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VfL Bochum

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Werder Bremen

 
VfL Bochum

2:2 (0:2)

Werder Bremen
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VfL Bochum
Werder Bremen
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.







Bochum fightet sich zurück ins Spiel

Lastuvka liefert Gesprächsstoff

Der VfL und Bremen trennten sich nicht unverdient remis. Die Koller-Schützlinge kamen nach der Pause schnell zum Ausgleich und wurden für enormen Kampfgeist und hohen Einsatzwillen gegen Werder belohnt. Bremen war das spielerisch bessere Team, ging durch einen Elfmeter in Front und bekam beim 2:0 Schützenhilfe, wusste nach dem Wechsel aber den Vorsprung nicht zu verteidigen.

Aufreger: Beim Zweikampf zwischen Torwart Lastuvka und Sanogo kam der Bremer zu Fall, es gab Elfmeter.
Aufreger: Beim Zweikampf zwischen Torwart Lastuvka und Sanogo kam der Bremer zu Fall, es gab Elfmeter.
© dpaZoomansicht

Beim VfL Bochum gab es im Vergleich zum 1:0-Erfolg bei Dynamo Dresden im DFB-Pokal folgende personelle Änderung: Bechmann durfte an Stelle von Ilicevic in der Anfangsformation ran.

Bremens Trainer Thomas Schaaf brachte nach dem 1:0-Pokalsieg in Braunschweig Fritz für Niemeyer und Andreasen für Carlos Alberto (Leistenprobleme).

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Bremen fand erst nach einer Viertelstunde etwas besser in die Partie, die bis dato eindeutig der VfL bestimmt hatte. Beide Teams spielten erfrischend nach vorne, wobei eben der VfL klar tonangebend war und die ersten Chancen zu verzeichnen hatte. Sestak zielte aber zu hoch, Epalle scheiterte an Wiese, Grote traf nur das Lattenkreuz.

Es dauerte bis zur 21. Minute, ehe Bremen die ersten echten Möglichkeiten zur Führung verzeichnete: Schneller Konter von Werder über Rosenberg, der spielte nach rechts zu Diego, welcher aus 16 Metern aufs rechte untere Eck zielte. Lastuvka tauchte ab und rettete. Nach der anschließenden Ecke wurde ein Kopfball von Mertesacker von Grote auf der Linie geklärt.

Die Sturm- und Drangzeit des VfL war vorerst gestoppt, Werder hatte nun mehr und mehr Ballkontrolle. Die Koller-Schützlinge lauerten allerdings auf schnelle Gegenstöße. Die Bremer Defensive war nicht ganz sattelfest. Concha setzte sich rechts mit Vehemenz durch, passte flach in den Strafraum zu Epalle, der sich eng um die eigene Achse drehte und aus 14 Metern halbrechter Position ans rechte Außennetz schoss (31.).

Für einige Aufregung sorgte dann die Führung der Hanseaten in der 39. Minute: Diego verwandelte den von Lastuvka an Sanogo verursachten Foulelfmeter (Meichelbeck brachte seinen Keeper mit einem schlechten Rückpass arg in Not) mit rechts. Lastuvka war noch dran, der Schuss war aber zu hart. Schiedsrichter Kircher hatte die Situation, die zum Strafstoß führte (38.), wohl selbst gar nicht gesehen, bekam aber den entscheidenden Hinweis vom Assistenten.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erhöhte Werder sogar noch auf 2:0: Diego brachte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld mit rechts und Effet nach innen, Sanogo stieg am höchsten und köpfte am herausspringenden Lastuvka vorbei zum 2:0 ins Tor.

Was für ein Auftakt nach Wiederanpfiff! Die zweite Hälfte war noch keine zwei Minuten alt, da gelang Bochum bereits der Anschlusstreffer. Epalle spielte Sestak halbrechts im Strafraum frei, Schulz konnte den ersten Schuss des Slowaken noch abblocken, doch Sestak setzte nach und schoss mit links aus zwölf Metern unhaltbar für Wiese ins Tor (47.).

Und der VfL legte nach! Weiter Pass am linken Flügel auf Dabrowski, der hoch nach innen spielte zu Bechmann. Dieser ließ Fritz hinter sich und sich auch von Wiese nicht beirren und schoss aus drei Metern mit links ein (49.).

