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FC St. Pauli

FC St. Pauli

3
:
4

Halbzeitstand
0:2
SC Paderborn 07

SC Paderborn 07


FC ST. PAULI
SC PADERBORN 07
15.
30.
45.


60.
75.
90.













SCP gewinnt erstmals nach 13 Partien ohne Dreier

Helenius lässt Paderborn wieder jubeln

Der SC Paderborn feiert Angreifer Helenius. Erstmals nach 13 Begegnungen ohne Sieg gewannen die Ostwestfalen am Freitagabend - mit einem 4:3 beim FC St. Pauli. Der Tabellenvorletzte begann furios, führte zur Pause hochverdient, musste sich im zweiten Abschnitt aber eines Sturmlaufs der Hamburger erwehren. In einer heißen Schlussphase hatte der SCP schließlich das bessere Ende für sich.

Paderborner Jubel: Angreifer Helenius (Mitte) hat sein Team mit einem Traumtor in Führung gebracht.
Paderborner Jubel: Angreifer Helenius (Mitte) hat sein Team mit einem Traumtor in Führung gebracht.
© imagoZoomansicht

St. Paulis Coach Ewald Lienen änderte seine Anfangself gegenüber der 0:2-Niederlage in Heidenheim auf zwei Positionen: Für Picault (Bank) und Thy (Erkältung) rückten Sobota und Choi ins Team.

Paderborns Trainer René Müller schenkte der Startformation das Vertrauen, die schon bei seiner Premiere, dem 1:1 gegen Fürth, von Beginn an auf dem Rasen stand. Eine Entscheidung, die sich bezahlt machen sollte.

Denn Müllers Team war von Anfang an das bessere Team am Millerntor. Die Ostwestfalen begannen forsch, drangen umgehend nach vorne und belohnten sich früh für ihren ansprechenden Beginn: Nach einem Narey-Einwurf überlupfte Angreifer Helenius erst Ziereis, dann Rzatkowski, und hob die Kugel über Himmelmann hinweg ins lange Eck - ein Traumtor zum 0:1 (7.). St. Pauli war beeindruckt. Nun zog sich Paderborn etwas zurück und überließ dem Gegner den Ball.

Paderborn kontert - und trifft zum 0:2

Kurz darauf kamen auch die Hamburger zu einer erstklassigen Möglichkeit, doch Dudziak traf den Ball am Fünfmeterraum nicht richtig (11.). Acht Minuten später hatte der Ex-Dortmunder erneut den Ausgleich auf dem Fuß, fand seinen Meister aber in Heuer Fernandes. St. Pauli hatte weitaus mehr vom Spiel, tat sich aber schwer. Der SCP stand recht kompakt in der Defensive und wurde bei schnellen Gegenstößen immer wieder gefährlich. Nach einer feinen Kombination über Helenius und Stöger kam der aufgerückte Linksverteidiger Hartherz im Strafraum der Gastgeber unbehelligt zum Schuss und traf - 0:2 (24.).

Auch wenn Lienens Mannschaft weiterhin mehr Ballbesitz hatte, war Paderborn weitaus gefährlicher vor dem gegnerischen Gehäuse. Nach gut einer halben Stunde hatte Wahl gar den dritten Gästetreffer auf dem Kopf, doch Himmelmann parierte (36.). Bei Stoppelkamps Versuch aus rund acht Metern musste der Schlussmann nicht eingreifen, der Schuss strich über das Tor (42.). Mit einem zweifellos verdienten 0:2 ging es in die Kabinen.

St. Pauli kommt zurück - dank Sobiech

So gut wie Paderborn im ersten, begann St. Pauli im zweiten Abschnitt. Die Hamburger hatten sich noch lange nicht ergeben und drängten vom Anstoß weg auf den Anschlusstreffer. Dieser glückte bereits nach wenigen Minuten: Sobiech traf, nachdem er von Sebastian im Strafraum gefoult worden war, aus elf Metern zum 1:2 (51.). Lienens Team machte nun Druck.

