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14.05.2018, 13:00

Politiker fordert Konsequenzen gegen den Unparteiischen

"Betrug": Auer Stadtrat stellt Strafanzeige gegen Storks

Der Frust sitzt tief in Aue: Nach der 0:1-Niederlage am 34. Spieltag beim SV Darmstadt 98, dem Ärger über diverse Fehlentscheidungen und dem daraus resultierenden Abrutschen des FC Erzgebirge auf den Relegationsrang wittert nun ein dort ansässiger Stadtrat Betrug und will Schiedsrichter Sören Storks vor Gericht bringen.

Sören Storks
Am Wochenende stets im Mittelpunkt der Diskussion: Schiedsrichter Sören Storks.
© imagoZoomansicht

"Für mich besteht zumindest der Anfangsverdacht des Betrugs, und die Vergangenheit im Sport hat gezeigt, dass man ein waches Auge auf solche Sachen haben sollte", begründete der parteilose Politiker Tobias Andrä gegenüber dem SID. Außerdem verschickte Andrä einen Brief an Lutz Michael Fröhlich, Schiedsrichter-Boss des DFB, "mit der Aufforderung, disziplinarische Maßnahmen gegen Herrn Storks einzuleiten".

"Verständlich ist der Ärger bei denen, die betroffen sind. Daraus aber den Vorwurf eines Vorsatzes abzuleiten, das ist entschieden zurückzuweisen", sagte Fröhlich: "Das Spiel ist aus Schiedsrichtersicht nicht gut gelaufen. Aber Fehler können passieren, das ist menschlich."

Storks (kicker-Note: 5,5) unterliefen in diesem Kellerduell zwei haarsträubende Fehler: Zunächst kratzte Lilien-Verteidiger Romain Bregerie Calogero Rizzutos Ball deutlich hinter der Torlinie weg (4.), und auch in der 31. Minute entschied der Referee zu Ungunsten der Auer, als er Felix Plattes elfmeterwürdiges Handspiel nicht ahndete.

Kurz vor Spielende erzielte Tobias Kempe das entscheidende 1:0 für Darmstadt - die Lilien waren dadurch gerettet, der FC Erzgebirge Aue rutschte auf Platz 16 ab und ist nun in der Relegation gefordert.

Wut nach später Niederlage

Dementsprechend groß war die Enttäuschung, gar die Wut über den Schiedsrichter. Andrä ist nicht der einzige enttäuschte Anhänger aus dem Umfeld des FC Erzgebirge, der sich über die Leistung des Referees echauffierte. Unter anderem hatte auch Klubboss Helge Leonhardt harsche Kritik am Unparteiischen geäußert.

Wir müssen endlich mal Kante zeigen und den hohen Herren in Frankfurt die Stirn bieten und klipp und klar sagen: bis hierher und keinen Schritt weiter.Stadtrat Tobias Andrä

Die Erfolgsaussichten der Strafanzeige Anräs dürften doch eher unwahrscheinlich sein - eine Tatsache, die den Stadtrat aber dennoch nicht davon abhält, seine Absicht in die Tat umzusetzen. Neben der Forderung nach harten Sanktionen ("Er hat im Profifußball nichts mehr zu suchen") will der Politiker zudem ein Zeichen setzen. Für sich, den Klub und auch für den Osten: "Es gibt auch für uns im Osten keinen Grund, immer mit Buckel und gesenktem Kopf durch die Welt zu marschieren und uns alles bieten zu lassen", so Andrä. "Wir müssen endlich mal Kante zeigen und den hohen Herren in Frankfurt die Stirn bieten und klipp und klar sagen: bis hierher und keinen Schritt weiter."

Letzte Chance: Relegation gegen den KSC

Blickt man rein auf das Sportliche, haben die Veilchen nun noch die Möglichkeit, genau mit einem solchen noch davonzukommen. Gegen den Drittplatzierten aus der 3. Liga, den Karlsruher SC, geht es in zwei Partien ums Ganze. Bereits am Freitag (18.15 Uhr, LIVE! bei kicker.de) sind die Sachsen beim ehemaligen Bundesligisten gefordert, das Rückspiel findet am Dienstag ebenfalls um 18.15 Uhr im Sparkassen-Erzgebirgsstadion statt.

kög/sid

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