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07.03.2018, 17:07

Ärger um Ansetzungen der Achtelfinal-Hinspiele

HBL vs. EHF: Handball-Terminstreit eskaliert

Der Terminstreit zwischen der Handball-Bundesliga (HBL) und der Europäischen Handball-Föderation (EHF) eskaliert: Die EHF hat die Achtelfinal-Hinspiele des THW Kiel und der Rhein-Neckar Löwen in der Champions League auf den 24. März terminiert - den Tag, an dem beide Teams in der Bundesliga aufeinandertreffen.

Handball, Champions League
Wann wird in der Champions League angeworfen? Der Streit zwischen HBL und EHF eskaliert zunehmend.
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Die HBL hatte ihr Topspiel längst für den 24. März (18.10 Uhr) angesetzt. Die ARD überträgt die Partie live. Da die Fußball-Bundesliga an jenem Wochenende pausiert, ist die Live-Übertragung für die HBL besonders attraktiv. Entsprechend wütend fielen die Reaktionen auf die Ansetzung der EHF aus. "Das ist gegen die Interessen des gesamten Handballs", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem SID und sprach von "unglaublicher Unprofessionalität" seitens der EHF: "Mit einem Live-Spiel in der ARD erreichen wir mehr Zuschauer als bei sämtlichen Champions-League-Spielen der Löwen und Kiel in dieser Saison zusammen. Wir werden unser Bundesliga-Spiel an dem geplanten Termin austragen."

Mit einem Live-Spiel in der ARD erreichen wir mehr Zuschauer als bei sämtlichen Champions-League-Spielen der Löwen und Kiel in dieser Saison zusammen.HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann

So verständlich der Ärger bei der HBL auch ist: Der Königsklassen-Termin war den handelnden Personen bei der Planung des Liga-Topspiels sehr wohl bekannt. So betonte auch die EHF in einer Mitteilung am Mittwoch, dass die jetzt auftretenden Probleme bei den Spielansetzungen "vorhersehbar" gewesen seien: "Sie wurden von der HBL allerdings nicht berücksichtigt."

Unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten habe die EHF die betreffenden Vereine informiert, dass entweder den Regularien Folge zu leisten sei, oder das Heimrecht im Achtelfinale getauscht werden könne. Dann käme auch ein anderer Termin als der 24. März infrage.

Tausch des Heimrechts? - Ultimatum bis Donnerstagvormittag

Dies würde aber bedeuten, dass die beiden deutschen Mannschaften im Rückspiel auswärts antreten würden. Die EHF räumte der HBL nun eine verlängerte Entscheidungsfrist bis Donnerstagvormittag ein. Ursprünglich hatte sie eine Entscheidung bis Mittwochvormittag verlangt.

Zuvor hatten es sowohl Kiels ungarischer Gegner Pick Szeged als auch Löwen-Kontrahent Vive Kielce (Polen) abgelehnt, ihre Heimspiele am 21. oder 22. März auszutragen. Beide beharren auf dem Samstagstermin. Die EHF dazu: "Unter Berücksichtigung der Hallenverfügbarkeit, der TV-Situation in Polen und Ungarn sowie der Priorität, die dem jeweils heimischen TV-Markt eingeräumt wird, war es nicht anders möglich, als die Spiele auf Samstag, 24. März (Anwurf 16 Uhr in Kielce, 18 Uhr in Szeged) zu terminieren."

ski

 
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