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09.01.2017, 08:06

NFL, Wild Card Round: Miami leistet sich zu viele Fehler

Pittsburghs "Killer B's" sind sofort auf Temperatur

Zweiter Tag des Wild-Card-Weekends: Die Pittsburgh Steelers ließen gegen die Miami Dolphins bei Minustemperaturen im Heinz Field nichts anbrennen und sorgten gegen die Gäste aus dem sonnenverwöhnten Florida frühzeitig für klare Verhältnisse. Ihren Killerinstinkt bewiesen einmal mehr die drei B's der Steelers. Miami dagegen enttäuschte auf ganzer Linie und leistete sich gegen Pittsburghs starke Defense schlicht und ergreifend zu viele Fehler.

Antonio Brown und Le'Veon-Bell
Delfin-Jäger: Pittsburghs Leistungsträger Antonio Brown und Le'Veon-Bell.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Grunde genommen hatte Pittsburgh die Partie schon mit den ersten beiden Drives entschieden: Gleich zweimal transportierte der stark aufgelegte Antonio Brown (124 Receiving-Yards) das Ei in die Endzone, einmal aus 50, das andere Mal sogar aus 62 Yards. Wenig später, Miami hatte zwischenzeitlich per Field Goal verkürzt, erhöhten die Steelers nach einem Le'Veon-Bell-Touchdown gar auf 20:3 (Kicker Chris Boswell vergab des Extrapunkt). Zu diesem Zeitpunkt musste man richtiggehend Angst um die Dolphins haben, denn Pittsburgh dominierte das Geschehen nach Belieben und befand sich frühzeitig auf Kurs Divisional Round. "Unsere Big Three kamen richtig gut ins Rollen, dazu stoppten wir sie mit unserer Defensive", analysierte Steelers-Coach Mike Tomlin.

Miami mit zwei Fumbles - Bells Deluxe-Premiere

Doch nach einem weiteren Field Goal der Gäste sowie einer Ben-Roethlisberger-Interception drohte Pittsburgh noch vor dem Pausenpfiff unerwartet aufkommende Spannung: Miamis Ersatz-QB Matt Moore führte die Dolphins bis in die Redzone, verlor dann aber gegen den anrauschenden James Harrison das Leder. Direkt nach der Halbzeit unterlief dem Spielmacher ein weiterer Fumble in der gegnerischen Hälfte. "Wir hatten Chancen, haben es letztlich aber nicht geschafft, Punkte auf die Anzeigetafel zu packen", sagte Miamis geknickter Cheftrainer Adam Gase über die verpassten Möglichkeiten in Q2 bzw. Q3.

So kam es noch dicker für die Gäste, denn auch deren Verteidigung leistete sich plötzlich Unachtsamkeiten. Ein Beispiel gefällig? Bei 4th Down für die Steelers sorgte eine Neutral Zone Infraction für ein neues 1st Down, drei Spielzüge später jubelte Pittsburghs Bell zum zweiten Mal in der Endzone und freute sich in seinem allerersten K.-o.-Rundenspiel obendrein über einen neuen Franchise-Rekord von 167 Rush-Yards in einer Play-off-Begegnung. "Ein Mann für alle Fälle", urteilte Coach Tomlin.

Die Schulter: Ajayi kann nicht an Week 6 anknüpfen

Jay Ajayi
Auf ihn mit Gebrüll: Miamis Jay Ajayi hatte einen schweren Stand.
© Getty Images

"Kein Guter Tag für uns", lautete dagegen das ernüchternde Fazit von Miamis Trainer Gase: "Sie konnten ihr Laufspiel aufziehen, wir nicht. Dazu haben wir den Ball zu häufig abgegeben." Ein Grund, warum das Run-Game der Dolphins nicht funktionierte, war mit Sicherheit die Schulterverletzung von Running Back Jay Ajayi, der nur zu 33 Rush-Yards kam (bei 16 Versuchen). In der Regular Season hatte der 23-Jährige beim 30:15-Erfolg gegen Pittsburgh mit 204 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns noch den Unterschied ausgemacht.

Dazu machte es die Steelers-Defense der Dolphins-Offense um QB Moore alles andere als leicht: Fünf Sacks, eine Interception, zwei Fumble-Recoveries und neun Quarterback-Hits lautete der Arbeitsnachweis von Pittsburghs Verteidigung, sodass der im warmen Wintercoat eingehüllte Roethlisberger (13/18, 197 Yards, zwei TDs) in der Schlussphase des vierten Viertels trotz seiner zuvor zweiten Interception relativ entspannt von der Seitenlinie aus den 30:12-Sieg verfolgen konnte.

Brown sucht nach dem richtigen Weg nach Kansas City

"Wir wissen, dass wir nichts geschenkt bekommen", blickt Tomlin bereits auf die kommende Aufgabe in der nächsten Woche. Diese lautet Kansas City Chiefs. "Unsere Aufgabe ist es, einen Weg zu finden, um dort zu gewinnen", erklärte Receiver Brown gegenüber dem NFL Network. Für Miami ist die Spielzeit hingegen vorbei. Trotz der klaren Niederlage hebt Coach Gase aber das Positive hervor: "Nächste Saison geht es wieder bei Null los. Dieses Gefühl der Play-offs wollen wir aber dennoch mitnehmen und im nächsten Jahr erneut für Furore sorgen."


Wild Card Round 2016/17

Samstag, 7. Januar (MEZ)

Houston - Oakland 27:14

Sonntag, 8. Januar (MEZ)

Seattle - Detroit 26:6
Pittsburgh - Miami 30:12
Green Bay - New York Giants 38:13

Freilose

New England (14:2, bestes Team der AFC in der Regular Season)
Kansas City (12:4, zweitbestes Team der AFC in der Regular Season)
Dallas (13:3, bestes Team der NFC in der Regular Season)
Atlanta (11:5, zweitbestes Team der NFC in der Regular Season)

ssc

 
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