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07.08.2018, 13:32

Duisburger Coach trotz Niederlage gegen Dresden zufrieden

Trotz Déjà-vu-Pleite: Gruevs Systemänderung fruchtet

Was beim MSV Duisburg in der Vorbereitung phasenweise einstudiert worden war, fand am Montagabend zum Zweitligaauftakt bei Dynamo Dresden erstmals in einem Pflichtspiel Anwendung: die Fünferkette. Zwar ging die Partie bei den Sachsen mit 0:1 verloren, das implementierte System jedoch soll weiter fortbestehen.

Ilja Gruev
Trotz leichter Mängel zufrieden: Duisburgs Trainer Ilja Gruev.
© imagoZoomansicht

Neuzugang Sebastian Neumann (kam aus Würzburg), Gerrit Nauber und Dustin Bomheuer agierten im Zentrum, auf den Außen komplettierten Andreas Wiegel und Kapitän Kevin Wolze die neue Fünferkette. Mit dieser Grundformation wollte Duisburgs Trainer Ilia Gruev der SG Dynamo entgegenwirken, die, nach seiner Aussage, "richtig guten Ballbesitzfußball" spielte und zudem "durch das 3-4-3" mit einer Viererkette schwer unter Kontrolle zu bringen gewesen wäre.

Eine Art Déjà-vu für den MSV

Zwar lief der Start in die neue Spielzeit eher suboptimal - analog zur Vorsaison unterlag man den Dresdnern zum Auftakt mit 0:1, ebenfalls analog zur Vorsaison war Lucas Röser der Schütze des goldenen Tores. "Es ist eine Art Déjà-vu für uns", so Gruev, der aber "ehrlich sagen" musste, dass sein Team gegen einen starken Gegner gespielt habe.

Seine taktischen Anpassungen haben zumindest größtenteils gefruchtet und den Sachsen das Leben schwer gemacht. "Wir haben gut verteidigt", so der Bulgare, der jedoch zugeben musste, dass im neuen System durchaus noch an einigen Stellschrauben nachjustiert werden muss: "Durch Fehler bei eigenem Ballbesitz haben wir uns Probleme bereitet und Dynamo hat die Situationen gut ausgenutzt."

Systemumstellung auch in puncto Offensivbemühungen

Die Umstellung auf Fünferkette sei jedoch nicht nur im Hinblick auf eine Reaktion auf Dresdner Offensivbemühungen geschehen. Vielmehr hatte es sich Gruev "erhofft und teilweise auch geschafft", mit dem Zentrumsblock um Fabian Schnellhardt, Lukas Fröde und Moritz Stoppelkamp "in gewissen Situationen in Überzahl zu spielen".

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Wenngleich den Zebras ein Treffer und auch Punkte verwehrt geblieben waren - mit Blick auf die Statistiken, in puncto Ballbesitz (57 Prozent) und Passquote (79 Prozent, Dresden: 76 Prozent), lagen die Meidericher vorne. Letztlich haben jedoch "kleine Nuancen das Spiel entschieden. Ich denke, dass Dynamo heute ein bisschen mehr Glück und Konzentration in den entscheidenden Momenten hatte und dementsprechend das Spiel gewonnen hat."

Nächster Anlauf: Ruhrpott-Derby gegen den VfL Bochum

Inwieweit nun die Systemumstellung bereits Früchte trug und ob sie am Samstag (13 Uhr, LIVE! bei kicker.de) im Ruhrpott-Derby gegen den VfL Bochum wieder zum Einsatz kommt, kann gespannt reflektiert und erwartet werden. Gruev selbst ist trotz der Niederlage von seiner Fünferkette überzeugt: "Ich denke, dass es eine gute Entscheidung war."

kög

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