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1. FC Nürnberg

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1. FC Kaiserslautern

 
1. FC Nürnberg

1:3 (0:3)

1. FC Kaiserslautern
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1. FC Nürnberg
1. FC Kaiserslautern
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.













FCN verpasst im Finish ein spektakuläres Comeback

FCK nimmt die Club-Abwehr auseinander

Lautern siegte aufgrund der überragenden ersten Hälfte verdient in Nürnberg, auch wenn der Club am Ende in einem dramatischen Finale mit Platzverweis und Elfmeter beinahe noch einmal herangekommen wäre. Die Abwehrdefizite des FCN vor allem in Hälfte eins waren spielentscheidend.

Auf verlorenem Posten: Nürnbergs Vidosic (li.)musste als Verteidiger ran und hatte gegen Lauterns Rivic das Nachsehen.
Auf verlorenem Posten: Nürnbergs Vidosic (li.)musste als Verteidiger ran und hatte gegen Lauterns Rivic das Nachsehen.
© picture allianceZoomansicht

Nürnbergs Trainer Dieter Hecking stellte nach der 0:3-Niederlage bei den Münchner Bayern wie folgt um: Bieler, Maroh, Vidosic und Frantz ersetzten Pinola (gesperrt wegen seiner Spuck-Attacke gegen Schweinsteiger), Nilsson (Knieprobleme), Judt und Eigler. Judt musste kurzfristig wegen einer Oberschenkelverletzung passen.

Kaiserslauterns Coach Marco Kurz brachte im Vergleich zum 3:3-Remis auf heimischem Platz gegen den VfB Stuttgart Ilicevic für Schulz.

Nürnberg begann also gezwungenermaßen mit drei Umstellungen in der Abwehrkette, was die Pfälzer schon nach knapp vier Minuten eiskalt nutzten: Schäfer ließ einen 16-Meter-Schuss von Ilicevic abprallen, Rivic war zur Stelle und schoss freistehend aus 14 Metern halblinker Position mit links an den rechten Innenpfosten zum 1:0 ein.

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Der 1. FC Nürnberg war angeschlagen, das Gegentor zeigte Wirkung. Der Club hatte große Probleme im Spielaufbau und leistete sich etliche Abspielfehler und unnötige Ballverluste. Die FCN-Abwehr war zudem überhaupt nicht auf der Höhe: Rivic ließ Vidosic links ganz alt aussehen und flankte mit Übersicht in die Mitte, wo Ilicevic allein gelassen aus neun Metern unhaltbar für Schäfer einköpfte (12.).

Die Pfälzer wirken sowohl körperlich als auch geistig einen Tick frischer, schneller und wacher. Der 1. FCK war leichtfüßiger als die Franken, verschob klasse und provozierte immer wieder Fehler der Nürnberger. Kaiserslautern zog sich dann mehr und mehr zurück, investierte nicht mehr viel ins Offensivspiel, lauerte aber auf schnelle Gegenstöße.

Die Hecking-Elf bekam erst nach einer halben Stunde mehr Sicherheit in die eigenen Aktionen, war aber zumeist abhängig von Einzelaktionen der Dribbelkünstler Gündogan und Ekici. Mitten in die Mini-Drangphase der Franken - mit der bis dahin einzigen FCN-Chance nach Kopfball Frantz und Patzer Sippel - konterte Lautern eiskalt: Wolf ließ Ilicevic auf dem rechten Flügel unbedrängt flanken, in der Mitte war Lakic völlig frei und köpfte aus acht Metern locker ein (33.).

Vorne viel zu harmlos und ohne Durchschlagskraft, hinten ersatzgeschwächt und sehr löchrig, so lag der 1. FCN zur Pause verdient mit 0:3 gegen hervorragend eingestellte, clever agierende und eiskalt zuschlagende Lauterer zurück.

Wolf spielte nach dem Seitenwechsel rechter Verteidiger, Wollscheid, der noch vor der Pause für den überforderten Vidosic eingewechselt wurde, agierte im Zentrum neben Maroh. Besser wurde es zunächst nicht. Moravek lief auf halbrechts Wollscheid davon, ging allein auf Schäfer zu und scheiterte im Eins-gegen-Eins am FCN-Keeper (47.).