Und doch jubelten die Gäste. Paderborn konterte, Koc spielte Stoppelkamp auf dem Flügel an, dieser flankte - und Helenius schnürte den Doppelpack (59.). Mit dem dritten Tor hatten die Ostwestfalen St. Pauli den Wind etwas aus den Segeln genommen. Den Hamburgern schien zunächst etwas die Überzeugung zu fehlen, nochmal zurückkommen zu können. Der SCP verteidigte konzentriert, vergab erst durch Helenius die Möglichkeit auf den vierten Treffer (72.) - und erzielte diesen schließlich in der Schlussphase: Der kurz zuvor eingewechselte Bertels überwand Himmelmann mit einem feinen Schuss (81.). Die Partie schien entschieden.

Picault sorgt gehörig für Schwung

Nun riss sich Lienens Elf aber nochmal zusammen und kam zurück - in erster Linie dank Joker Picault. Erst bereitete er Sobotas Tor vor, der im dritten Schussversuch erfolgreich war (84.). Dann glückte ihm in der Nachspielzeit per Kopf gar der Anschlusstreffer (90-+3). Dieser kam letztlich aber zu spät. So mussten die Hamburger die zweite Pleite in Folge hinnehmen.

In Sandhausen steht St. Pauli am Samstag (13 Uhr) in einer Woche gehörig unter Zugzwang, will es den Anschluss an die Aufstiegszone nicht gänzlich verlieren. Bereits in einer Woche (18.30 Uhr) ist Paderborn im Kellerduell gegen den MSV Duisburg gefordert.

Tabellenrechner 2.Bundesliga
11.03.16
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC St. Pauli
Aufstellung:
Himmelmann (3) - 
Hornschuh (5) , 
L. Sobiech (4,5)        
Ziereis (5,5) , 
Buballa (5) - 
Rzatkowski (3,5) , 
Alushi (4,5) - 
Sobota (4,5)    
Choi (5)    
Buchtmann (5) - 
Dudziak (5)    

Einwechslungen:
65. Maier für Choi
79. Picault     für Dudziak

Trainer:
Lienen
SC Paderborn 07
Aufstellung:
Narey (3) , 
Sebastian (4)    
Wahl (3) , 
Hartherz (2)    
Bakalorz (3)        
Wydra (3)    
Koc (2,5)    
Stöger (2,5)    
Stoppelkamp (2,5) - 
Helenius (1,5)            

Einwechslungen:
68. Krauße für Stöger
78. Bertels     für Koc
90. + 1 Pepic für Wydra

Trainer:
Müller

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Helenius (7., Linksschuss, Narey)
0:2
Hartherz (24., Linksschuss, Stöger)
1:2
L. Sobiech (51., Foulelfmeter, Rechtsschuss, L. Sobiech)
1:3
Helenius (59., Linksschuss, Stoppelkamp)
1:4
Bertels (81., Linksschuss, Hartherz)
2:4
Sobota (84., Rechtsschuss)
3:4
Picault (90. + 3, Kopfball, Rzatkowski)
Gelbe Karten
St. Pauli:
-
Paderborn:
Sebastian
(3. Gelbe Karte)
,
Helenius
(1.)
,
Bakalorz
(6.)

Spielinfo

Anstoß:
11.03.2016 18:30 Uhr
Zuschauer:
28815
Spielnote:  2,5
viele Torszenen, aber das Ergebnis klingt spannender als das Spiel über weite Strecken war. Der SCP war deutlich überlegen.
Chancenverhältnis:
5:6
Eckenverhältnis:
5:3
Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)   Note 2
lag in allen entscheidenden Situationen richtig. Vertretbar, Buballas Einsteigen gegen Koc (1.) nicht mit Strafstoß zu ahnden.
Spieler des Spiels:
Nicklas Helenius
vereinte in seinem ersten Tor sämtliche Attribute, die sein Spiel ausmachten: frech, technisch anspruchsvoll und kühl im Abschluss.