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FC Fulham

FC Fulham

England
2
:
1

Halbzeitstand
0:1
Hinspiel: 0:0
Nach Hin- & Rückspiel: 2:1
Hamburger SV

Hamburger SV

Deutschland

FC FULHAM
HAMBURGER SV
15.
30.
45.

60.
75.
90.











Fulham erstmals in der Geschichte im Endspiel

Gera lässt Hamburgs Traum zerplatzen

Der FC Fulham steht erstmals in seiner langjährigen Klubgeschichte - der Verein wurde 1879 gegründet - in einem internationalen Endspiel. Die Londoner drehten gegen den Hamburger SV einen 0:1-Rückstand und ließen damit den Traum des HSV, nach 27 Jahren wieder in ein europäisches Finale einzuziehen, wie eine Luftblase zerplatzen.

Mladen Petric (re.) im Duell mit Dickson Etuhu.
Freistoßkünstler: Mladen Petric (re.), der hier im Duell mit Dickson Etuhu ist, brachte den HSV sehenswert in Führung.
© picture-allianceZoomansicht

Fulhams Trainer Roy Hodgson bangte bis zuletzt um den Einsatz seines Topstürmers Zamora, der sich jedoch trotz seiner Achillessehnenprobleme einsatzfähig meldete. In der Liga hatte der Trainerfuchs bei der 1:2-Niederlage in Everton fast seine komplette erste Elf geschont. Folglich gab es bei Fulham gleich neun Wechsel: Hughes, Hangeland, Konchesky, Duff, Murphy, Etuhu, Davies, Zamora und Gera kamen anstelle von Smalling, Baird, Shorey, Dempsey, Dikgacoi, Greening, Riise, Okaka Chuka und Nevland. Im Vergleich zum Hinspiel in Hamburg war es aber - bis auf Paintsil, der den gelbgesperrten Rechtsverteidiger Baird vertrat - dieselbe Formation.

Auf der anderen Seite tauschte Interimstrainer Ricardo Moniz nach der desolaten 1:5-Klatsche in Hoffenheim, die zur Entlassung von Bruno Labbadia geführt hatte, dreimal: Demel, Zé Roberto und van Nistelrooy spielten für Rincon, Trochowski (Gelb) sowie Berg. Im Hinblick zum Hinspiel standen also Petric und Tesche anstelle von Trochowski sowie Guerrero auf dem Platz.

Vor ausverkauftem Haus und bei sehr guten äußeren Bedingungen entwickelte sich zunächst ein ausgeglichenes Duell zweier engagierter Mannschaften. Nach zwei Minuten hatten die Hamburger den ersten Schockmoment zu überstehen: Bei Geras Zuspiel auf Zamora, zeigten sich sowohl Boateng als auch Demel nicht auf der Höhe der Zeit, so dass der 29-Jährige plötzlich frei vor Rost auftauchte. Der HSV-Schlussmann verhinderte mit einer Glanztat den frühen Rückstand.

Wer aber nun mit offensiven Engländern gerechnet hatte, der sah sich getäuscht. Wie so häufig in dieser Saison zog sich Fulham weit in die eigene Hälfte zurück und überließ dem HSV die Initiative. Die Hamburger nahmen das auch an und sorgten vor allem über die linke Seite für einigen Betrieb, Zwingendes sprang dabei aber nicht für den Bundesligisten heraus. In der 22. Minute fiel dann die erste Entscheidung dieses Spiels: Petric verwandelte einem 25-Meter-Freistoß aus zentraler Position mustergültig in den linken Torwinkel, brachte die Hamburger dadurch in Führung und sorgte zugleich dafür, dass es mit Gewissheit keine Verlängerung geben würde.

Fortan drehte sich der Spielverlauf komplett um. Plötzlich rannten die Londoner an, während sich Hamburg in die eigene Hälfte zurückzog. Fulham legte ein enormes Tempo an den Tag und drückte mit aller Macht auf den Ausgleich, konnte Rost aber vor der Pause nicht mehr ernsthaft gefährden.

Fulham dreht den Spieß um

Fulhams Brede Hangeland im Luftkampf mit Jerome Boateng (re.).
Kopfballungeheuer: Fulhams Brede Hangeland im Luftkampf mit Jerome Boateng (re.).
© picture-allianceZoomansicht

Nach dem Seitenwechsel waren die Moniz-Schützlinge primär darauf bedacht, das Tempo aus der Begegnung zu nehmen, was ihnen zunächst auch durchaus gelang. Zwar blieb Fulham bemüht, hatte aber der taktisch cleveren Vorstellung der Hamburger in dieser Phase nicht viel entgegenzusetzen. Außerdem fehlte es den Engländern sowohl an Ideen als auch an Präzision im Aufbauspiel, so dass Rost lange Zeit nichts zu tun bekam.

