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VfB Stuttgart

VfB Stuttgart

2
:
0

Halbzeitstand
1:0
Karlsruher SC

Karlsruher SC


VFB STUTTGART
KARLSRUHER SC
15.
30.
45.


60.
75.
90.








Krawalle aus dem Gästeblock überschatten das Derby

Asano schnürt den Derby-Doppelpack

Aufstiegshoffnung gegen Abstiegsangst, zudem Derby in Stuttgart: Der VfB schickte den Karlsruher SC mit 2:0 nach Hause, Asano besorgte den Sieg mit seinem Doppelpack. Für reichlich unrühmliche Szenen sorgten aber Chaoten aus dem KSC-Block: Sie feuerten vermehrt Feuerwerkskörper ab, das Spiel stand kurz vor dem Abbruch.

Takuma Asano
Dosenöffner: Asano besorgte das 1:0 für den VfB per Kopfball.
© imagoZoomansicht

Stuttgarts Trainer Hannes Wolf nahm gegenüber dem 1:1 bei 1860 München zwei personelle Änderungen vor: Erstmals seit dem 17. Spieltag stand Maxim wieder einmal in der Startelf, auf der linken Mittelfeldseite begann zudem Özcan. Grgic musste mit muskulären Problemen passen, Green rückte auf die Bank.

Karlsruhes neuer Trainer Marc-Patrick Meister nahm gleich sechs Wechsel im Vergleich zum 1:1 gegen Würzburg vor: Bader, Figueras, Gimber, Kom, Buchta und Reese rückten für Mavrias, Thoelke, Sallahi, Valentini (gesperrt), Meffert (verletzt) und Mehlem in die erste Elf.

Die Gäste formierten sich von Beginn an in einer Fünfer-Abwehrkette, die Marschroute des Trainer-Novizen war klar: Hinten sollte Beton angerührt werden, vorne waren Yamada, Reese und Kamberi quasi auf sich alleine gestellt. Der VfB dagegen begann höchst engagiert, wollte für eine frühe Führung sorgen. Terodde legte für Gentner ab, der aus 18 Metern direkt abzog - Orlishausen war zur Stelle (4.).

Feuerwerkskörper aus dem Gästeblock

In der Folge pendelte sich das Spielgeschehen in der Hälfte der Gäste ein, die Stuttgarter dominierten die Partie. Die massiven Vorteile in Sachen Ballbesitz brachten aber keine weiteren Torannäherungen ein - auch, weil die zündende Idee fehlte. Kamberi verzeichnete den ersten Torschuss der Gäste, dann gab es eine Pause. Schiedsrichter Christian Dingert wurde gezwungen, die Partie für zwei Minuten zu unterbrechen, da Feuerwerkskörper aus dem Gästeblock auf das Spielfeld flogen (17.).

Die kurze Zwischenpause änderte nichts am weiteren Spielgeschehen. Der VfB blieb optisch überlegen, kam aber nicht gefährlich vor das Tor von Orlishausen. Das änderte sich knappe zehn Minuten später: Gentner brachte das Leder aus dem linken Halbfeld scharf ins Zentrum, wo der eingelaufene Asano die starke Hereingabe nur verlängern musste (27.).

Spätes Erwachen des KSC

Der VfB führte verdient, glänzte aber nicht. Wie der KSC zu einem Punktgewinn kommen wollte, wurde erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs ersichtlich: Kamberi zog aus spitzem Winkel ab, in der Nachspielzeit scheiterte Yamada zweimal - zwingend waren die Karlsruher Angriffsbemühungen aber nicht. Dann war Pause.

Bereits in der ersten Hälfte hatte es Ausschreitungen im Gästeblock gegeben, die Lage spitzte sich jedoch noch weiter zu. Als die Mannschaften das Feld wieder betraten, wurden die nächsten Feuerwerkskörper gezündet - erneut aus dem Block der KSC-Mitgereisten. Schiedsrichter Dingert versammelte die Spieler nach einigen Minuten des Wartens im Kabinengang und pfiff die Partie zwölf Minuten später als geplant wieder an.

Die Akteure auf dem Feld ließen sich von den Krawallmachern auf den Rängen übrigens nicht beeinflussen und lieferten eine durchweg faire Partie ab, in der die Gäste nun ein bisschen mehr versuchten. Defensiv zeigte sich nun jedoch vor allem Jordi Figueras schläfrig, bescherte dem VfB zwei gute Möglichkeiten: Erst vergab Terodde (49.), danach verpasste Gentner den Torabschluss (55.).

