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01.07.2014, 02:02

Hummels hat sich erkältet

Für Mustafi ist die WM vorbei

Das dürfte Joachim Löw kurz vor dem Achtelfinale gegen Algerien gar nicht gefallen haben. Mats Hummels musste kurzfristig absagen und der Bundestrainer seine Abwehr, die zuletzt gegen die USA ohne Gegentor geblieben war, umbauen. Shkodran Mustafi rückte ins Team, konnte dabei wenig überzeugen und wird nun den Rest der WM wegen einer Verletzung zu verpassen. Hummels wird gegen Frankreich (Freitag, 18 Uhr) wohl wieder zurückkehren.

Shkodran Mustafi
Schmerzhaftes Ende: Shkodran Mustafi musste ausgewechselt werden.
© Getty ImagesZoomansicht

Im Interview mit dem ZDF ließ Manager Oliver Bierhoff vor dem Achtelfinale durchblicken, dass sich Hummels' Ausfall bereits am Vorabend in Porto Alegre angekündigt hatte. Beim Abschlusstraining wirkte Hummels noch mit. Für ein mögliches Viertelfinale gegen Frankreich am kommenden Freitag (18 Uhr) rechnet er aber mit einem gesunden Hummels. "Ich denke, es ist nicht so schlimm", sagte Bierhoff, "er dürfte für das nächste Spiel wieder bereit sein."

Hummels bot an der Seite von Per Mertesacker bisher eine gute WM, steuerte beim 4:0 gegen Portugal sogar einen Treffer bei. "Leider kann ich gleich nicht mit dabei sein, ich drücke den Jungs aus dem Bett die Daumen. Ich hoffe wir packen es ins Viertelfinale!", meldete sich Hummels via sozialem Netzwerk vor dem Spiel zu Wort.

Die deutsche Elf ist in Brasilien extremen Witterungsverhältnissen ausgesetzt. Während im Norden teils große Hitze und Luftfeuchtigkeit den Akteuren zu schaffen machen, herrscht im Süden merkbar Winter. Im deutschen Spielort Porto Alegre regnete es zuletzt bei 14 Grad. Auch Thomas Müller hatte am Sonntagabend leichte grippeähnliche Symptome, hielt aber im 120-Minuten-Krimi gegen Algerien bis zum glücklichen Ende durch.

Mustafi rückt rein - und fällt aus

Für Hummels rückte wieder Shkodran Mustafi ins Team. Der Nachrücker im Kader der DFB-Elf kam dadurch schon zu seinem dritten Einsatz bei dem Turnier. "Musti hat das sehr gut gemacht", lobte Bierhoff die bisherigen Auftritte, er spiele "sehr reif und abgeklärt". Gegen Algerien zeigte er aber einen fehlerhaften Auftritt. Zudem zog er sich nach 70 Minuten im linken hinteren Oberschenkel eine Muskelverletzung zu.

"Er hat einen Muskelfaserriss erlitten. Ich denke jetzt mal, dass er in diesem Turnier keine Rolle mehr spielen kann, weil er jetzt definitiv für die nächsten zwei, drei Wochen auf jeden Fall ausfällt", sagte Löw nach dem Spiel. Wenig später wurde die Diagnose sogar noch korrigiert: Muskelbündelriss heißt sie nun, für Mustafi ist das Abenteuer WM beendet.

Sami Khedira wurde eingewechselt und übernahm die Rolle im defensiven Mittelfeld. Kapitän Philipp Lahm rückte erstmals im Turnier auf die rechte Abwehrseite. "Dass Philipp Lahm dann rechts hinten spielt, war naheliegend", sagte der Bundestrainer.

In der zweiten Hälfte der Verlängerung wurde dann auch Bastian Schweinsteiger ausgewechselt. Auch für den Münchner ging es nicht mehr weiter. Beim Mittelfeldstrategen war es aber wohl nur Krämpfe, die ihm zu schaffen machten.

kicker-Chefreporter Oliver Hartmann aus Porto Alegre
Die DFB-Elf gegen Algerien in der Einzelkritik
Manuel Neuer, kicker-Note: 1,5
Manuel Neuer, kicker-Note: 1,5

Mehr durch Rückpässe ins Spiel eingebunden als ihm lieb sein konnte, dabei stets ballsicher. Klärte mit riskanten Ausflügen gegen Slimani (9. und 73.) und Feghouli (28.). Auch in der 87. Minute gegen Feghouli auf der Hut. Sicherer Rückhalt, ganz starkes Torwartspiel.
© Getty Images

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