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Koekio
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13.07.18, 00:12

Taktik schön und gut...

Der Taktikfanatiker, egal ob im Fußball oder welcher Sportart auch immer, wird an vielen Spielen seine Freude haben. Sicherlich gibt es von diesen Leuten auch eine ganze Menge. Doch, wie hier auch schon ein, zwei Mal durchklang, wollen die Menschen/Fans vom Fußball unterhalten werden. Davon ist der Fußball bei einer WM, EM etc.teilweise weit entfernt. Edeltechniker werden notgedrungen zu Abwehrspielern umfunktioniert und das ganze Spiel wird dein defensives Schlachtfest, sobald das erste, eigene Tor gefallen ist. Das defensive Taktieren und Zeitschinden führt soweit, dass manch ein Spieler auf dem Platz teilweise mehrmals verendet und gefühlt erst zum Schlusspfiff vollständig reanimiert werden kann. Der Schweregrad der Fouls und der daraus resultierenden "Verletzungen" scheint sich von der Steigung auch proportional zur verstrichenen Spielzeit zu verhalten. Taktik eben. Das möchte allerdings auch ein eingefleischter Taktikfuchs nicht sehen. Das Ganze "Spektakel" mal aus einer anderen Perspektive betrachtet: Es geht im Fußball auch um viel Geld - man siehe nur sämtliche Werbemaßnahmen um die deutsche Nationalelf, die jetzt eigentlich nur noch abgeschrieben werden können - und aus diesem Blickwinkel ist unattraktiver Ergebnisfußball tatsächlich langfristig wenig förderlich, denn das will auf Dauer niemand mehr sehen. Und ohne (Fernseh-)Zuschauer fallen die üppigen Sponsorengelder auf lange Sicht deutlich geringer aus. Das ärgert die Verbände. Und ein Titel ist nur kurzfristig ausschlachtbar (oder wen kümmert es heute, dass Deutschland vor vier Jahren Weltmeister war?), schön anzusehender Fußball jedoch langfristig.
KINGSMOKY
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12.07.18, 10:01

sang & klanglos von Pogba & Kante entzaubert

Eigene Stärke: Wenn Brasilien gegen Belgien rausfliegt und dabei über 25 Schüsse abgegeben, war es Unvermögen des brasilianischen Teams und eine taktische Meisterleistung des belgischen, Der Einsatz von Fellaini wird dabei explizit in den Vordergrund gestellt als Fels in der Brandung, der auch schon gegen Japan als Brechstange die Wende geschafft hatte.

Gegen stillose Sieger rausfliegen: Wenn selber Mann Fellaini im Halbfinale das interne Manchester United Mannschaftsduell gegen Frankreichs Pogba haushoch verliert, wenn Belgien trotz mehr Schüsse aufs Tor quasi sang und klanglos rausfliegt, wird der Sieger diskreditiert. Wobei die belgische Offensivpower durch die Kompaktheit der französischen Mannschaft stark entzaubert wurde. Schlechter Stil. Wenn sie selbst auf weniger als 50% Ballbesitz machen, ist das kein Thema. WEnn aber Frankreich defensiv steht, ist das eine Sünde. Pffff...

Schade Belgien: Am Ende das doch die strategische Überlegenheit im Mittelfeld Frankreich ans Ziel gebracht. Egal wie destruktiv der Gegner ist, sobald er führt. Wenn Belgien in 90 Minuten kein Tor macht, können sie schwer weiterkommen.

Hut ab vor Frankreich. Mir ist es nicht wichtig, ob die Franzosen beim Zeitspiel sich besonders gut anstellen. Alle Teams haben in der KO-Phase bei Führung das Stilmittel benutzt. Selber schuld geht auch an England, da sie gestern nach der frühen Führung komplett auf Abwarten und wachsendes Zeitspielen umgestellt hatten, waren sie nicht mehr in der Lage, nach dem Ausgleich den Hebel umzustellen.

