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VfL Bochum

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1. FC Nürnberg

 

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VfL Bochum
1. FC Nürnberg
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.









Bunjaku fliegt vom Platz

Punkteteilung im Revier

In einem über weite Strecken höhepunktarmen Duell trennten sich Bochum und der 1. FC Nürnberg leistungsgerecht torlos. Die Franken zeigten etwas mehr Siegeswillen, kamen in den gesamten 90 Minuten aber kaum zu hundertprozentigen Möglichkeiten, während der VfL lange Zeit abwartend agierte und seine seltenen Großchancen nicht nutzen konnte.

Wolf gegen Dedic.
Viel Kampf, wenig Spiel: Andi Wolf und Zlatko Dedic fassen die Partie in einer Szene zusammen.
© picture allianceZoomansicht

Bochums Trainer Heiko Herrlich wechselte nach dem torlosen Remis in Mainz 05 zweimal. Der wiedergenesene Maric sowie Prokoph kamen für Freier und Epallé ins Team.

Auf Nürnberger Seite veränderte Coach Dieter Hecking seine Startelf im Vergleich zum 1:1 gegen die Bayern ebenfalls auf zwei Positionen. Choupo-Moting erhielt den Vorzug vor Charisteas, Maroh ersetzte in der Innenverteidigung Breno, der sich beim Aufwärmen verletzt hatte.

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Die massiv abstiegsbedrohten Gäste aus Nürnberg versteckten sich von Beginn an nicht und versuchten, die Initiative zu übernehmen. Nachdem Bunjaku zu einer ersten kleinen Kopfballchance gekommen war (5.), bot sich dennoch den bis dahin sehr zurückhaltenden Hausherren die erste gute Möglichkeit der Partie. Nach einem Maltritz-Pass aus der eigenen Hälfte verschätzte sich die Club-Defensive und ließ so Sestak an den Ball kommen. Der Slowake hatte aber Mühe, die schwer zu kontrollierende Kugel zu verarbeiten und schloss harmlos ab (7.).

Nürnberg wirkte ballsicherer als die Hausherren, scheute aber das Risiko, um nicht in Bochumer Konter zu laufen. So spielte sich das Geschehen vorwiegend zwischen den Strafräumen ab und geizte mit Höhepunkten. Erst nach 20 Minuten tat sich wieder etwas. Nürnberg legte zu und kam zu Möglichkeiten. Bunjaku zögerte im Strafraum erst zu lange (20.), ehe er zwei Minuten später nach einem Eckball zum Kopfball kam und die Gäste-Führung nur um Zentimeter verpasste (22.). Auf der anderen Seite zielte Dabrowski aus der zweiten Reihe deutlich links vorbei (23.).

In der Folge verflachte das Duell wieder. Beide Teams neutralisierten sich minutenlang im Mittelfeld, bevor es in der Schlussphase des ersten Abschnitts noch einmal interessant wurde. Erst setzte Choupo-Moting das Spielgerät ans Außennetz (39.), ehe Bochum unmittelbar vor dem Pausenpfiff in Führung hätte gehen müssen. Nach einem Eckstoß fand Dabrowski per Kopf gleich zweimal im hervorragend reagierenden Schäfer seinen Meister. Nürnberg bekam den Ball nicht weg, hatte aber Glück, dass Pinola Sestaks Nachschuss aus kurzer Distanz gerade noch von der Linie kratzen konnte (44.).

Der zweite Durchgang erinnerte stark an weite Teile der ersten Hälfte. Zwei sich gegenseitig ausschaltende Teams lieferten sich ein faires, aber gänzlich ohne Aufreger gesegnetes Duell im Bereich des Anstoßkreises. Die Franken zeigten etwas mehr Willen, kamen aber über Ansätze in der Vorwärtsbewegung nicht hinaus. Bochum fand offensiv zunächst gar nicht statt. Ein Bunjaku-Schuss aus 17 Metern segelte in die zweite Etage (54.), Choupo-Moting schloss nach einem Tunnel gegen Mavraj viel zu harmlos ab (60.).

Wenn Bochum dann doch einmal kam, wurde es wie schon vor dem Seitenwechsel prompt brandgefährlich. Maroh fälschte Sestaks Schuss aus der zweiten Reihe unglücklich gegen Schäfers Laufrichtung ab, hatte aber großes Glück, dass das Spielgerät haarscharf neben dem linken Pfosten am Kasten vorbeisegelte (61.).

Beide Trainer brachten nun frische Leute. Das Match wurde dadurch zwar nicht besser, dafür ging es langsam etwas intensiver zur Sache. Die keineswegs überharte, aber dennoch etwas rustikalere Gangart schmeckte dem Revierklub besser. Der VfL bekam langsam Oberwasser. Fuchs brachte eine Freistoßflanke von links nach innen, wo Sestak zum Kopfball hochstieg und Schäfer große Probleme bereitete. Der Club-Keeper konnte den Ball erst im Nachfassen knapp vor der Linie sichern (70.).

Viel mehr brachte aber auch der VfL nicht auf den Rasen. Dabrowskis Halbchance per Kopf trieb Schäfer keinen Angstschweiß auf die Stirn (79.). So hatte der Ex-Bochumer Gündogan per Freistoß die letzte gute Gelegenheit der Partie, als er einen 20-Meter-Freistoß Zentimeter an Heerwagens Kasten vorbeizirkelte (85.). Wenige Minuten nachdem der bereits verwarnte Bunjaku wegen Ballwegschlagens die Ampelkarte kassiert hatte (87.), bereitete Referee Peter Gagelmann dem Treiben ein Ende.

Der VfL Bochum gastiert nächsten Samstag beim Meister in Wolfsburg. Einen Tag länger Pause hat der 1. FC Nürnberg, der erst am Sonntag Titelaspirant Bayer Leverkusen empfängt.

27.02.10
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Heerwagen (3) - 
Concha (3,5)    
Maltritz (2,5)        
Mavraj (3) , 
Fuchs (3,5) - 
Dabrowski (3,5) , 
Mil. Maric (4,5) - 
Prokoph (5)    
Holtby (4,5) , 
Dedic (4,5) - 
Sestak (5)    

Einwechslungen:
66. Freier für Prokoph
77. Hashemian für Sestak

Trainer:
Herrlich
1. FC Nürnberg
Aufstellung:
R. Schäfer (2) - 
Diekmeier (3,5) , 
Wolf (4)    
Maroh (3) , 
Pinola (3,5) - 
Ottl (3,5) - 
Frantz (5)    
Gündogan (4)    
Tavares (4,5)    
Bunjaku (5)    

Einwechslungen:
72. Gygax für Frantz
86. Mintal für Gündogan

Trainer:
Hecking

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelb-Rote Karten
Bochum:
-
Nürnberg:
Bunjaku
(87.)

Gelbe Karten
Bochum:
Concha
(2. Gelbe Karte)
,
Maltritz
(3.)
Nürnberg:
Tavares
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
27.02.2010 15:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
24780
Spielnote:  5
viel Kampf, viel Leerlauf, wenig spielerische Höhepunkte. Das war Bundesliga-Magerkost.
Chancenverhältnis:
5:4
Eckenverhältnis:
6:5
Schiedsrichter:
Peter Gagelmann (Bremen)   Note 2
hatte alles im Griff, wurde aber auch selten ernsthaft gefordert. Gelb-Rot gegen Bunjaku war nicht zwingend, aber regelkonform.
Spieler des Spiels:
Raphael Schäfer
Aufmerksam und sicher. Besonders kurz vor der Pause hellwach, als er reaktionsschnell Dabrowskis Doppelchance vereitelte.
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