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Hertha BSC

 - 

Karlsruher SC

 

4:0 (1:0)

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Hertha BSC
Karlsruher SC
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.












KSC mit sechster Auswärtspleite in Serie

Drobny hält - die Joker treffen!

In einer lange Zeit einseitigen und höhepunktarmen Partie brachte die Hertha dank der Treffsicherkeit der eingewechselten Domovchiyski, Lustenberger und Raffael und eines gut haltenden Drobny einen hohen Heimsieg unter Dach und Fach. Die Berliner beendeten damit die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte mit einem Erfolgserlebnis, der KSC geht mit einer bitteren Pleite in die Winterpause.

Pantelic bedrängt Buck.
Arge Bedrängnis: Marko Pantelic will Karlsruhes Buck den Ball abluchsen.
© picture-allianceZoomansicht

Herthas Coach Lucien Favre veränderte sein Team nach der 0:1-Niederlage auf Schalke auf zwei Positionen. Für den maladen Simunic (Muskelverhärtung in der Wade) startete von Bergen, Raffael wich für Torjäger Pantelic. Karlsruhes Personalsorgen nahmen auch nach dem befreienden 1:0-Heimerfolg über Werder Bremen nicht ab. Trainer Edmund Becker musste nun auch auf Celozzi (Pferdekuss) und Adoube verzichten. Dafür rückten Görlitz und Porcello in die Anfangself.

Hertha begann schwungvoll und drückte den KSC sofort in die Defensive. Der schnelle Lohn für den engagierten Start ließ nicht lange auf sich warten: Nicu profitierte von einer zu kurz geratenen Kopfballablage von Buck und hämmerte per Dropkick das Spielgerät aus knapp 16 Metern in die linke untere Ecke (8.).

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Mit der Führung im Rücken zog sich die Favre-Elf dann zurück, überließ dem KSC viele Ballanteile und spekulierte auf den entscheidenden Konter. Die Gäste aus Baden bissen sich aber in der Folge an der Abwehr der "Alten Dame" die Zähne aus. Zu wenig Ideen im Mittelfeld, wenig Durchschlagskraft der Spitzen Freis und Kapllani - Drobny im Hertha-Tor blieb bis zur Pause kaum gefordert.

Ganz anders sein gegenüber im KSC-Kasten. Miller bewies zweimal gegen Cicero in höchster Not sein Können (24., 34.), hatte bei einem Kopfball von Pantelic zudem noch großes Glück, dass der Serbe aus kurzer Distanz das Tor nicht traf (30.).

Ein einziges Mal zeigte sich Berlin im Defensiv-Verbund nachlässig. Friedrich sorgte mit einem Querschläger für Gefahr, doch Kapllanis Schuss konnte Stein noch rechtzeitig abblocken. Die knappe Führung der Gastgeber hatte bis zum Pausenpfiff der sehr fairen Partie Bestand.

Personell unverändert kamen beide Mannschaften zum zweiten Durchgang wieder auf das Spielfeld zurück - auch taktisch ging es weiter wie gehabt. Hertha lauerte, der KSC ließ weiter Mut vermissen. Spielerwechsel auf beiden Seiten läuteten dann nach einer langen Zeit des Leerlaufs eine schwungvolle Phase ein, in der der KSC dem Ausgleich nahe schien. Doch Berlins Keeper Drobny hielt seine Mannschaft mit schnellen Reflexen im Spiel. Freis scheiterte gleich mit zwei Versuchen am Bein des Tschechen (66.), auch Stindl verzweifelte an einer Fußparade des Torhüters (71.).

Hertha wankte, aber die "Alte Dame" fiel nicht. Denn der nächste Konter der Hausherren entschied das Spiel. Drobny schlug weit ab, Pantelic verlängerte genau in den Lauf von Domovchiyski, der kurz vorher erst ins Spiel gekommen war. Der junge Bulgare behielt im Duell mit Miller die Nerven (74.) und setzte das Spielgerät in die Maschen.

Der KSC gab sich zwar auch nach dem zweiten Gegentor nicht auf, aber Hertha ließ in den Schlussminuten nichts mehr anbrennen, legte gar noch zweimal nach. Die eingewechselten Lustenberger (86.), unter gütiger Mithilfe des Aluminiums, und Raffael (88.), per platzierten Linksschuss machten den letztlich verdienten Heimerfolg perfekt.

Jetzt steht in der Bundesliga die Winterpause an. Der Start in die Rück-Serie ist auf Ende Januar terminiert (30.01.-01.02.09). Hertha muss aber zuvor noch einmal ran. Die "Alte Dame" benötigt bei Olympiakos Piräus am kommenden Donnerstag einen Sieg, um im UEFA-Cup in die nächste Runde einzuziehen. Karlsruhe bestreitet sein erstes Spiel im Jahr 2009 im DFB-Pokal gegen den SV Wehen-Wiesbaden. Zum Rückrundenauftakt treten die Badener beim VfL Bochum an

13.12.08
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Hertha BSC
Aufstellung:
Drobny (1) - 
von Bergen (3,5)   
Kaka (3) , 
Stein (4) - 
Kacar (4)   
Dardai (3) - 
Nicu (3)       
Cicero (2,5) - 
Voronin (4)   
Pantelic (3,5)   

Einwechslungen:
63. Raffael     für Voronin
68. Lustenberger     für Kacar
70. Domovchiyski     für von Bergen

Trainer:
Favre
Karlsruher SC
Aufstellung:
Miller (3) - 
Görlitz (4) , 
Stoll (5) , 
Buck (5,5) , 
Eichner (3,5) - 
Staffeldt (4) - 
Porcello (5)   
da Silva (4,5) - 
Stindl (4) - 
Kapllani (5)   
Freis (5)   

Einwechslungen:
65. Kennedy für Kapllani
65. Timm für Porcello
80. Iashvili für Freis

Trainer:
Becker

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Nicu (8., Linksschuss)
2:0
Domovchiyski (74., Linksschuss, Pantelic)
3:0
Lustenberger (86., Linksschuss, Raffael)
4:0
Raffael (88., Linksschuss, Dardai)
Gelbe Karten
Hertha:
Nicu
(1. Gelbe Karte)
,
Pantelic
(3.)
Karlsruhe:
-

Spielinfo

Anstoß:
13.12.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Olympiastadion
Zuschauer:
38421
Spielnote:  2
beide Teams lieferten sich mit offenem Visier ein rassiges Spiel.
Chancenverhältnis:
8:5
Eckenverhältnis:
3:7
Schiedsrichter:
Babak Rafati (Hannover)   Note 2,5
amtierte unaufgeregt und mit Augenmaß, brachte sich um eine noch bessere Bewertung, weil er Hertha einen Elfmeter versagte, als Stoll Cicero hielt (33.) - allerdings war das für den Referee schwer zu sehen.
Spieler des Spiels:
Jaroslav Drobny
Als seine Vorderleute nach der Führung schwächelten, brachte er die KSC-Offensive mit sensationellen Reflexen zur Verzweiflung.
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