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30.11.2017, 17:15

THW-Schlussmann wird im Landesderby beschimpft

Pöbeleien in Flensburg: Kiels Wolff antwortet richtig

Es war ein ungemein wichtiger Sieg für den THW Kiel in der Königsklasse, in Flensburg schmeckte ein solcher natürlich auch noch deutlich süßer. Dass Torhüter Andreas Wolff beim 33:30-Auswärtserfolg derart heiß lief, hatte allerdings auch unschöne Gründe.

Mit 17 Paraden in 47 Minuten Kiels Sieggarant in Flensburg: THW-Schlussmann Andreas Wolff.
Mit 17 Paraden in 47 Minuten Kiels Sieggarant in Flensburg: THW-Schlussmann Andreas Wolff.
© imagoZoomansicht

Auch nach dem 33:30-Achtungserfolg im 95. Nordderby bei der SG Flensburg-Handewitt und 17 Paraden binnen 47 Minuten blieb Europameister Wolff erst einmal cool. "Ich weiß nicht, ob es mein bestes Spiel war. Ich bin nur froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte", so der Schlussmann des THW Kiel ungewohnt kühl.

Denn im gewohnt hochemotionalen Landesderby war der 26-Jährige während der Partie mehrfach unflätig beschimpft worden: "Hinter meinem Tor sind Worte gefallen, die unter die Gürtellinie gehen. Wenn jemand meine Mutter beleidigt, nehme ich das nicht hin." Wolff antwortete auf seine Weise - und hielt dabei gleich vier Siebenmeter der Flensburger. Mit dem eher unerwarteten Erfolg kämpften sich die Gäste in der Vorrundengruppe B der Champions League auf den vierten Tabellenplatz vor und durften durchatmen. "Die Jungs haben Charakter gezeigt. Ich bin sehr stolz auf sie und sehr zufrieden mit unserer Leistung. Andy Wolff hat ein phänomenales Spiel gemacht", lobte THW-Coach Alfred Gislason.

Der deutsche Rekordmeister beseitigte mit dem Auswärtssieg die letzten Zweifel am Überstehen der Gruppenphase in der Königsklasse. Nun wollen die Zebras endlich auch in der Liga wieder Fahrt aufnehmen. Kreisläufer Patrick Wiencek, der in der ausverkauften Flens-Arena fünfmal einnetzte, forderte: "Wir müssen jetzt auch in der Bundesliga wieder so auftreten."

Machulla will keine hängenden Köpfe sehen

Seinen Aufwärtstrend bestätigen kann der amtierende deutsche Pokalsieger bereits am 10. Dezember (15 Uhr), wenn sich das ohnehin stets prestigeträchtige Landesderby an gleicher Stelle in der Liga auf nationaler Ebene wiederholt. Wolff war die Vorfreude auf diesen Klassiker schon kurz nach Abpfiff anzumerken: "Das Derby ist immer hitzig, aber es macht Spaß, hier zu spielen." Und auch bei den Flensburgern ist man begierig darauf, schnell Revanche zu nehmen. SG-Coach Maik Machulla erklärte: "Ich erwarte, dass meine Mannschaft wieder ganz schnell nach vorne schaut."

msc/sid

Absteiger Balingen beeindruckt mit durchschnittlicher Auslastung
THW Kiel unantastbar: So viele Fans strömten in die Hallen
Beste Stimmung, volle Hallen: In Leipzig, Göppingen, Flensburg und Mannheim war der Andrang regelmäßig groß.
Fans, Fans, Fans

Insgesamt strömten 1.494.465 Zuschauer in die Bundesliga-Hallen der Saison 2016/17, macht im Schnitt 4884 zahlende Besucher. In den absoluten Zahlen war Krösus THW Kiel einmal mehr unantastbar, in der durchschnittlichen Auslastung beeindruckte aber auch ein Absteiger.
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