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20.03.2013, 16:53

Vor den Duellen mit Costa Rica und Mexiko - Riss durchs Team?

Nach Quali-Fehlstart: Klinsmann unter Beschuss

Nach dem verpatzten Auftakt in die WM-Qualifikation (1:2 gegen Honduras) stehen die USA in den Duellen mit Costa Rica und Mexiko schon unter Zugzwang. Auch der Druck auf Jürgen Klinsmann wächst zunehmend: US-Medien berichteten von einem angeblichen Riss durch das Team und einem Vertrauensverlust mehrerer Spieler in den Nationalcoach. Dieser hatte für die anstehenden Partien überraschend auf Kapitän Carlos Bocanegra verzichtet.

Jürgen Klinsmann
Hat er sein Team noch im Griff? Jürgen Klinsmann steht mit den USA gegen Costa Rica unter Druck.
© Getty ImagesZoomansicht

Die "Sporting News" hatten am Dienstag auf ihrer Website berichtet, dass ein Teil des Kaders das Vertrauen in Klinsmanns Führungsstil zunehmend verloren habe. Elf nicht namentlich genannte Spieler hätten dem Blatt demnach von einer tiefen Kluft innerhalb des Teams berichtet, die zwischen den von Klinsmann zur Nationalmannschaft berufenen Deutsch-Amerikanern und den Akteuren mit tieferen Wurzeln in den USA verlaufen soll. Darüber hinaus würden Klinsmanns Methoden und seine taktischen Fähigkeiten mehr und mehr in Frage gestellt werden. Die 1:2-Niederlage in Honduras am 6. Februar habe diese Entwicklung noch einmal deutlich verstärkt. Die "Sporting News" lieferten mehrere Klinsmann-kritische Zitate mit konkreten Vorwürfen - allerdings allesamt, ohne die Quelle zu nennen.

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Anlass zur Kritik war zuletzt vor allem, dass Klinsmann, der von einem gestörten Verhältnis zum Team selbst nichts wissen will, den langjährigen Kapitän Bocanegra in Honduras nur auf die Bank gesetzt hatte. Auf die Erfahrung des Verteidigers zu verzichten, sei naiv gewesen, so der angebliche Vorwurf an Klinsmann. Im Kader für die richtungsweisenden Duelle mit Costa Rica am Freitag in Denver und am Dienstag darauf in Mexiko fehlt Bocanegra sogar komplett - und das, obwohl gleich neun Spieler verletzt ausfallen.

Trotz Personalsorgen: Bocanegra nicht nominiert

Bocanegra äußerte sich jedoch auf seiner Facebook-Seite und nahm Klinsmann in Schutz: "Während der letzten 18 Monate hat Jürgen viele neue Ideen vorgestellt. Er hat eine Vision davon, wie er das Team weiterentwickeln will", erklärte der 33-Jährige. Klinsmann sei immer ehrlich zu den Spielern gewesen: "Nicht jeder ist mit allen Entscheidungen und Methoden einverstanden, aber er sagt einem immer ins Gesicht, wo man bei ihm steht", meinte der 110-malige Nationalspieler, der seine Mannschaftskollegen zur Geschlossenheit aufrief.

Als Grund für die Nicht-Berücksichtigung Bocanegras hatte Klinsmann dessen mangelnde Spielpraxis bei Racing Santander genannt. "Leider hat deine Klub-Situation manchmal direkten Einfluss auf deine Nationalmannschaftskarriere", kommentierte Bocanegra via Twitter.

Gegen Costa Rica muss ein Sieg her

In seiner Zeit als US-Nationalcoach hat Klinsmann seit seinem Amtsantritt im Juli 2011 einige starke Ergebnisse vorzuweisen, darunter den ersten US-Sieg in Mexiko und den ersten Triumph gegen die Italiener, als das US-Team in Genua mit 1:0 gewann. Schon in der ersten Qualifikationsphase der CONCACAF-Region hatten seine Schützlinge allerdings geschwächelt. Eine Niederlage in Jamaika und ein Unentschieden beim Fußballzwerg Guatemala riefen die Kritiker schnell auf den Plan. Nach der Niederlage in Honduras ist der Druck weiter gewachsen.

Im Heimspiel gegen Costa Rica müsse unbedingt ein Sieg her, betonte auch Klinsmann, der die Niederlage in Honduras auch in den Umständen begründet sah: "Wir hatten zweieinhalb Tage Zeit zur Vorbereitung. Insbesondere die Spieler aus Europa konnten sich in dieser Zeit nicht an die klimatischen Bedingungen anpassen. Aber das komplette Team hat unter seinen Möglichkeiten gespielt."

20.03.13
 
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