Schauspieleinlagen: VAR wird in Zukunft dafür sorgen, dass die Spitzensportler nicht mehr so plumpe Zirkuseinlagen machen können, um den Schiedsrichter zu manipulieren. Bei der nächsten WM werden alle Spieler sich umgestellt haben und andere Tricks versuchen. Neymar hat das als Erster zu spüren bekommen. Als er versucht hat gegen Belgien auf die üblichen Zirkuseinlagen ala Sterbender Schwan zu verzichten, hat er kein Spannungsbogen zum Publikum mehr hinbekommen. Da wird er sich weiter umstellen müssen. Der Trend geht international wieder Richtung Fußball als Kontaktsport.

Ich hätte Belgien das Finale gegönnt, wie jedem Team auch. Aber, man muss auch ordentlich verlieren können, wenn der Gegner einen taktisch neutralisiert hat. Glückwunsch an Frankreich und danke an Belgien für viele schöne Fußballstunden in Russland.
JosefNotSepp
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11.07.18, 23:56

Mbappe, Dembele und Co

Mir war Mbappe bisher immer sympathisch, aber diese eine Szene am Schluss, wo er systematisch mit unfairsten Mitteln die Belgier daran gehindert hat, den Ball von deren Grundlinie abzuschlagen - ich muss schon sagen, dass ist wirklich unsportlich. Der Junge hat bei mir sämtliche Sympathiepunkte eingebüßt und teilt damit sein Schicksal mit Dembele (Abgang aus Dortmund). Ist schon eine komische Kultur der Unsportlichkeit zur Zeit bei den jungen Franzosen. Ich hoffe deshalb, dass nicht sie, sondern die Kroaten Weltmeister werden. Obwohl die auch nicht 100% sauber sich verhalten. Die fairste Mannschaft beim Turnier war für mich Russland. Da gab es keine Mätzchen, nur ehrliches Bemühen auf sportliche Art und Weise das Spiel zu gewinnen.
rauschberg
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11.07.18, 22:17

holland_dozier_holland11.07.18, 19:25

Es ist doch nicht neu, dass gerade bei Weltmeisterschaften in der KO-Runde auf Ergebnis gespielt werden.
Muss ich denn jemanden mit diesen Account an das letzte Halbfinale 2014 erinnern - nein nicht das 7:1 - das andere. Da hauen die Niederlande im ersten WM-Spiel mit begeisternden Offensivfußball die Spanier als amtierenden Weltmeister 5:2 vom Platz.
Und im Halbfinale nach 120 min 0:0! Bloß nicht in Rückstand geraten! Dann aber leider das 11m-Schueßen verloren.
Endspiel doch das gleiche - 1:0 nach 113 min. Bloß nicht in Rückstand geraten.
Spanien WM 2010 - 4x 1:0 und die konnten nun wirklich anders zu der Zeit.

Der Druck zuhause ist einfach so groß dass das Ausscheiden einfach verboten ist. Und so wird eben gespielt -BLOß NICHT IN RÜCKSTAND GERATEN!!!!!!!!
AAASFRESSER
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11.07.18, 22:17

Torhüter

Man darf auch nicht vergessen, dass Lloris eben das gehalten hat, was Courtois gegen Brasilien hielt. Hätten die jeweils daneben gegriffen (passiert ja, siehe Muslera), dann wäre Belgien wohl gestern gar nicht dabei gewesen oder aber hätte Frankreich nicht "zu Null" gespielt und alles wäre anders. Es sind die Details.
Für mich persönlich ist der französische Fußball freilich nicht schön, weil er letztendlich nur eine Verquickung von teilweise unerträglichen Egoismen darstellt (Pogba, Mbappe, Giroud)...
Rabotti11
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11.07.18, 22:16

So ist Leistungssport

Habe es den Belgiern auch sehr gegönnt, aber sich zu beschweren, dass der Gegner die Taktik wählt, die ihm den größten Erfolg verspricht, ist natürlich Unsinn, und wenn die ganz akute Enttäuschung verflogen ist, wird Hazard das auch so sehen.
eintrachtmassemer
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11.07.18, 22:15

ganz schlechte Verlierer

Die Belgier zeigen wieder mal Ihr wahres Gesicht, das eines ganz schlechten Verlierers. Selbst haben sie gegen Brasilien in der 2 HZ nur hinten drin gestanden, viele taktische Fouls gespielt (gestern übrigens auch wieder, jeder Konter wurde durch takt. Foul unterbunden, der Schiri hat das gar nicht richtig bestraft) und mit viel Glück nur ein Geegntor kassiert.