Ein Tiffert-Treffer fand kurz darauf zurecht keine Anerkennung, weil Ilicevic im Abseits stand und ins Geschehen eingriff (53.). Torwart Schäfer gab aber eine denkbar schlechte Figur ab, verpasste mit beiden Fäusten den Ball.

Lautern selbst diente ja nicht erst seit vergangener Woche als bestes Beispiel dafür, dass auch ein 0:3 noch umgebogen werden kann. Sah man jedoch die Bemühungen des FCN, so glaubte wohl auch der größte Fan der Franken nicht daran. Wie aus heiterem Himmel aber verkürzte Nürnberg: Der eben eingewechselte Mak zog von rechts gegen zwei Gegenspieler nach innen und aus 24 Metern mit links stramm ab. Der Ball schlug links unten im Lauterer Tor ein (67.).

Nürnberg erhöhte nun die Schlagzahl, agierte couragierter. Bieler brachte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld nach innen, Schieber verlängerte gefährlich aufs linke untere Eck, doch Sippel rettete glänzend (75.).

Ab der 79. Minute agierte der FCK in Unterzahl. Petsos hatte Wolf mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen und musste vorzeitig zum Duschen. Als Hegeler im Strafraum von Abel gefoult wurde, trat FCN-Kapitän Wolf zum fälligen Strafstoß an, nagelte den Ball aber an die Querlatte (83.).

Der Club warf alles nach vorne, schoss aus allen Lagen, aber Torhüter Sippel und häufig ein falsch eingestelltes Visier verhinderten das 2:3 respektive ein Remis.

Am 14. Spieltag geht es für den FCN am Freitagabend um 20.30 Uhr zum FSV Mainz 05.

Lautern empfängt am Samstag um 15.30 Uhr den FC Schalke 04.

20.11.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (4) - 
Vidosic (6)    
Maroh (5) , 
Wolf (5,5)    
Bieler (6)        
Simons (5) , 
Gündogan (4) - 
Hegeler (5) , 
Ekici (5,5)    
Frantz (3,5) - 

Einwechslungen:
40. Wollscheid (5,5) für Vidosic
63. Mak     für Ekici
81. Eigler für Bieler

Trainer:
Hecking
1. FC Kaiserslautern
Aufstellung:
Sippel (2,5) - 
Kirch (2,5) , 
Amedick (3)    
Abel (3,5)    
Bugera (3,5)    
Petsos (2,5)    
Ilicevic (1,5)        
Tiffert (3)    
Moravek (3,5) , 
Rivic (2)        
Lakic (2)        

Einwechslungen:
82. Bilek für Ilicevic
85. Nemec für Lakic
90. + 2 De Wit für Rivic

Trainer:
Kurz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Rivic (4., Linksschuss, Ilicevic)
0:2
Ilicevic (12., Kopfball, Rivic)
0:3
Lakic (33., Kopfball, Ilicevic)
1:3
Mak (67., Linksschuss)
Rote Karten
Nürnberg:
-
K'lautern:
Petsos
(79., rohes Spiel, Wolf)

Gelbe Karten
Nürnberg:
Bieler
(1. Gelbe Karte)
K'lautern:
Bugera
(1. Gelbe Karte)
,
Abel
(2.)
,
Tiffert
(3.)

Besondere Vorkommnisse
Wolf schießt Foulelfmeter an die Latte (83.)

Spielinfo

Anstoß:
20.11.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Easy-Credit-Stadion, Nürnberg
Zuschauer:
40711
Spielnote:  3
unterhaltsam, aber lange Zeit sehr einseitig, auch für die spielerischen Glanzpunkte sorgte nur Lautern.
Chancenverhältnis:
7:8
Eckenverhältnis:
8:4
Schiedsrichter:
Tobias Welz (Wiesbaden)   Note 3,5
wirkte in der fairen, leicht zu leitenden Partie nicht immer sicher, der Elfmeter war berechtigt, die Rote Karte sehr hart, aber vertretbar, auch wenn Petsos Wolf sicherlich nicht absichtlich traf.
Spieler des Spiels:
Ivo Ilicevic
Das erste und dritte Tor bereitete der kroatische Nationalspieler vor, dazwischen traf der Wirbelwind selbst. Ein ganz starker Auftritt.
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