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Karlsruher SC

Karlsruher SC

1
:
3

Halbzeitstand
0:1
VfB Stuttgart

VfB Stuttgart


KARLSRUHER SC
VFB STUTTGART
15.
30.
45.


60.
75.
90.













Stuttgart springt nach Derbysieg auf Platz 2

Terodde braucht keine, Maxim wenig Anlaufzeit

Der VfB hat das rassige badisch-schwäbische Derby mit 3:1 zu seinen Gunsten entschieden. Die Schwaben nutzten gleich ihre erste Chance zur Führung, Karlsruhe fing sich aber schnell und schnupperte in einem ausgeglichenen ersten Durchgang des Öfteren am Ausgleich. Auf Stuttgarts Blitzstart nach der Pause antwortete die Oral-Elf postwendend, kam aber danach trotz aller Bemühungen gegen defensivstarke und clevere Gäste kaum mehr in Schlagdistanz, ehe kurz vor Schluss die endgültige Entscheidung fiel.

Asano (l.)
Torschütze Asano dreht ab, Gentner und Zimmermann schließen sich dem Jubellauf an.
© picture-allianceZoomansicht

KSC-Trainer Tomas Oral vertraute im Vergleich zum 2:0-Sieg in Würzburg auf Jordi Figueras an Stelle von Thoelke (Magen-Darm-Virus).

Stuttgarts Coach Hannes Wolf hatte gegenüber der 0:2-Niederlage in Mönchengladbach im Pokal zwei Neue an Bord: Für Klein und Tashchy liefen Großkreutz und Pflichtspiel-Debütant Kaminski, der die Sechser-Position besetzte, auf.

Der KSC startete aggressiv und mit hoher Laufintensität, Kamberi hatte gleich zwei gute Szenen (1., 3.). Zweikampfstark verzeichneten die Badener zunächst viele Balleroberungen, der VfB kam nicht richtig ins Spiel.

Asano trifft zum ersten Mal

Dennoch hieß es nach zehn Minuten 0:1: Nach Özcans weiter Flanke im Anschluss an einen Freistoß brachte Mané die Kugel links im Strafraum ins Zentrum zurück, wo Asano aus 13 Metern ins rechte untere Eck einschoss - Premierentreffer für den Japaner.

Die Gastgeber waren kurz angeknockt. Hätte Gentner nach seinem Solo Mané gefunden, wäre der Doppelschlag wohl perfekt gewesen (12.).

KSC hält stark dagegen

Die Oral-Elf fing sich schnell, trug ihren Teil zu einem rassigen Derby bei, in dem sich nun Chancen hüben wie drüben ergaben. Mit Vorteilen für den KSC: Stoppelkamp (15., 22.), Yamada (18.) und Hoffer (27.) näherten sich dem Ausgleich mehr oder minder an. Zwischenzeitlich wurde Kaminski auf der anderen Seite geblockt (19.), und Sunjic scheiterte binnen Sekunden mit einer Kopfball-Doppelchance (24.).

Nach einer halben Stunde ließ das Tempo etwas nach. Der VfB ließ den Gegner kommen, Karlsruhe hatte mehr Ballbesitz, prallte aber immer wieder an der Defensive der aufmerksamen Gäste ab. Auf der anderen Seite verpufften viele Konter der Wolf-Schützlinge bereits im Ansatz, ohne weitere Möglichkeiten ging es in die Kabine.

Stoppelkamp antwortet Terodde prompt

Wolf wechselte mit Wiederanpfiff offensiv, Terodde ersetzte Sunjic, Kaminski rückte von der Sechs ins Abwehrzentrum zurück. Ein Personaltausch mit sofortigen Folgen, denn der Joker stach prompt: Terodde stieg nach Insuas Maßflanke höher als Kempe und nickte aus sieben Metern wuchtig unter die Latte ein (46.).

Die Hausherren ließen sich aber nicht unterkriegen und antworteten postwendend, als Valentinis Flanke an Insuas ausgestrecktem Arm landete - Elfmeter! Stoppelkamp verwandelte sicher zum Anschlusstreffer (51.).

Oral brachte Torres und Diamantakos für Mavrias und Kamberi (56.), aber trotz aller Bemühungen gelang es Karlsruhe kaum, Druck aufzubauen. Der VfB stand kompakt und setzte gefährliche Nadelstiche: Orlishausen lenkte Gentners Schlenzer an die Latte (65.), Asano scheiterte am Keeper (67.).

Stuttgart machte im weiteren Verlauf das Zentrum dicht, die Angriffsversuche der Karlsruher versandeten oft schon weit vor dem Strafraum. Weil die Gäste offensiv nicht mehr volles Risiko gingen und ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive legten, passierte lange Zeit nichts.

Maxim sorgt für die Entscheidung

Kurz vor Schluss bestrafte der Bundesliga-Absteiger einen Ballverlust des KSC vor dem Strafraum: Terodde spielte links raus zu Insua. Die Flanke des Spaniers nahm Maxim in aller Ruhe an, tanzte Figueras aus und schloss per Linksschuss wuchtig unter die Latte ab - die Entscheidung (86.).

Der KSC reist am Freitag (18.30 Uhr) nach Heidenheim, der neue Tabellenzweite Stuttgart empfängt am Sonntag (13.30 Uhr) Arminia Bielefeld.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Karlsruher SC
Aufstellung:
Orlishausen (2)    
Valentini (4)    
Kinsombi (2,5) , 
Jordi Figueras (4,5)    
Kempe (3)    
Prömel (4)    
Mavrias (5)    
Yamada (4) , 
Stoppelkamp (3)    
Hoffer (4) , 
Kamberi (3,5)    

Einwechslungen:
56. Diamantakos (4) für Kamberi
56. Torres (4)     für Mavrias
74. Yann für Valentini

Trainer:
Oral
VfB Stuttgart
Aufstellung:
Langerak (3) - 
K. Großkreutz (4)    
Sunjic (4)    
Baumgartl (3) , 
Insua (3,5) - 
M. Kaminski (3) - 
M. Zimmermann (2,5) , 
Gentner (2)    
Carlos Mané (2,5) , 
Asano (3)        
B. Özcan (4)    

Einwechslungen:
46. Terodde (2)     für Sunjic
77. Maxim     für Asano
80. Klein für B. Özcan

Trainer:
Wolf

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Asano (10., Linksschuss, Carlos Mané)
0:2
Terodde (46., Kopfball, Insua)
1:2
Stoppelkamp (51., Handelfmeter, Rechtsschuss)
1:3
Maxim (86., Linksschuss, Insua)
Gelbe Karten
Karlsruhe:
Kempe
(3. Gelbe Karte)
,
Jordi Figueras
(2.)
,
Prömel
(3.)
,
Torres
(1.)
Stuttgart:
K. Großkreutz
(4. Gelbe Karte)

Spielinfo

Anstoß:
30.10.2016 13:30 Uhr
Stadion:
Wildparkstadion, Karlsruhe
Zuschauer:
27930 (ausverkauft)
Spielnote:  3
beide Teams suchten in einer rassigen, spannenden Partie ohne taktische Zwänge den Weg zum Tor, allerdings verursachte das hohe Tempo auch einige Fehlpässe.
Chancenverhältnis:
5:7
Eckenverhältnis:
5:9
Schiedsrichter:
Sascha Stegemann (Niederkassel)   Note 2
ermöglichte Spielfluss, ließ viel laufen und lag in allen strittigen Szenen richtig.
Spieler des Spiels:
Simon Terodde
machte mit dem ersten Ballkontakt das 2:0, ständiger Unruheherd.

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