Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
04.01.2019, 16:30

Elektroautos kaum gefragt - Wenig Anträge auf Umweltbonus

Will denn keiner diese Fördergelder?

Trotz Umweltbonus bleibt die Nachfrage nach Elektroautos mehr als mau. 2018 ist die Zahl der Anträge auf eine Förderprämie nur wenig gestiegen. Die hoch gesteckten Ziele der Bundesregierung dürften sich also kaum erfüllen lassen. Ein paar Faktoren könnten 2019 dennoch mehr Stromer auf die Straße bringen.

Smart EV, Geld
Elektro-Smart beim Stromfassen: Nur wenige Förderanträge für E-Autos wie dieses werden gestellt.
© Smart-GTÜ-ampnet

Als im Juli 2016 die "E-Auto-Prämie" eingeführt wurde, da waren die Erwartungen groß: Der Umweltbonus sollte die Nachfrage nach Elektroautos und Plug-in-Hybriden kräftig anheizen. Auf diese Weise, so der Plan, wäre dann auch das hehre Ziel der Bundesregierung zu erreichen, wonach bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf unsere Straßen rollen sollen.

Die Ernüchterung ist groß

Inzwischen aber ist die Ernüchterung groß. Wie die jetzt vorgelegten Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) belegen, mag sich kaum ein Autokunde für ein Elektromobil erwärmen. Seit Einführung der Kaufprämie im Juli 2016 bis zum Jahresende 2018 sind nur 91.498 Anträge beim Bafa eingegangen. Besonders ungut erscheint den E-Auto-Befürwortern, dass die Zahl der Anträge von 2017 (38.874) auf 2018 (44.601) nicht signifikant angestiegen ist.

Auch die Jahresbilanz des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) weist den Elektroautos nur einen winzigen Nischenplatz zu. Von 3,44 Millionen in 2018 zugelassenen Neuwagen waren nur 31.422 (oder 0,9 Prozent) Plug-in-Hybride und 36.062 (oder ein Prozent) reine Elektro-Pkw.

Tesla Model S
Tesla Model S: Bis auf das Basismodell ist die kalifornische Elektro-Limousine nicht förderwürdig.
© HerstellerZoomansicht

600 Millionen im Fördertopf

Insgesamt 600 Millionen Euro an Bundesmitteln waren 2016 in den Prämientopf gegeben worden, das sollte für die Förderung von 300.000 Elektroautos und Plug-ins reichen. Es ist indes kaum zu erwarten, dass die Fördergelder bis zum 30. Juni 2019 ausgeschöpft werden, wenn das Bonusprogramm ausläuft. Immerhin müssten dazu in den kommenden zwölf Monaten über 200.000 neue Stromer bzw. Teilzeitstromer bei den Zulassungsstellen vorfahren. Experten rechnen deshalb damit, dass das Förderprogramm über 2019 hinaus verlängert wird.

Allerdings könnte es demnächst durchaus aufwärts gehen mit den Verkaufszahlen der elektrischen Modelle. Grund: Die Markteinführung der ersten deutschen Stromer einer neuen Generation steht unmittelbar bevor. Audi und Mercedes beispielsweise schicken ihre elektrischen Crossover e-tron und EQC an den Start, bei VW läuft Ende des Jahres die Produktion des kompakten I.D. Neo an, der sich in der Größenordnung eines Golf bewegt und ab ca. 30.000 Euro kosten soll. Hinzu kommen weitere alltagstaugliche E-Mobile wie beispielsweise die Kia-Modelle e-Niro und Soul EV.

Privileg für elektrische Dienstwagen

Ein weiterer Anschub ist von der neu geregelten Besteuerung von Dienstwagen zu erwarten. Demnach müssen für einen privat genutzten Dienstwagen nur 0,5 statt ein Prozent vom Listenpreis als geldwerter Vorteil angegeben werden, sofern das Auto ein reines E-Modell oder ein Plug-in-Hybrid ist. Der Antrag auf Förderprämie kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa, www.bafa.de) gestellt werden. Reine Elektroautos bekommen 4000 Euro, "von außen aufladbare Hybridfahrzeuge", sprich Plug-in-Hybride, 3000 Euro. Bund und Autoindustrie beteiligen sich jeweils zur Hälfte.

Voraussetzung ist allerdings, dass der Anschaffungspreis des Stromers 60.000 Euro nicht überschreitet. Ein Jaguar I-Pace fällt da raus, das Tesla Model S steht nur in der "Base"-Ausstattung auf der Bafa-Liste. Und ein PHEV darf nach dem neuen WLTP-Messzyklus nicht mehr als 50 g/km CO2 emittieren. Das ist eine Vorgabe, die beispielsweise vielen Volvo-Plug-ins oder dem Mini Cooper SE Countryman All4 den förderwürdigen Status gekostet hat.

Ulla Ellmer

Die Top Ten der Elektroautos mit den meisten Förderanträgen in der Bilderstrecke:

Hitliste der Modelle mit den meisten Förderanträgen
Die elektrischen Top Ten
Smart EQ forfour
Platz 10: Smart EQ forfour

Den elektrischen Smart gibt es als Zweitürer (fortwo) und als Viertürer (forfour). Letzterer kostet ab 22.600 Euro, kommt im realen Betrieb aber nur etwa 110 bis 120 km weit.
© Hersteller

vorheriges Bild nächstes Bild
 

kicker

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

Schlagzeilen

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Re: Wünsche für die Rückrunde? von: goesgoesnot - 20.01.19, 03:04 - 4 mal gelesen
Re (5): toooooooooooooooooor für die Bayern von: bolz_platz_kind - 20.01.19, 02:31 - 11 mal gelesen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
03:30 SKYS1 Golf: European Tour
 
03:35 SP1 Sport Clips
 
03:45 SKYS2 Fußball: DFB-Pokal
 
04:00 SP1 Sport Clips
 
04:00 SKYBU Fußball: Bundesliga, Alle Spiele, alle Tore
 

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine