München: 5,3 Millionen Euro fehlen dem TSV
1860 droht der Kollaps
In Ingolstadt am Ende glücklich einen Punkt gerettet, doch überschattet wurde das Spiel abermals von einer Hiobsbotschaft. Wie interne Klubkreise am Sonntag dem kicker bestätigten, muss der Verein bis zum 14. Januar der DFL 5,3 Millionen Euro an Liquidität nachweisen.
Angreifer Rakic als Sinnbild: Die Münchner "Löwen" stecken finanziell in der Krise.
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Die Summe, die der Verein verschiedenen Gläubigern und Darlehensgebern schuldet. Kann 1860 nicht belegen, dass der Klub das Geld aktuell zur Verfügung hat oder schafft er es nicht, dass Gläubiger die Darlehensrückführung stunden, stehen die "Löwen" vor dem Aus. Der Kollaps droht.
Der Klub hofft nun, dass Großgläubiger Nicolai Schwarzer, dem der Klub rund zwei Millionen Euro schuldet und der das Geld mit einem Sonderkündigungsrecht sofort geltend machen könnte, zu überzeugen ist, die Rückzahlung der Darlehen aufzuschieben. Eine Signalwirkung soll damit auch auf andere Gläubiger ausgehen.
Wie auf den FC Bayern, bei dem 1860 mit zwei Millionen Euro an nicht bezahlten Cateringzahlungen in der Kreide steht. Noch gehen die Bayern davon aus, dass 1860 im Januar die verabredete Rate von einer Million Euro bezahlt, doch derzeit sind die "Löwen" dazu außerstande, müssen den Nachbarn um eine Stundung bitten. Der Rotstift regiert.
Alle Angestellten haben für ein Jahr auf zehn Prozent ihrer Gehälter verzichtet, Pressesprecher Robert Hettich wurde gekündigt, das Trainingslager der Profis in der Türkei gestrichen, Mietpflanzen abbestellt (50 000 Euro jährlich) und auch der Zuschauerschnitt wurde nach kicker-Informationen neu und mit realistischen Annahmen kalkuliert. Allein dadurch hat sich in der Bilanz ein Loch von rund 2,5 Millionen Euro ergeben, bliebe der Schnitt bei 20 571 Zuschauern . . .