Asano trifft, Özcan scheitert

Der KSC machte auf, dem VfB boten sich Räume zum Kontern. Und diese wurden sofort genutzt: Özcan nahm gegen die aufgerückte Defensive Maxim mit, der bis in den Strafraum dribbelte und aus 13 Metern mit links abschloss. Orlishausen parierte den ersten Versuch, der mitgelaufene Asano brachte den Nachschuss aber im leeren Tor unter (61.). Das Spiel schien vorentschieden; Özcan hätte den Deckel endgültig draufmachen können, scheiterte aber an Orlishausen (70.).

Der KSC präsentierte sich über die gesamte Spieldauer hinweg zu ungefährlich, die Badener zwangen Langerak zu keiner einzigen Glanztat. Im Gegenteil: Die besseren Möglichkeiten hatte bis zum Ende der Favorit, Maxim belohnte sich für seine gute Leistung aber nicht (84.). Kurz darauf war Schluss, übrigens mit weiteren Feuerwerkskörper, die direkt nach dem Schlusspfiff gezündet wurden.

Der VfB beendete seine Serie von fünf sieglosen Spielen im schwäbisch-badischen Derby und ist nun seit 21 Heimspielen gegen den KSC ungeschlagen. Für die Gäste sieht es weiter duster aus, seit 25 Spielen wartet man auswärts auf einen Dreier. Stuttgart spielt am kommenden Spieltag am Montag (20.15 Uhr) gegen Bielefeld, Karlsruhe empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) Heidenheim.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

VfB Stuttgart
Aufstellung:
Langerak (3) - 
Pavard (2) , 
Baumgartl (3) , 
M. Kaminski (3) , 
Insua (3) - 
B. Özcan (3)    
Ofori (3,5)    
Asano (2)        
Maxim (2,5) - 
Gentner (3)    
Terodde (4)    

Einwechslungen:
57. M. Zimmermann (3) für Ofori
72. Ginczek für B. Özcan
81. Klein für Terodde

Trainer:
Wolf
Karlsruher SC
Aufstellung:
Orlishausen (2,5)    
Kinsombi (5) , 
Gimber (4) - 
Bader (4,5)    
Buchta (4,5)    
Kom (4) , 
G. Krebs (4)    
Reese (5,5)    
Yamada (5) - 
Kamberi (4,5)

Einwechslungen:
52. Kempe (4)     für Buchta
63. Diamantakos für Bader
70. Mehlem für Reese

Trainer:
Meister

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Asano (27., Kopfball, Gentner)
2:0
Asano (61., Rechtsschuss, Maxim)
Gelbe Karten
Stuttgart:
-
Karlsruhe:
G. Krebs
(2. Gelbe Karte)
,
Kempe
(9.)

Besondere Vorkommnisse
Die Partie wurde wegen Abbrennen von Feuerwerkskörpern im KSC-Block einmal für zwei Minuten (18.) und direkt nach der Pause für zehn Minuten unterbrochen.
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Pl. Torhüter Sp. Weisse Westen
1.
Pollersbeck, Julian
Pollersbeck, Julian
Hamburger SV
9
5x
 
2.
Riemann, Manuel
Riemann, Manuel
VfL Bochum
9
4x
 
3.
Burchert, Sascha
Burchert, Sascha
SpVgg Greuther Fürth
9
3x
 
Himmelmann, Robin
Himmelmann, Robin
FC St. Pauli
9
3x
 
Gikiewicz, Rafal
Gikiewicz, Rafal
1. FC Union Berlin
9
3x
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Spielinfo

Anstoß:
09.04.2017 13:30 Uhr
Stadion:
Mercedes-Benz-Arena, Stuttgart
Zuschauer:
58000 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
der KSC agierte zu defensiv, sodass der VfB einen unschönen aber verdienten Arbeitssieg einfuhr.
Chancenverhältnis:
6:2
Eckenverhältnis:
4:1
Schiedsrichter:
Christian Dingert (Gries)   Note 1,5
hatte alles im Griff, pfiff sehr konsequent, manchmal sogar zu kleinlich.
Spieler des Spiels:
Benjamin Pavard
defensiv unüberwindbar, leitete immer wieder gefährliche VfB-Angriffe ein

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