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Karlsruher SC

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Werder Bremen

 
Karlsruher SC

1:0 (0:0)

Werder Bremen
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Karlsruher SC
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.












Pizarro fliegt vom Platz

Buck krönt Beckers Jubiläum

In einem ausgeglichenen Duell krönte Stefan Buck das 50. Bundesligaspiel seines Trainers Edmund Becker zu einem Zeitpunkt, als kaum noch jemand an einen KSC-Sieg glaubte. Nach gleichverteilten ersten 45 Minuten vergab Karlsruhe nach dem Wechsel reihenweise Chancen, ehe Bremen aufkam und dem Sieg näher war. Ein Entlastungsangriff entschied die Begegnung dann jedoch zugunsten der Badener.

Technisch perfekt, aber glücklos: Claudio Pizarro
Traf zweimal den Pfosten und flog dann vom Platz: Bremens Claudio Pizarro.
© picture-allianceZoomansicht

Karlsruhes Trainer Edmund Becker war nach der 2:3-Schlappe in Hannover zum Wechseln gezwungen. Für den verletzten Sebastian (Muskelfaserriss) kehrte Aduobe nach überstandener Muskelverletzung im Hüftbereich ins Team zurück. Buck stand erstmals in dieser Saison in der Anfangsformation und ersetzte den gelbgesperrten Mutzel.

Werder-Coach Thomas Schaaf hatte nach dem 5:0-Torfestival gegen Frankfurt weniger Sorgen und änderte seine Startelf lediglich auf der Torhüterposition. Der wiedergenesene Wiese verdrängte Vander auf die Bank.

Die Begegnung war knapp 20 Sekunden alt, als dem Karlsruher Anhang das Herz in die Hose rutschte. Nach einer schnellen Kombination über Diego und Hunt kam Pizarro im Strafraum an den Ball, hob das Leder über Miller Richtung Tor, wo der Innenpfosten für den geschlagenen Keeper rettete. Drei Minuten später jagte Hunt die Kugel trocken aus 16 Metern auf den Kasten, fand aber in Miller seinen Meister (4.). Der KSC versteckte sich allerdings keineswegs und versuchte in der Folge selbst, das Heft in die Hand zu nehmen.

Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive suchten. Nach 12 Minuten hatte Freis gleich zweimal die Chance zum 1:0, setzte seinen Heber alleine vor Wiese aber zu hoch an, ehe ihn wenige Sekunden später Naldo in höchster Not am Führungstreffer hinderte. Beide Defensivreihen machten nicht den sichersten Eindruck und ermöglichten hüben wie drüben einige gute Torgelegenheiten. Diego (14.) und Hunt (19.) brachten das Spielgerät aber ebensowenig im Netz unter wie Eichner (17.) und Freis (27.) auf der anderen Seite.

Nach einer guten halben Stunde wurde es in der weiterhin ausgeglichenen Partie vor den Toren etwas ruhiger. Das Geschehen spielte sich nun vorwiegend in der neutralen Zone ab, ehe es kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal interessant wurde. Nach einer Pizarro-Flanke kam Hunt in aussichtsreicher Position zum Kopfball, setzte den aufhüpfenden Ball aber ohne Druck in Millers Arme (39.). Einen Augenblick später verpasste Kapllani mit einem sehenswerten 16-Meter-Schlenzer, der um Zentimeter am rechten Torwinkel vorbeisegelte, die Chance, noch vor dem Gang in die Kabinen etwas am Resultat zu ändern (40.).

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Schaaf reagierte zur Pause und brachte den offensiven Özil für Innenverteidiger Naldo, dessen Position Baumann fortan ausfüllte. Zunächst aber ohne Erfolg, denn mit dem KSC spielte in der Folge nur eine Mannschaft. Die Badener setzten die Norddeutschen gehörig unter Druck und erarbeiteten sich eine Reihe ausgezeichneter Gelegenheiten, gingen im Abschluss aber beinahe fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. So trat Kapllani aus 15 Metern über den Ball (47.), Stoll köpfte aus sieben Metern daneben (49.), ehe Freis das Spielgerät aus kurzer Distanz über die Latte lenkte (50.).

