geben: Arnautovic, Marin und Hunt fanden sich auf der Bank wieder. Der wiedergenesene Pizarro sowie Startelfdebütant Trinks und Wagner durften von Beginn an ran. Wiese kehrte zudem nach Rot-Sperre zwischen die Pfosten zurück und ersetzte Mielitz. Außerdem rückte Borowski für den gelbgesperrten Frings ins defensive Mittelfeld.

Leverkusens Trainer Jupp Heynckes hatte beim 2:0-Erfolg gegen Metalist Charkiw einigen Stammkräften eine Pause gegönnt. Nun ließ der 65-Jährige wieder seine vermeintlich beste Elf auflaufen und brachte sechs Neue: Reinartz, Hyypiä, Kadlec, Vidal, Sam und Derdiyok spielten für Vida, Friedrich, Ballack, Bender, Jörgensen und Kießling.

Die Bremer hatten den Abstiegskampf angenommen, das musste man den Hanseaten lassen. Kämpferisch stimmte es bei den Gastgebern von Beginn an gegen Leverkusen, spielerisch jedoch nicht. Bis auf eine Einzelaktion von Trinks, der sich dynamisch gegen Vidal durchgesetzt hatte und dann aus sechs Metern deutlich verzog (11.), passierte im Bayer-Strafraum zunächst wenig.

Die "Werkself" hatte zweifellos das Kommando im Weserstadion, folglich auch mehr Ballbesitz. Die Rheinländer mussten sich aber vorhalten lassen, dass sie ein Stück weit zu kompliziert agierten. Entweder war es ein Haken oder ein Pass zu viel. Demnach waren zwingende Torabschlüsse der optisch überlegenen "Werkself" lange Zeit gar nicht zu sehen. Besser machten es da die Bremer, die zwar selten vors gegnerische Tor kamen, dafür umso gefährlicher waren. So hatte Borowski gleich zweimal die Führung auf dem Fuß, der 30-Jährige scheiterte aber jeweils am gut reagierenden Adler (19., 26.).

Nach einer halben Stunde musste dann Wiese die erste Schrecksekunde überstehen: Nachdem Castros Schuss aus elf Metern noch geblockt worden war, netzte Derdiyok ein. Der Schweizer stand aber zuvor knapp im Abseits, sodass der Treffer nicht zählte. Etwas später war der Einsatz für Borowski, der zuvor mit seinem Mitspieler Schmidt unglücklich zusammengeprallt war, zu Ende. Hunt kam (37.).

Gegen Ende der ersten Hälfte nahm die Partie Fahrt auf. Zuerst prüfte Fritz Adler mit einem satten Fernschuss (38.), dann scheiterte Derdiyok auf der Gegenseite am glänzend reagierenden Wiese aus 16 Metern (41.). Wie nah Freud und Leid beieinander liegen, musste Wiese nur eine Minute später erleben: Bei einer Ecke zögerte der Keeper, was Derdiyok umgehend bestrafte und per Kopf die 1:0-Pausenführung der Leverkusener markierte (42.).

Am Ende überschlagen sich die Ereignisse

Werders Schlussmann Wiese
Sah beim 0:1 unglücklich aus: Werders Schlussmann Wiese.
© picture alliance

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts. Bayer blieb spielbestimmend, während Werder kaum etwas einfiel. Pizarro hing meistens in der Luft, nur einmal stand er im Rampenlicht, als ihm Adler zuvor kam (52.). Ansonsten zeichnete sich ein trübes Bild aus Sicht der Hausherren, die Leverkusen, das den Ball lange in den eigenen Reihen zirkulieren ließ, hinterher liefen. Allerdings fehlte es der "Werkself" an Zielstrebigkeit, sodass die Bremer weiter hoffen durften.

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Schaaf zog alle Register, brachte mit Marin und Arnautovic zwei weitere Angreifer. Das Tor machten aber wiederum die Heynckes-Schützlinge. Und wieder war ein Eckball der Ausgangspunkt: Werder bekam das Leder nicht geklärt, Rolfes vollendete letztlich trocken aus sieben Metern (67.). Die Hanseaten ließen auch danach die Köpfe nicht hängen und suchten weiter verzweifelt den Weg nach vorne. Nach 74 Minuten hätte Wagner es schon spannend machen können, der 23-Jährige scheiterte aber per Kopf am glänzend reagierenden Adler.

Dass es dennoch knisternd wurde, hatten die Zuschauer dem eingewechselten Kießling zu verdanken. Bei einer Flanke von links wollte der 27-Jährige vor Mertesacker klären, bugsierte den Ball dann aber unglücklich ins eigene Netz (83.). Danach überschlugen sich die Ereignisse: Zuerst sah Vidal nach einem unnötigen Foul an Fritz die Ampelkarte (87.), dann vergab Kießling die ganz große Möglichkeit (90.), ehe Prödl in der Nachspielzeit per Kopf den von vielen nicht mehr für möglich gehaltenen Ausgleich markierte (90.+1).

Werder Bremen ist in der kommenden Woche erneut sonntags gefordert, dann geht's in den Breisgau zum SC Freiburg. Tags zuvor empfängt Bayer Leverkusen mit Wolfsburg den nächsten vom Abstieg bedrohten arrivierten Klub.

27.02.11
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (4) - 
Do. Schmidt (4)    
Mertesacker (3)    
Prödl (3,5)        
Silvestre (3) - 
Bargfrede (4,5)    
Fritz (3)    
Borowski (4,5)    
Trinks (3,5) - 
Pizarro (3) , 
Wagner (4,5)

Einwechslungen:
37. Hunt (4) für Borowski
60. Marin (4) für Bargfrede
68. Arnautovic für Do. Schmidt

Trainer:
Schaaf
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Adler (2) - 
Schwaab (3)    
Reinartz (3,5) , 
Hyypiä (3,5) , 
Kadlec (3,5) - 
Vidal (3)    
Rolfes (2,5)        
Sam (3,5)    
Castro (3)    
Derdiyok (2)        

Einwechslungen:
69. Ballack für Sam
81. Kießling für Derdiyok
88. M. Friedrich für Castro

Trainer:
Heynckes

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Derdiyok (42., Kopfball, Castro)
0:2
Rolfes (67., Linksschuss, Derdiyok)
1:2
Kießling (83., Eigentor, Rechtsschuss, Trinks)
2:2
Prödl (90. + 1, Kopfball, Hunt)
Gelb-Rote Karten
Bremen:
-
Leverkusen:
Vidal
(87.)

Gelbe Karten
Bremen:
Prödl
(7. Gelbe Karte)
,
Fritz
(5., gesperrt)
Leverkusen:
Schwaab
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
27.02.2011 17:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
37500
Spielnote:  2
rasantes Spiel mit hohem Spannungsfaktor und viel Tempo.
Chancenverhältnis:
9:7
Eckenverhältnis:
1:6
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 4,5
übertriebene Gestik in der Körpersprache und oftmals zu hart im Strafmaß beim Verteilen von Gelben Karten, übersah, dass Mertesacker beim 1:2 im Abseits stand.
Spieler des Spiels:
René Adler
Hielt sein Team lange auf der Siegerstraße. Weltklasse gegen Borowski, Wanger und Pizarro.
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