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Hertha BSC

 - 

Bayer 04 Leverkusen

 

2:2 (1:0)

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Hertha BSC
Bayer 04 Leverkusen
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.











Zwangspause für Kacar (Ampelkarte) und Ebert (5. Gelbe)

Ramos rettet leidenschaftlicher Hertha einen Punkt

In einer intensiven Partie holte sich Hertha gegen Leverkusen verdient einen Zähler. Nach früher Führung hielten die Berliner der Spielstärke Bayers Leidenschaft, hohe Laufbereitschaft und große Zweikampfstärke entgegen und ließen so den technisch überlegenen Tabellenführer lange nicht zur Entfaltung kommen. Ein Wechselbad der Gefühle war die turbulente Schlussphase, in der die Gäste schon wie der Sieger aussahen, ehe Ramos die Moral der Hauptstädter belohnte.

Herthas Torvorbereiter Cicero (li.) vs. Leverkusens Barnetta
Auf Augenhöhe sind Herthas Torvorbereiter Cicero (li.) und Leverkusens Barnetta.
© picture-allianceZoomansicht

Hertha-Coach Friedhelm Funkel stellte nach dem 0:2 beim FC Schalke 04 auf drei Positionen um: Für Janker (Gelb-Rot-Sperre) sowie Nicu und Wichniarek durften Kaka, Kacar und Ramos von Beginn an ran.

Beim Gast aus Leverkusen brachte Trainer Jupp Heynckes im Vergleich zum 0:0 bei Hannover 96 Linksverteidiger Kadlec für Sinkiewicz. Castro rückte ins Mittelfeld, Reinartz in die Innenverteidigung.

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"Wir brauchen mal eine Führung", hatte sich Hertha-Coach Friedhelm Funkel vor der Partie im Interview gewünscht. Gesagt, getan - die erste Torchance der Partie brachte das frühe 1:0 der Hausherren: Cicero steckte vor dem Strafraum klasse durch auf Ramos, der frei vor Adler dem Keeper aus halbrechter Position keine Abwehrchance ließ (8.).

Bayer zeigte sich beeindruckt. Hertha war präsent, sehr zweikampfstark und ließ keine klaren Aktionen der technisch überlegenen Gäste zu. Deutlich zu spüren das gewachsene Selbstbewusstsein der Hauptstädter, die auch spielerisch so manch vielversprechenden Ansatz zeigten.

Der Tabellenführer mühte sich, mehr als eine Halbchance durch Derdiyoks Kopfball (13.) war aber zunächst nicht zu notieren. Mit hoher Laufintensität machten zehn Berliner die Räume eng und vor dem eigenen Strafraum dicht, das Kombinationsspiel von Bayer kam so gar nicht erst auf Touren.

In einer chancenarmen ersten Halbzeit blieben die Strafräume in der Folge fast verwaist. Der Ligaprimus fand kein Mittel gegen die den ballführenden Akteur doppelnden Gastgeber, die bei schnellen Gegenstößen mit Cicero und Raffael als unermüdliche Ballschlepper die Abwehr der Gäste immer wieder beschäftigten.

Vor der Pause blieben ein Strafraumduell zwischen Kießling und Kaka, bei dem der Stürmer zu Boden ging - Referee Rafatis blieb stumm (34.), sowie Raffaels Dribbling mit abschließendem Schuss am Tor vorbei (44.) die erwähnenswerten Szenen.

Leverkusen begann Abschnitt Nummer zwei mit Kaplan (Ligadebüt) für den angeschlagenen Schwaab. Die Gäste hatten bald nach Wiederanpfiff ihre bis dorthin beste Möglichkeit: Kießlings Direktschuss senkte sich aufs lange Eck, Drobny lenkte das Leder über die Latte (48.). Noch dichter am Torerfolg aber waren die Hausherren, die beim Überzahlspiel drei gegen zwei zwar einnetzten, doch Raffael stand dabei im Abseits (53.).

Leidenschaftlich stemmten sich die Hauptstädter den feldüberlegenen Rheinländern entgegen, die durch Kroos` direkten Freistoß ihre nächste gute Möglichkeit hatten - Drobny war auf dem Posten (57.).