Hodgson reagierte und brachte Dempsey für den angeschlagen in die Partie gegangenen Zamora. Auch wenn der US-Boy nicht wirklich auf sich aufmerksam machen konnte, wurden die Londoner plötzlich besser. Sie wirkten gefälliger und waren agiler, auch wenn sie weiterhin zu keinen Torchancen kamen. Das änderte sich in der 69. Minute, als Davies technisch stark Demel narrte und aus neun Metern unter Mithilfe des rechten Pfostens vollendete.

Europa League, Halbfinals
Hamburgs Traum zerplatzt
Ricardo Moniz
Missglückter Einstand

Nach der Entlassung von Bruno Labbadia war es der erste Spiel des HSV unter der Leitung von Interimscoach Ricardo Moniz. Zwar zeigten sich die Hanseaten im Vergleich zur farblosen Vorstellung in der Bundesliga in Hoffenheim verbessert, mussten sich dennoch geschlagen geben und schieden aus.
© picture-alliance

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Fulham hatte nun Blut geleckt und wurde nach 76 Minuten für seine Mühen belohnt: Ein Eckball von rechts landete im Sechzehner, Demel fälschte unglücklich zu Gera ab, der sich den Ball vorlegte und aus fünf Metern das "Craven Cottage" in ein Tollhaus verwandelte. Jetzt waren die Hamburger wieder gefordert und sie legten den Schalter noch einmal um. Gegen nun aufopferungsvoll verteidigende Briten war aber kein Durchkommen, so dass die Hanseaten auch im 27. Jahr nach dem Gewinn des Landesmeisterpokals ohne eine Finalteilnahme in einem europäischen Wettbewerb bleiben.

Ehe es am Mittwoch, den 12. Mai in der HSH-Nordbank-Arena um den Titel in der Europa League geht, steht für beide Mannschaften noch der Ligaalltag auf dem Programm. Fulham empfängt dabei am Sonntag West Ham United in der Premier League, während der HSV tags zuvor den 1. FC Nürnberg zu Gast hat.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Fulham
Aufstellung:
Schwarzer (3,5) - 
Pantsil (4)    
A. Hughes (3) , 
Hangeland (3)    
Konchesky (3,5) - 
Duff (3,5) , 
Dan. Murphy (2,5)    
Etuhu (3) , 
S. Davies (2,5)    
Gera (2)    
Zamora (4)    

Einwechslungen:
57. Dempsey (3,5)     für Zamora
74. Nevland für Pantsil

Trainer:
Hodgson
Hamburger SV
Aufstellung:
Rost (3)    
Demel (5,5) , 
J. Boateng (4)    
Mathijsen (3,5) , 
Aogo (4) - 
Jarolim (4)        
Zé Roberto (4) - 
Tesche (3,5)    
Pitroipa (3,5) - 
Petric (3)    

Einwechslungen:
55. Rincon     für Tesche
79. Guerrero für Rincon
90. + 1 Rozehnal für Jarolim

Trainer:
Moniz

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Petric (22., direkter Freistoß, Linksschuss)
1:1
S. Davies (69., Linksschuss, Dan. Murphy)
2:1
Gera (76., Linksschuss)
Gelbe Karten
Fulham:
Hangeland
(2. Gelbe Karte)
,
Dempsey
(1.)
HSV:
J. Boateng
(2. Gelbe Karte)
,
Rost
(2.)

Spielinfo

Anstoß:
29.04.2010 21:05 Uhr
Stadion:
Craven Cottage, London
Zuschauer:
22500 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
das Duell war vor allem von Leidenschaft geprägt. Weil Fulham davon mehr in die Waagschale warf, kam es verdient weiter.
Chancenverhältnis:
5:2
Eckenverhältnis:
6:6
Schiedsrichter:
Cüneyt Cakir (Türkei)   Note 1,5
stark im Londoner Hexenkessel, trat nicht als Heimschiedsrichter auf - sonst hätte er Demels Zweikampf gegen Zamora (34.) am Rande der Legalität als Elfmeter bewertet.
Spieler des Spiels:
Zoltan Gera
Schon im Hinspiel ansatzweise auffällig, entschied er dieses Halbfinale durch sein 2:1

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