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15.03.2012, 11:54

Hansa: Nur ein Sieg in Karlsruhe hilft

Rettungsschirm für Rostock

Sportlich rückt der Abstieg in die 3. Liga für Hansa näher. Die gute Nachricht: Die Stadt Rostock will dem Verein helfen und dadurch den drohenden Ruin verhindern. Es ist die Woche der Weichenstellung beim FC Hansa - wirtschaftlich wie sportlich. Nur ein Sieg in Karlsruhe hält, um es mit den blumigen Worten von Wolfgang Wolf auszudrücken, "die kleine Lunte, die wir noch sehen, am Brennen".

Fassungslos: Angreifer Marek Mintal taumelt mit Hansa Rostock dem Abstieg entgegen.
Fassungslos: Angreifer Marek Mintal taumelt mit Hansa Rostock dem Abstieg entgegen.
© Getty ImagesZoomansicht

Der Coach hat auf das 1:5-Heimfiasko gegen Eintracht Frankfurt und die nach drei Niederlagen in Serie dramatische sportliche Situation mit der Ansetzung eines viertägigen Trainingslagers reagiert. Bereits am Mittwoch bezog er mit seinem Personal im frühlingshaften Baden-Baden Quartier, "um nochmals die Kräfte zu bündeln und nach außen zu dokumentieren, dass wir uns noch nicht aufgegeben haben".

Freilich deuten weder die gezeigten Leistungen noch die aktuelle Personalsituation darauf hin, dass den Rostockern noch die Wende gelingt. "Wir laufen seit Wochen gegen die eigenen Fehler an", bringt es Wolf auf den Punkt.

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Ein Fakt ist auch, dass sich unter dem neuen Coach nichts nennenswert verbessert hat, schon gar nicht die Punkte-Ausbeute. Mickrige fünf Zähler holte Hansa unter Peter Vollmann in den ersten sieben Saisonspielen, ebenso viele sind es in den sieben Rückrunden-Partien unter Wolf. Zudem drohen in Karlsruhe Kapitän Sebastian Pelzer, Timo Perthel, Tino Semmer und Edisson Jordanov auszufallen, weshalb Wolf gleich 20 Spieler mitnahm.

Der dritte Abstieg in vier Jahren würde den letzten Meister der DDR-Oberliga auf die Intensivstation befördern. Der Klub weist ein negatives Eigenkapital von 10 Millionen Euro aus, hinzu kommen Steuerforderungen von 4,5 Millionen Euro und der wegen der Fan-Problematik bereits angekündigte Ausstieg des Hauptsponsors (Veolia) - aus eigener Kraft kann sich Hansa nicht mehr retten.

Millionenschwerer Rettungsschirm der Stadt

Den drohenden Ruin verhindern will die Stadt. Nach Angaben von Oberbürgermeister Roland Methling plant die Kommune, einen millionenschweren Rettungsschirm über den Traditionsverein zu spannen. Dieser sieht einen Teilerlass der Steuerschulden, eine Einmalzahlung von 750 000 Euro sowie den Kauf eines von den Jugend-Mannschaften genutzten Trainingsgeländes für 600 000 Euro vor. Sogar die Beteiligung der Stadt an der vereinseigenen Stadiongesellschaft steht zur Diskussion.

Klubchef Bernd Hofmann hat die Eckpunkte des Rettungspakets, das von der Bürgerschaft noch genehmigt werden muss, in den am Dienstag überstellten Lizenzierungs-Unterlagen verankert. Für die 2. Liga plant Hansa mit einem Gesamtetat von 15,7 Millionen Euro, bei Abstieg mit 10,1 Millionen Euro.

Oliver Hartmann

15.03.12
 

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