Jetztsind sie sauer dass die Franzosen defensiv gut standen?

Doppelte Moral? wie billig, sind halt Belgier, werden nie was gewinnen
Alsodoch
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11.07.18, 19:26

Deckel drauf

Belgien hätte in HZ 1 alles klar machen können, Chancen hatten sie genug. Aber in HZ 2 haben sie das Spiel selber verloren, Ballverluste ohne Ende, Fehlpässe, Flanken in's Nirwana, verlorene Zweikämpfe. Das man ein 1:0 nach Hause bringen will und auch auf ein 2:0 spielt, ohne hinten alles auf zu machen ist das Normalste der Welt und hätte Belgien im umgekehrten Fall genauso gemacht, warum auch nicht.
Also immer schön die Kirche im Dorf lassen. :-)
DerHerrGraf
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11.07.18, 19:26

Den Belgiern ist nichts gutes eingefallen, die Franzosen haben demnach die passenden taktischen Mittel ergriffen, um das Ergebnis erfolgreich zu gestalten.
Schön anzusehen war das alles in allem nun wirklich nicht, und das lässt sich auch von vier weiteren der bislang sechs absolvierten Spiele Frankreichs behaupten (wobei das Spiel gegen Dänemark gar keins war, das war lediglich abgekartetes Ballgeschiebe, schlimmer als Gijon `82, weil da war wenigstens ein Tor gefallen).
Allzu viele Sympathien oder gar neue objektive Fans hat der französische Fussball bislang in Russland sicher nicht hinzugewonnen, gerade auch, wenn man bedenkt, wozu dieses Team fussballerisch eigentlich in der Lage sein müsste, das ist dann der Unterschied zu Deutschland `82, `86 und `02.
holland_dozier_holland
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11.07.18, 19:25

Legitim und erfolgreich, aber...

Natürlich ist das legitim. Für einen neutralen Beobachter aber kaum zu genießen, sofern man sich nicht an perfekter Verteidigung ergötzen kann.

England spielt ja genauso defensiv. Hinten zumachen, vorne Standards. Mit dem kleinen Unterschied, dass Frankreich das Potenzial hätte, richtig geilen Fußball zu zeigen und es einfach verweigert. Der Zweck heiligt die Mittel. Bombenkader und Taktik wie Island. Am Ende werden sie wohl feiern.

Bei England sehe ich die Mittel für tollen Fußball nicht so sehr. Selbst mit dieser Taktik konnten sie bisher nach Führung nicht einmal wirklich Konter fahren. Selbst dazu fehlte es bisher. Sieht aus wie Griechenland.

Hätte Deutschland so gespielt, hätten sie auch weit kommen können, trotz aller Störfeuer - davon bin ich absolut überzeugt. Der Versuch, offensiv ein Spiel zu gestalten ist ja ehrenhaft. In diesem Fall im Nachhinein aber auch naiv.

Das Dumme am Fußball ist, dass du damit durchkommen kannst. Im Handball oder Basketball kannst du so nix gewinnen. Obwohl, Handball - da war doch was... Hallo Deutschland. Basketball: Kann man auch an die Pistons denken. Defense wins championships. Genau. Beim Fußball allerdings ist es äußerst extrem - es reicht theoretisch eine einzige Offensivaktion in 90 Minuten. Geht in keiner anderen Sportart.

Ich bin für Kroatien. Damit das Verweigerungsmodell nun nach dieser WM nicht Trend wird. Catenaccio-Revival - nein Danke.

Ich würde mir wünschen, dass Frankreich im Finale in Rückstand gerät, zur Offensive gezwungen wird. Und dann trotzdem verliert. Karma halt. Fußballgott, hörst du mich?

Nun, schaun mer mal ;-)

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