Es wurde ruppiger: Drei Gelbe Karten binnen fünf Minuten, darunter die fünfte für Ebert, zeugten von der Intensität der Partie, in die Helmes für Derdiyok kam (67.).

Doch weiterhin schien die Heynckes-Elf den Schlüssel nicht zu finden, um den Abwehrriegel der Gastgeber zu knacken. Hohe Flanken auf Kießling waren das wenig erfolgversprechende, weil einfallslose Rezept des Tabellenführers, auch weil Drobny sich ganz sicher zeigte.

Freilich schwanden die Kräfte der Funkel-Schützlinge. Bayer blieb klar am Drücker und zeigte seine Gefährlichkeit bei Standardsituationen: Nach Barnettas Ecke wehrte Kacar per Kopf zu kurz ab. Kroos stoppte sich den Ball am Strafraum und netzte mit einem verdeckten Schuss aus 16 Metern ins rechte untere Eck ein (76.).

Wenig später erwies Kacar mit einer Unbeherrschtheit seinem Team einen Bärendienst und musste bereits gelbverwarnt mit der Ampelkarte vom Feld (77.).

Leverkusen wollte den Sieg, und der war zum Greifen nah, als in der Schlussminute Debütant Kaplan nach Kießlings Kopfballvorlage aus 15 Metern abzog. Piszczek fälschte ab, und der Ball senkte sich als Aufsetzer über Drobny hinweg hoch ins linke Eck. Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Gastgeber alles nach vorne - mit Erfolg: Ramos rettete dem Schlusslicht nach Raffaels Ecke per Kopf wenigstens einen Zähler und belohnte die Moral (90.+2).

Die Hertha spielt am Mittwoch zu Hause in der Europa League gegen Sporting Lissabon. Am Samstag darauf beschließen die Hauptstädter die Bundesliga-Hinrunde mit dem Gastspiel bei Bayern München. Leverkusen tritt ebenfalls am Samstag zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach an.

11.12.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (2,5) - 
Piszczek (4) , 
Kaka (4) , 
von Bergen (2,5) , 
Pejcinovic (3,5) - 
Kacar (4,5)    
Lustenberger (3) - 
Ebert (4)    
Cicero (3) - 
Raffael (3)        
Ramos (2)        

Trainer:
Funkel
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Adler (3) - 
Schwaab (4)    
Reinartz (4,5) , 
Hyypiä (4)    
Kadlec (4) - 
Vidal (5)    
Castro (3,5)    
Barnetta (4) , 
T. Kroos (2,5)    
Kießling (3,5) , 
Derdiyok (5)    

Einwechslungen:
46. Kaplan (3)     für Schwaab
67. Helmes für Derdiyok
87. Zdebel für Vidal

Trainer:
Heynckes

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ramos (8., Rechtsschuss, Cicero)
1:1
T. Kroos (76., Rechtsschuss)
1:2
Kaplan (90., Rechtsschuss, Kießling)
2:2
Ramos (90. + 2, Kopfball, Raffael)
Gelb-Rote Karten
Hertha:
Kacar
(77.)
Leverkusen:
-
Gelbe Karten
Hertha:
Ebert
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Raffael
(6.)
Leverkusen:
Castro
(2. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
11.12.2009 20:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
40474
Spielnote:  2,5
eine abwechslungsreiche Partie mit nur wenig Leerlauf und einer dramatischen Schlussphase.
Chancenverhältnis:
3:4
Eckenverhältnis:
2:10
Schiedsrichter:
Babak Rafati (Hannover)   Note 4
mit einigen kleinen Fehlern ohne große Auswirkung; pfiff vor Kacars gelbwürdigem Ballwegschlagen, was zur Ampelkarte führte, jedoch ein Foul, das keines war. Absolut korrekt die Abseitsentscheidung gegen Raffael, der einen Tick hinter Adler stand (53.).
Spieler des Spiels:
Adrian Ramos
Immer agil, immer torgefährlich, laufstark und präsent. Bewies seine Klasse auf dem Boden und in der Luft - erster BL-Doppelpack.
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