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03.02.2018, 12:54

Frust und Freude nach Verfolgerduell

SVWW "gelaufen wie Verrückte"

Auch wenn im Verfolgerduell zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und Karlsruhe am Ende ein 1:1 auf der Anzeigetafel stand, gab es einen gefühlten Gewinner und einen Verlierer: Zwar sorgten 2500 mitgereiste KSC-Fans fast für Heimspielatmosphäre, dennoch schaffte es Karlsruhe trotz einer kompletten Halbzeit in Überzahl nicht, die frühe Führung über die Zeit zu bringen.

Stephan Andrist beim Torjubel
Erzielte in Unterzahl den Ausgleich für Wehen Wiesbaden: Stephan Andrist.
© imagoZoomansicht

Entsprechend fand Fabian Schleusener, der den KSC in der 6. Minute mit 1:0 in Front geschossen hatte, deutliche Worte: "Wir sind natürlich gefrustet. Wir führen hier 1:0, haben dann eine ganze Halbzeit in Überzahl, schaffen es in der ersten Halbzeit schon nicht, noch eins nachzulegen und in der zweiten Halbzeit haben wir dann mehr oder weniger aufgehört, richtig Fußball zu spielen." Das sorgte dafür, dass sich Wiesbaden in Durchgang zwei in das Spiel kämpfte und nach einem Treffer von Stephan Andrist in der 80. Minute ein 1:1 holte. Zwar sprach Schleusener angesichts des unnötigen Gegentreffers von zwei verlorenen Punkten, stellte aber auch klar, dass man bei einer Serie von elf ungeschlagenen Partien das Positive nicht außer Acht lassen dürfe.

Schiedsrichterentscheidungen im Fokus

Karlsruhes Sportchef Oliver Kreuzer sah ein "interessantes Spiel" mit "hoher Intensität und vielen Zweikämpfen", das auch für den Unparteiischen nicht einfach gewesen sei. Und auch bei Alois Schwartz war der Schiedsrichter Thema. Während er die Rote Karte gegen Mockenhaupt als "grenzwertige Sache" sah, stand seine Meinung zu einer strittigen Szene in der 59. Minute, als Kolke Schleusener von den Beinen holte, fest: "Beim Videobeweis in der Bundesliga hätte Kolke hier glaube ich auch die Rote Karte bekommen. Aber der Schiedsrichter wollte nicht die zweite Rote Karte ziehen. Schleusener wird voll umgehauen und könnte den Ball ins leere Tor schieben."

Während beim KSC die kritischen Stimmen dominierten, überwog bei den Hausherren nach dem Punktgewinn die Zufriedenheit. "Meine Jungs sind gelaufen wie Verrückte, haben durchgezogen und ich glaube, dass wir uns diesen Punkt verdient haben - mit dem Quäntchen Glück auf unserer Seite, dass wir das 2:0 nicht bekommen", zeigte sich Rüdiger Rehm in der Pressekonferenz nach der Partie besonders von der Einstellung seiner Mannschaft beeindruckt.

Mental mit fünf bis zehn Prozent mehr

Schließlich hatte die Mannschaft in dieser Saison bereits dreimal trotz Überzahl nicht gewonnen und sich nun in Unterzahl bestens präsentiert. "Wenn eine Mannschaft weiß, was passiert, - in Überzahl oder auch in Unterzahl - dann wir. Wir haben schon in drei Spielen in so einer Konstellation, in Überzahl Gegentore gekriegt", fasste Rehm zusammen. Unterdessen versuchte sich Alf Mintzel darin, den Punktgewinn trotz Unterzahl zu erklären: "Es ist schon so, so lange die Mannschaft in Unterzahl noch die Chance hat, das Spiel zu gewinnen, packt jeder vielleicht mental noch einmal fünf bis zehn Prozent drauf."

Spannend bleibt es nach der Punkteteilung im Kampf um Rang drei allemal: Karlsruhe hat mit sechs Punkten Rückstand noch alle Möglichkeiten, in den kommenden Wochen den SVWW unter Druck zu setzen.

kon

 
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3. Liga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1SC Paderborn 0755:2551
 
21. FC Magdeburg35:2247
 
3SV Wehen Wiesbaden47:1943
 
4Hansa Rostock32:2040
 
5Fortuna Köln36:2738
 
6Karlsruher SC25:1937
 
7SpVgg Unterhaching34:3535
 
8Würzburger Kickers31:3234
 
9SG Sonnenhof Großaspach30:3132
 
10SV Meppen27:2932
 
11VfR Aalen31:3131
 
12Hallescher FC32:3328
 
13Sportfreunde Lotte27:3228
 
14Preußen Münster28:3227
 
15Carl Zeiss Jena25:3127
 
16FSV Zwickau25:3327
 
17VfL Osnabrück24:3722
 
18Chemnitzer FC29:4219
 
19Werder Bremen II20:3817
 
20Rot-Weiß Erfurt14:3915

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