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Werder Bremen

Werder Bremen

2
:
1

Halbzeitstand
0:0
Hertha BSC

Hertha BSC


WERDER BREMEN
HERTHA BSC
15.
30.
45.

60.
75.
90.









Hertha kassiert erste Rückrundenpleite

Pizarro macht es spannend

Mit einem harten Stück Arbeit hat Werder Bremen nach fünf Niederlagen in Folge seine sieben Spiele andauernde Serie ohne Dreier beendet. Die Hausherren waren über weite Strecken das tonangebende Team, erarbeiteten sich gegen defensiv eingestellte Berliner einige hochkarätige Gelegenheiten, schienen aber an Jaroslav Drobny im Hertha-Tor zu verzweifeln. Als der Knoten geplatzt schien, schlug Berlin zurück, bevor Claudio Pizarro doch noch auf den Plan trat.

Özil gegen von Bergen und Drobny
Von Bergen kann Özil nicht stören, doch Drobny ist hellwach und vereitelt die frühe Bremer Chance.
© picture allianceZoomansicht

Bremens Trainer Thomas Schaaf wechselte nach dem 3:4 bei Borussia Mönchengladbach, der fünften Niederlage in Serie, zweimal. Pasanen und Niemeyer begannen anstelle von Abdennour und Borowski. Zudem änderte Schaaf das System auf ein 4-2-3-1 mit der "Doppelsechs" Niemeyer-Frings und Pizarro als einziger Spitze.

Auf Berliner Seite war Coach Friedhelm Funkel im Vergleich zum torlosen Heimremis gegen den VfL Bochum zu einer Änderung gezwungen. Ebert fiel mit einer Kniescheibenprellung aus und wurde durch Lustenberger ersetzt.

Die Hertha trat von Beginn an kompakt auf und legte ihr Hauptaugenmerk auf einen funktionierenden Defensivverbund, ohne jedoch auf vereinzelte - wenn auch harmlose - Offensivakzente zu verzichten. Raffaels erster Warnschuss war kaum der Rede wert (3.), während sich Werder früh die dicke Chance zum 1:0 bot. Hunt hob das Leder über die Berliner Abwehr zu Özil, der technisch anspruchsvoll abzog, jedoch am gut reagierenden Drobny scheiterte (7.).

Es entwickelte sich eine Partie, in der die Hausherren höchst engagiert nach vorne arbeiteten, sich an der dicht gestaffelten Berliner Hintermannschaft aber immer wieder die Zähne ausbissen. Bis zur 20. Minute rannte sich Bremen wiederholt in der vielbeinigen Gäste-Abwehr fest, ehe der Grün-Weiße Anhang den Torschrei gleich zweimal auf den Lippen hatte. Nach Marins Eckball von links stand Pizarro völlig frei, köpfte aber an den Pfosten. Sekunden später kam Hunt halbrechts ungestört zum Abschluss, fand aber im glänzend reagierenden Drobny seinen Meister.

Berlin ließ sich von Minute zu Minute weiter zurückfallen, um dann plötzlich eiskalt zuzuschlagen. Ramos steckte sehenswert für Gekas durch, der Wiese ausspielte und ins Tor traf. Pech für das Schlusslicht, das das Schiedsrichtergespann um Referee Günter Perl fälschlicherweise auf Abseits entschied (30.).

An der Grundausrichtung der Begegnung änderte die Szene allerdings nichts. Bremen machte weiter mehr und hätte durch Pizarro in Führung gehen müssen. Von Marin über die rechte Seite mustergültig bedient, brachte der Peruaner das Spielgerät aus knapp fünf Metern per Kopf jedoch nicht am reflexartig reagierenden Drobny vorbei (35.). Weil auch Özil nicht ins Tor traf (39.) und Wiese im Duell mit Cicero Glück hatte (45.), ging es torlos in die Kabinen.

Der zweite Abschnitt war keine fünf Minuten alt, als erneut das Duell Pizarro gegen Drobny auf dem Programm stand. Diesmal waren es zwei Meter, die den abermals frei zum Abschluss kommenden Stürmer von der Torlinie trennten, doch einmal mehr behielt Drobny mit einer großartigen Parade die Oberhand (49.).

Bremen arbeitete auch in der Folge kontinuierlich auf die Führung hin, wurde aber nur selten richtig gefährlich. Marins Rückpass nach sehenswertem Solo fand keinen Abnehmer (50.), Hunt schoss knapp rechts vorbei (59.) - so auch Raffael auf der anderen Seite bei einem der seltenen Berliner Gegenangriffe (55.).

Schaaf reagierte, brachte Hugo Almeida für Niemeyer (60.) und durfte wenig später jubeln. Nach einem Pressschlag zwischen Özil und Piszczek segelte die Kugel als Bogenlampe in die linke Strafraumhälfte, wo Marin das Leder volley nahm und im langen Eck versenkte - 1:0 (66.). Der Knoten schien für Bremen gelöst, doch die Funkel-Elf schlug postwendend zurück. Nachdem Pizarro in Folge einer Standardsituation eine Kerze im eigenen Strafraum fabriziert hatte, schaffte es der von Friedrich im Fünfer bedrängte Wiese nicht, das Leder herunterzupflücken. Gekas sagte "Danke" und glich aus sechs Metern aus (68.).

Bremen musste wieder bei Null anfangen, ließ sich aber nicht aus der Bahn werfen. Einen von Friedrich gefährlich abgefälschten Almeida-Schuss konnte Drobny noch parieren, ehe Pizarro doch noch sein Tor gelang. Einen von Frings von links hoch in den Strafraum getretenen Freistoß verlängerte Ramos unglücklich genau zu Pizarro, der den Ball diesmal aus sieben Metern am Tschechen vorbeibrachte - dran war der Schlussmann trotzdem wieder (81.).

Die "alte Dame" war am Schluss noch einmal alles nach vorne - selbst Drobny schaltete sich mit ein - doch weder Cicero (87.) noch Piszczek (90.) hatten mit akrobatischen Versuchen Erfolg.

Werder Bremen tritt in der kommenden Woche am Samstag bei Hannover 96 an, zeitgleich empfängt Hertha BSC den 1. FSV Mainz 05.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (4,5) - 
Fritz (2,5)    
Mertesacker (3) , 
Naldo (3) , 
Pasanen (3,5) - 
Niemeyer (4)    
Frings (3)    
Marin (2)        
Özil (5)    
Hunt (3) - 
Pizarro (2,5)    

Einwechslungen:
60. Hugo Almeida (4) für Niemeyer
84. Borowski für Marin
90. + 1 Rosenberg für Özil

Trainer:
Schaaf
Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (2) - 
Piszczek (4) , 
A. Friedrich (3)    
von Bergen (4) , 
Kobiashvili (3,5)    
Lustenberger (3,5) , 
Cicero (4,5) - 
Kringe (4)    
Raffael (4)    
Ramos (4) , 
Gekas (3)    

Einwechslungen:
85. Domovchiyski für Raffael

Trainer:
Funkel

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Marin (66., Rechtsschuss, Özil)
1:1
Gekas (68., Rechtsschuss)
2:1
Pizarro (81., Linksschuss)
Gelbe Karten
Bremen:
Fritz
(4. Gelbe Karte)
Hertha:
Kobiashvili
(2. Gelbe Karte)
,
Kringe
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
05.02.2010 20:30 Uhr
Stadion:
Weser-Stadion, Bremen
Zuschauer:
35600
Spielnote:  3
trotz Bremer Überlegenheit lange offen, spannend bis zum Abpfiff.
Chancenverhältnis:
9:4
Eckenverhältnis:
5:2
Schiedsrichter:
Günter Perl (Pullach)   Note 4,5
gravierend der falsche Abseitspfiff gegen Gekas, der sich im Moment des Zuspiels auf gleicher Höhe mit den Gegenspielern befand (30.); korrekt dagegen, das 1:1 anzuerkennen, da beim vorausgehenden Körperkontakt zwischen Friedrich und Wiese keine aktive Torwartbehinderung durch den Berliner vorlag.
Spieler des Spiels:
Marko Marin
Agilster Akteur der Bremer Offensive. Technisch stark sein Volleyschuss zum 1:0, wenn auch in der Entstehung glücklich.

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