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25.04.2014, 10:31

Bedingungen für Zweitliga-Lizenz

RB Leipzig muss bei Aufstieg sein Logo ändern

RasenBallsport Leipzig steht vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga - doch was passiert dann? Der Fall des Red-Bull-Firmenteams fordert die Liga zu einer Präzedenzentscheidung heraus. Nach dem DFL-Erstbeschluss muss der Klub drei Bedingungen erfüllen, um die Zweitliga-Lizenz zu erhalten.

Fans von RasenBallsport Leipzig beim 1:0-Sieg gegen Darmstadt
Fans von RasenBallsport Leipzig beim 1:0-Sieg gegen Darmstadt - auf dem Transparent ist das umstrittene Logo zu sehn.
© imagoZoomansicht

Die erste Entscheidung im Lizenzierungsverfahren ist auf den ersten Blick - wie immer - unspektakulär. Die DFL hat keinem der Bewerber für die 36 Startplätze in der Bundesliga und in der 2. Liga die Lizenz verweigert. Das war 2013 nicht anders, doch am Ende des Verfahrens wurde dem MSV Duisburg die Lizenz für die 2. Liga nicht erteilt. Dieser Gefahr sind bei der Lizenzvergabe für die Saison 2014/15 mehrere Klubs ausgesetzt. Nach kicker-Recherchen müssen zehn Vereine Bedingungen erfüllen, um die Lizenz zu erhalten; größer ist der Kreis der Klubs, die mit Erteilung der Lizenz an Auflagen in der kommenden Saison gebunden sind.

Neben den klassischen Fällen mehrerer wirtschaftlich schwer angeschlagener Vereine, an der Spitze der Hamburger SV, beschäftigt die Experten der Liga ein Verein, der sportlich gerade erst auf dem Sprung in die 2. Bundesliga steht: RasenBallsport Leipzig. Das Firmenteam des österreichischen Getränkeherstellers Red Bull fordert die Liga zu einer Präzedenzentscheidung heraus.

Dabei hat der DFB längst präjudiziert. Vor fünf Jahren, als der Sächsische Fußballverband das Startrecht des SSV Markranstädt für die Oberliga dem von Red Bull finanzierten und am 19. Mai 2009 gegründeten Verein RasenBallsport übertrug. Und ein Jahr später der DFB mit der Vergabe der Lizenz für die Regionalliga an Leipzig. Seit diesem Zeitpunkt rumort es zwischen dem DFB auf der einen sowie Ligaverband und DFL auf der anderen Seite. Was nun, Liga und DFL?

Die Besetzung der Führungsgremien widerspricht der "50+1"-Regel

Um im Fall des sportlichen Aufstiegs die Lizenz für die 2. Liga zu erhalten, muss Leipzig nach der DFL-Erstentscheidung drei Bedingungen erfüllen:

1. Das Vereinslogo, das ziemlich identisch mit dem Firmenlogo von Red Bull ist, muss geändert werden.

2. Die Besetzungen der Führungsgremien des Vereins, in denen Mitarbeiter oder Beauftragte von Red Bull die Mehrheit haben, müssen ebenfalls geändert werden. Sie widersprechen dem zentralen Grundgedanken der "50+1"-Regelung, dass Dritte keinen bestimmenden Einfluss auf sportliche Entscheidungen eines Klubs haben dürfen.

3. Eine Mitgliedschaft bei RB Leipzig, die mit hohen Hürden verbunden ist, nicht jedem gewährt wird und dann mit einem Jahresbeitrag in Höhe von 800 Euro und einer Aufnahmegebühr in Höhe von 100 Euro verbunden ist, muss leichter möglich sein.

Während Punkt 3 weniger relevant erscheint, sind die beiden ersten Bedingungen von Bedeutung.

Red Bull Salzburg tritt international als FC Salzburg an

Bezüglich des Vereinslogos gibt es bereits eine Entscheidung der UEFA, die Red Bull Salzburg akzeptiert hat. Während die Salzburger in Österreichs Bundesliga mit dem Schriftzug "Red Bull Salzburg" im Vereinslogo auf den Spielertrikots antreten, heißt es in der Europa League lediglich "FC Salzburg". Mit Werbung im Logo hätte Salzburg von der UEFA keine Startberechtigung erhalten. Was bei diesem Thema Leipzig angeht, argumentiert der Verein, dass "RB" eben für RasenBallsport steht. Eine kreative Auslegung angesichts der hohen Ähnlichkeiten beider Logos.

Den Argumenten bezüglich der "50+1"-Regelung hält Leipzig entgegen, dass diese Regelung nur für Kapitalgesellschaften gilt, deren Mehrheiten beim klassischen Mutterverein (e. V.) liegen. RB Leipzig sei ein klassischer Verein ohne Interesse, den Profifußball in eine Kapitalgesellschaft auszulagern.

Der HSV muss bis zum 28. Mai über zehn Millionen Euro erlösen

Gegenüber Leipzig nehmen sich andere Entscheidungen im Lizenzierungsverfahren leicht aus. Trotz der wirtschaftlich bedrohlichen Situation beim Hamburger SV. Erstmals seit drei Jahren wurden einem Erstligaklub wieder Bedingungen gestellt. Mindestens 10 Millionen Euro muss der HSV bis zum 28. Mai erlösen, um die Lizenz für die Bundesliga zu erhalten. Noch dramatischer wäre die Lage beim Abstieg in die 2. Liga. Schwierig ist auch die Situation bei Dynamo Dresden, Arminia Bielefeld, 1860 München und dem VfL Bochum - den Dauergästen beim Kampf um die Lizenz.

Rainer Franzke

 

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