Bremen brauchte knapp zwanzig Minuten, um selbst wieder offensiv aktiv zu werden, meldete sich dann aber lautstark zurück. Pizarro drang stark in den Strafraum ein und zog aus spitzem Winkel mit links ab, traf aber wie schon vor der Pause nur den langen Pfosten (65.). Bremen hatte nun das Kommando wieder übernommen, Pizarros Kopfball (71.) flog aber ebenso über die Latte wie Özils Schuss aus 14 Metern zentraler Position (72.). Die Schaaf-Elf setzte sich nun in der Karlsruher Hälfte fest und drängte auf die Führung. Die Defensive der Badener hielt jedoch stand, und als Rosenberg doch einmal durchgebrochen war, rettete Miller (81.).

Als kaum noch jemand damit rechnete, schlug plötzlich der KSC zu. Nach einer Ecke hämmerte Staffeldt den abgewehrten Ball zurück in die Mitte, wo Buck den Fuß hinhielt und das Leder irgendwie über die Linie drückte (83.). Danach überschlugen sich die Ereignisse. Bremen warf alles nach vorne und verlor Sekunden vor dem Ende Pizarro. Der Peruaner war im Strafraum zu Boden gegangen. Als der Elfmeterpfiff ausblieb, sprang die Chelsea-Leihgabe auf und schlug Richtung Stolls Gesicht. Winkmann zückte sofort Rot, übersah danach aber Diegos Würgeattacke gegen Eichner (90.), ehe er die Partie wenig später abpfiff.

Der Karlsruher SC schließt die Hinrunde am nächsten Samstag bei Hertha BSC ab, Werder empfängt zeitgleich im Nordduell den VfL Wolfsburg. Zuvor muss sich die Schaaf-Elf aus der Champions League verabschieden, wenn am Dienstag Inter Mailand im Weserstadion gastiert.

06.12.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Karlsruher SC
Aufstellung:
Miller (2,5) - 
Celozzi (3)    
Stoll (3)    
Buck (2)    
Eichner (3) - 
Aduobe (2) - 
Staffeldt (3) , 
da Silva (3)    
Stindl (4)    
Freis (5) , 
Kapllani (4)        

Einwechslungen:
59. Görlitz (3) für Celozzi
77. Kennedy für Kapllani
80. Porcello für Stindl

Trainer:
Becker
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3,5) - 
Fritz (4,5) , 
Mertesacker (4) , 
Naldo (4)    
Tosic (5,5)        
Baumann (4) - 
Frings (4) , 
Hunt (4,5) - 
Diego (4) - 
Pizarro (5)    
Hugo Almeida (4)    

Einwechslungen:
34. Rosenberg (4,5) für Hugo Almeida
46. Özil (4,5) für Naldo
87. Prödl für Tosic

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Buck (83., Linksschuss, Staffeldt)
Rote Karten
Karlsruhe:
-
Bremen:
Pizarro
(90., Tätlichkeit, Stoll)

Gelbe Karten
Karlsruhe:
da Silva
(1. Gelbe Karte)
,
Kapllani
(2.)
,
Stoll
(1.)
Bremen:
Tosic
(1. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
06.12.2008 15:30 Uhr
Stadion:
Wildparkstadion, Karlsruhe
Zuschauer:
29373
Spielnote:  3
eine unterhaltsame Partie, die bis in die Nachspielzeit höchste Spannung bot.
Chancenverhältnis:
7:8
Eckenverhältnis:
5:5
Schiedsrichter:
Guido Winkmann (Kerken)   Note 5
ahndete schon die geringste Körperberührung im Zweikampf mit Foulspiel, unterbrach dadurch unnötig häufig den Spielfluss. Übersah die Handgreiflichkeit von Diego, dessen Vergehen an Eichner zwingend Rot erforderte. Vertretbar, bei Stolls Eingreifen im Duell mit Pizarro keinen Elfmeter zu geben (90.).
Spieler des Spiels:
Godfried Aduobe
Der 33-Jährige war ein Vorbild an Einsatz, Herz, Leidenschaft, warf sich in jeden Ball und hielt auch Diego weitgehend in Schach.
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