"Wir benötigten einen Trainer, der in die Fußstapfen von Gerd Schädlich treten kann. Keinen Trainer, der uns die Welt erklärt, sondern einen akribischen und gewissenhaften Arbeiter. Genau das ist Heine", sagte Hänel.
Heine - ausgestattet mit einem Vertrag bis 20. Juni 2015 - leitete am Mittwoch das erste Training und hatte anschließend durchweg positive Eindrücke von den Spielern. "Alle haben viel Engagement an den Tag gelegt und viel Einsatzbereitschaft gezeigt", bilanzierte der 58-Jährige. Der Berliner will diese Woche nutzen, um sich einen Überblick über den Leistungsstand der Mannschaft zu verschaffen und dann entscheiden, welche Schwerpunkte er im Training setzen wird.
Der frühere DDR-Oberliga-Spieler ist laut eigener Aussage gut vertraut damit, was die Mannschaft kann und was nicht. Am 21. September war er Gast beim Spiel gegen die Stuttgarter Kickers (1:0). Die Niederlage in Halle habe er sich im Fernsehen angeschaut. "Mich reizt die Aufgabe, die Arbeit von Gerd Schädlich weiterzuführen", lobte er seinen Vorgänger, mit dem er bereits telefonierte.
Schädlich glaubt nicht an Verschwörung
Schädlich trainierte den Klub über fünf Jahre, führte ihn 2011 in den Profifußball zurück. Nach seinem emotionalen Rücktritt, der am Sonntag ein kleines Beben im Verein auslöste, wollte der 60-Jährige nicht an eine "Verschwörungstheorie" glauben, obwohl das Auftreten seiner Spieler beim 0:4 gegen Münster den Augenschein hatte. "Zwei Drittel der Spieler haben sich persönlich von mir verabschiedet und bei mir bedankt. Ein Drittel ist bei jeder Fußballmannschaft unzufrieden", erklärte Schädlich und bilanzierte: "Wir sind von Anfang an unseren Ansprüchen hinterhergelaufen. Der Negativtrend hat dann eine Eigendynamik angenommen."
Jens Wohlgemuth







