Personal: Auf vier vermeintliche Stammspieler musste SC-Trainer Volker Finke verzichten: Hermel (operiert), Willi (Pferdekuss), Kondé (Adduktorenprobleme) und Sellimi (Muskelfaserriss). Ralf Rangnick standen Gerber und Meißner (beide Muskelfaserriss) weiterhin nicht zur Verfügung. Der VfB-Coach änderte sein Team gegenüber dem 2:0 im UI-Cup gegen Auxerre auf einer Position: Pinto begann für Seitz.
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Taktik: In der SC-Defensive spielte Kehl meist vor den Manndeckern; er bildete gemeinsam mit Zeyer eine Art "Doppel-Libero" in zentraler Position. Kobiaschwili, ansonsten offensiver, kümmerte sich fast ausschließlich um Pinto, Stuttgarts dritte, leicht zurückhängende Spitze rechts. Baya und Ramdane bildeten die Verbindung zu den Stürmern, von denen sich zumindest einer stets weit mit zurückzog, um den Gegner aufzunehmen. Stuttgart verteidigte wie gewohnt mit Viererkette und einem zentralen Defensivspieler davor (Thiam), der die "Spielmacher" hinter den Spitzen, Balakov und Lisztes, absicherte. Im Angriff spielte Dundee zentral, Hosny leicht und Pinto weit verschoben zur Außenseite.
Spielverlauf: Stuttgart hatte, vor allem in den ersten 45 Minuten, mehr Ballbesitz, lief jedoch früh einem Rückstand hinterher und entwickelte kaum Torgefahr. Die Freiburger schafften es immer wieder, sich mit klugen Ballstaffetten aus dem Pressing der Gäste zu befreien. Die Folge: Sie kamen in den Rücken der Mittelfeld- Defensive und leiteten so gefährliche Konter ein - von denen einer auch zum 1:0 führte. Während der quirlige, dribbelstarke Iaschwili ständig für Gefahr sorgte, waren die VfB-Angreifer bei den sicheren Innenverteidigern des SC in guten Händen. Bei deutlich über 30 Grad fiel es den Stuttgartern, zusätzlich geschwächt von den Ausfällen von Bordon und Schneider, mit fortschreitender Spielzeit immer schwerer, den läuferisch und spielerisch starken Freiburgern wirkungsvoll entgegenzutreten. Spätestens das 3:0, erneut kurz nach Pause, sorgte für die Entscheidung. Bei aller Effektivität im Angriff - der SC hatte sogar Chancen zu weiteren Toren (Zeyer, Baya, Coulibaly).
Fazit: Ein verdienter Erfolg der Freiburger, die gegen einen müden und am Ende überforderten Gegner groß aufspielten.
Von Uwe Marx und George Moissidis
| SC Freiburg |
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| VfB Stuttgart |

