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27.08.2018, 13:27

Magdeburg beklagt Fehlentscheidungen gegen Ingolstadt

Franz' Schiri-Ärger: "Eine absolute Katastrophe"

Nach Abpfiff der Zweitliga-Partie zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem FC Ingolstadt hatte der Großteil der 18.913 Zuschauer in der MDCC-Arena den Schuldigen ganz klar ausgemacht: Schiedsrichter Thorben Siewer. Der 31-jährige Unparteiische aus Olpe erwischte einen rabenschwarzen Tag (kicker-Note: 5,5) und wurde von FCM-Sportchef Maik Franz harsch kritisiert. Der Frust des Aufsteigers entlud sich jedoch nicht nur auf dem Referee - auch ein gegnerischer Akteur bekam einiges zu hören.

1. FC Magdeburg vs. FC Ingolstadt
Oftmals im Blickpunkt: Schiedsrichter Thorben Siewer - hier bei einer Rudelbildung um den Magdeburger Björn Rother (am Boden) und den Ingolstädter Stefan Kutschke (2.v.li.).
© imagoZoomansicht

Keine klare Linie in der Zweikampfbewertung, ein verwehrter Strafstoß und ein Ausgleichstreffer, der nicht hätte zählen dürfen. So lautet die Begründung des kicker, Siewer mit einer 5,5 abzustrafen. Eine Note, die laut den Verantwortlichen des FC Magdeburg durchaus noch eine Stufe schlechter hätte ausfallen dürfen: "Ich weiß nicht, ob es sich noch nicht herumgesprochen hat, dass das Stadion hier ein Hexenkessel ist", echauffierte sich Franz im Anschluss an die Partie. "Es kann nicht sein, dass die jungen Schiedsrichter hierherkommen, nach fünf Minuten umkippen und 60 Minuten brauchen, bis sie ins Spiel kommen."

Irregulärer Ausgleichstreffer sorgt für Unmut

Der größte Aufreger hierbei war wohl der irreguläre Ausgleichstreffer durch die Schanzer: Sonny Kittel egalisierte durch einen direkt verwandelten Freistoß die zwischenzeitliche Magdeburger Führung (29., Dennis Erdmann) - das Ingolstädter Tor hätte jedoch nicht zählen dürfen, da Tobias Schröck und Stefan Kutschke im Abseits standen und FCM-Schlussmann Jasmin Fejzic behinderten (43.). Zuvor hatte Siewer den Sachsen-Anhaltern bereits einen durchaus berechtigten Elfmeter verweigert, nachdem Benedikt Gimber Christian Beck im Strafraum gefoult hatte (19.).

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Neben den obengenannten Situationen hatten die Magdeburger da noch zwei weitere Pfiffe des Referees im Sinne - hierbei hatte der Schiedsrichter allerdings richtig gehandelt. In der dritten Minute staubte Beck einen von Christopher Handke verlängerten Freistoß durch Nils Butzen ab, stand dabei allerdings im Abseits. Das Tor zählte nicht - zurecht. In der zwölften Minute die nächste Situation: Eine Butzen-Ecke segelte direkt ins Tor, FCI-Keeper Marco Knaller wurde auf der Linie von Philipp Türpitz abgeblockt - auch hier verweigerte Siewer richtigerweise den Treffer.

Wenn der Schiedsrichter-Obmann schon in der Halbzeit in die Kabine zum Unparteiischen gestürmt kommt, dann wissen wir, dass wir mit unserem Eindruck nicht so falsch lagen.Magdeburgs Sportchef Maik Franz

Den Unmut der Hausherren besänftigte dies aber nicht - im Gegenteil: "Nach den Fehlentscheidungen gegen Darmstadt und jetzt gegen Ingolstadt darf sich das nicht einspielen. Das ist eine absolute Katastrophe", so Franz. "Wenn der Schiedsrichter-Obmann schon in der Halbzeit in die Kabine zum Unparteiischen gestürmt kommt, dann wissen wir, dass wir mit unserem Eindruck nicht so falsch lagen."

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Dass während der Pause eine Intervention in der Kabine des Referees stattgefunden haben soll, lag höchstwahrscheinlich auch daran, dass diese, in puncto Schiedsrichter-Entscheidungen, ereignisreiche Hälfte kurz vor Abpfiff noch eine weitere brisante Situation bot: In der zweiten Minute der Nachspielzeit kam es nach einem Foul von Björn Rother zu einer Rudelbildung. Ingolstadts Kutschke eilte hinzu und leistete sich laut Aussage Rothers eine Tätlichkeit: "Mein Rücken ist grün und blau. Er hat zugepackt, das ist ganz klar Rot!"

Rother kritisiert "Sportsmann" Kutschke

Letztlich sahen beide Akteure den Gelben Karton, beruhigt hatte sich die Situation allerdings nicht, wie Rother berichtete: "Ich habe dem fairen Sportsmann (Kutschke, d. Red.) sehr deutlich meine Meinung gesagt, was er denn da macht, wenn er mir in den Rücken kneift. Damit kam er nicht klar", so der wütende 22-Jährige, der zudem im Hinblick auf das Endresultat monierte, "den Sieg unnötig aus der Hand gegeben" zu haben.

Um sein eigenes, sehr aufgebrachtes Gemüt ein wenig abzukühlen, berichtete der im Großraum Aachen aufgewachsene Rother, müsse er wohl einmal "nach Aachen und zurück spazieren gehen, um wieder runterzukommen". Ist dies geschehen, und hat der Magdeburger dann das Spiel abgehakt, dann gilt die volle Konzentration schon der nächsten Partie: Am Montagabend gastiert der FCM bei Holstein Kiel (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) - und will dann endlich den ersten Sieg in dieser Spielzeit einfahren.

kög

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