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16.08.2007, 11:44

Talent Louis Mahop war nicht spielberechtigt

Bayern erstattet Selbstanzeige

Die Verwunderung war groß. Vergangene Saison noch wurde Neuzugang Louis Ngwat-Mahop beim FC Bayern als Stürmer mit großer Zukunft angepriesen. Auch sein Trainer Hermann Gerland geizt nicht mit Lob, nennt den 19-Jährigen "eine absolute Granate". 33 Einsätze und sieben Tore standen für Ngwat-Mahop in der vergangenen Regionalliga-Runde zu Buche, auch bei den Profis durfte er am 33.Spieltag (3:0 in Cottbus) einen Kurzeinsatz feiern. Im aktuellen Kader der Bayern taucht das vielversprechende Talent jedoch nicht mehr auf.

Louis Ngwat-Mahop
Hat in München keine Zukunft: Das Talent Louis Ngwat-Mahop musste den FCB verlassen.
© imagoZoomansicht

Warum die Münchner verzichten? Als sich der erweiterte Kader am 29. Juni zur Hongkong-Reise aufmachte, erklärte Ngwat-Mahop, er könne seinen Pass nicht mehr finden. Nach und nach kam heraus: Der französische Pass des Kameruners war gefälscht, die Passnummer lief auf eine Frau aus Paris. Fakt ist: Ohne diese doppelte Staatsbürgerschaft hätte er keine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland und keine Spielgenehmigung für die Regionalliga erhalten dürfen.

Eingefädelt wurde die "Pass-Affäre" angeblich von dem Berater des Spielers. "Louis war aus allen Wolken gefallen und am Boden zerstört", nimmt Gerland seinen ehemaligen Stürmer in Schutz. "Dem Jungen wurde übel mitgespielt."

Bei der FIFA wurde der Wechsel zum FC Bayern am 9.August 2006 korrekt abgeschlossen - was die Ausbildungsentschädigung für den abzugebenden Verein Dragon Club de Yaounde betrifft. Für alles Weitere ist der DFB zuständig.

Dort erstattete der FC Bayern nun umgehend Selbstanzeige, trennte sich von Ngwat-Mahop. Zu Strafen für Spieler oder Verein konnte sich der DFB wegen des schwebenden Verfahrens nicht äußern. Ngwat-Mahop absolvierte jedoch bereits ein Probetraining bei RBSalzburg, steht dort kurz vor Vertragsabschluss. Der österreichische Meister will den Kameruner mit einem Profivertrag ausstatten, ist über die Gescheh- nisse in München informiert.

Erst am gestrigen Mittwoch vom kicker in Kenntnis gesetzt wurde der 1.FCSaarbrücken. Die Saarländer landeten vergangene Saison auf dem ersten Abstiegsrang, mussten in die Oberliga. FCS-Manager Wolfgang Loos: "Diese Sache darf uns nicht tangieren, wir haben uns sportlich nicht qualifziert und tragen die Konsequenzen. Auch wenn ein gewisses Grummeln im Bauch natürlich bleibt."

Formal-juristisch gilt die Saison nach dem 30.Juni als abgeschlossen. Ein späterer Einspruch, kann sich nicht mehr auf den Ligabetrieb auswirken. Der dunkle Schatten, den die "Affäre Ngwat-Mahop" auf die vergangene Spielzeit wirft, der bleibt.

Marcus Lehmann

 

kicker

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