Die Partie war nun natürlich wieder völlig offen. Die Koller-Schützlinge waren beinahe euphorisiert, zeigten sich enorm laufstark und einsatzbereit. Bremen versuchte es mit spielerischen Mitteln, konnte sich aber selten effizient durchsetzen.

Christoph Dabrowski
Bochums Christoh Dabrowski hat den Ausgleich von Bechmann vorbereitet.
© dpa

Die Partie war hart umkämpft, wurde mit hoher Intensität geführt. Keines der Teams konnte sich Mitte der zweiten Hälfte einen entscheidenden Vorteil erspielen. Die Zweikämpfe wurden immer verbissener geführt, zahlreiche Spielunterbrechungen verhinderten mehr Spielfluss.

Gute Torchancen waren hüben wie drüben eher Mangelware. Bochums Epalle kam nach schwacher Abwehr von Schulz aus 15 Metern mal frei zum Schuss, zielte aber genau auf Wiese, der sicher hielt (84.).

Bochum entwickelte in den letzten Minuten nochmal richtig Druck, drängte Werder weit hinten rein. Der VfL wollte den Heimsieg, wirkte entschlossener. Zwei Ecken von Fuchs brachten aber nichts ein für die mutige Koller-Elf. Aber auch Bremen hatte nochmal die Riesengelegenheit zum 3:2: Konter von Werder, Diego spielte steil zu Schindler, der Lastuvka überlupfen wollte, doch der Keeper rettete mit den Fingerspitzen (90., +1).

Bremen blieb noch ein Elfmeter verwehrt, als Yahia Sanogo so stark am Trikot zog, dass der Stürmer nicht mehr richtig zum Kopfball kam.

Der VfL Bochum reist nun am am Sonntag nach Cottbus, Werder ist am Mittwoch in der Champions-League-Qualifikation gegen Dinamo Zagreb (Hinspiel) gefragt, am Samstag geht es gegen den FC Bayern München.

11.08.07
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfL Bochum
Aufstellung:
Lastuvka (4) - 
Concha (2,5) , 
Maltritz (3) , 
Yahia (4,5) , 
Meichelbeck (5) - 
Dabrowski (2,5) , 
Zdebel (3)    
Sestak (3)    
Grote (4)    
Bechmann (2,5)        
Epalle (3)

Einwechslungen:
68. Mieciel für Bechmann
82. Fuchs für Grote

Trainer:
Koller
Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3) - 
Fritz (4) , 
Mertesacker (2,5) , 
Naldo (5) , 
C. Schulz (3) - 
D. Jensen (4,5) - 
Andreasen (4,5) , 
Borowski (4,5)    
Diego (3)        
Rosenberg (5)    
Sanogo (2,5)    

Einwechslungen:
62. Schindler für Rosenberg

Trainer:
Schaaf

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Diego (39., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Sanogo)
0:2
Sanogo (45. + 1, Kopfball, Diego)
1:2
Sestak (47., Linksschuss, Epalle)
2:2
Bechmann (49., Linksschuss, Dabrowski)
Gelbe Karten
Bochum:
Zdebel
(1. Gelbe Karte)
Bremen:
Diego
(1. Gelbe Karte)
,
Borowski
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
11.08.2007 15:30 Uhr
Stadion:
Rewirpower-Stadion, Bochum
Zuschauer:
29037
Spielnote:  2,5
hohes Tempo und hoher Unterhaltungswert, spannende Torfolge, viele interessante Zweikämpfe.
Chancenverhältnis:
6:8
Eckenverhältnis:
7:5
Schiedsrichter:
Knut Kircher (Rottenburg)   Note 5
auch die TV-Bilder liefern keinen Beweis dafür, dass dem Strafstoß eine Schwalbe Sanogos vorausging. Allerdings hätte Kircher nach Yahias Halten gegen Sanogo (90.) auf Elfmeter entscheiden müssen. Dabrowskis Foul an Borowski (45.) hätte eine Gelbe Karte nach sich ziehen müssen. Dazu mehrere kleine Fehler.
Spieler des Spiels:
Christoph Dabrowski
Mit Thomas Zdebel sehr aufmerksamer Abräumer vor der Deckung, zudem Antreiber mit Auge, fädelte maßgerecht das 2:2 ein.
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