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15.05.2018, 17:06

Kommentar von Frank Lußem zur Causa Gündogan/Özil

Der DFB sollte nicht zur Tagesordnung übergehen

Es geht nicht darum, dass bei Ilkay Gündogan und Mesut Özil zwei Herzen in der Brust schlagen. Sie mussten wissen, wen sie mit ihrer PR-Aktion unterstützen - deswegen sollte der DFB nicht zur Tagesordnung übergehen. Ein Kommentar von kicker-Reporter Frank Lußem.

Mesut Özil und Ilkay Gündogan
Mesut Özil und Ilkay Gündogan leisteten sich eine PR-Dummheit.
© imagoZoomansicht

Niemand konnte ernsthaft damit rechnen, dass Bundestrainer Joachim Löw die Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan nicht für den vorläufigen WM-Kader nominiert nach deren gemeinsamer PR-Dummheit für den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Dennoch sollte man beim Deutschen Fußball-Bund nicht zur Tagesordnung übergehen.

Wenn die beiden Profis nicht indirekt gezwungen wurden (zum Beispiel durch Drohungen ihre in der Türkei lebenden Verwandten betreffend), gibt es keine Entschuldigung für ihr Verhalten.

Es stellt sich automatisch auch die Frage nach dem Einfluss ihrer Berater. Auch wenn beide nicht in Deutschland leben, sollten sie wissen, dass sie mit ihrem Verhalten weite Teile der Gesellschaft vor den Kopf stoßen. Dass sie den Ruf nach Integration mit einem schrillen Misston unterlegen. Dass sie denen das Leben zusätzlich schwer machen, die sich Tag für Tag für die Rechte jener einsetzen, die eine neue Heimat suchen müssen. Hat sie niemand gewarnt? Oder wurden sie gar hingeschickt?

Wenn sie es dann nicht kapieren, sollten sie selbst die Konsequenzen ziehen

Es geht nicht darum, dass Gündogan und Özil sich zur Türkei als Heimat ihrer Ahnen bekennen und zwei Herzen in ihrer Brust schlagen, wie der Bundestrainer beschwichtigend argumentierte. Es geht darum, dass sie einen Autokraten, einen Anti-Demokraten und Politiker unterstützen, der unter anderem ihrer Heimat - Deutschland - Nazimethoden unterstellte, der auch Landsleute ohne Anklage, ohne Begründung und Prozess ins Gefängnis schickte.

Das müssen die beiden gewusst haben. Wenn nicht, sollte der DFB - der sich gegen Rassismus und für Integration und Respekt engagiert - bei seinen prominentesten Vertretern demnächst ein paar Nachhilfestunden abhalten. Wenn sie es dann nicht kapieren, sollten sie selbst die Konsequenzen ziehen.

kicker-Reporter Frank Lußem
kicker-Reporter Frank Lußem
 

231 Leserkommentare

P.desPrinces
Beitrag melden
20.05.2018 | 17:33

Gündogan kehrt zurück aus Dubai

Trotz der entschuldigenden Worte von Gündogan und des tollen Photos aus Schloss Bellevue am Samstag [...]
Ziege-666
Beitrag melden
20.05.2018 | 09:58

@ P.desPrinces

Vielen Dank für die Ausnahme. sind wir schon 2 die Ausnahmen gemacht haben.
Mit Sicherheit bin ich nic[...]
schickse77
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19.05.2018 | 22:19

Alibi Veranstaltung

Der DFB erteilt sich die Absolution.

Ein „DU DU DU „ Gespräch mit betroffenen Blicken, ein paar Ph[...]
P.desPrinces
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19.05.2018 | 16:58

wertvollen Beitrag

@Ziege666

Normalerweise schreibe ich keine Kommentare zu irgendwelchen Personen, weil ich es doo[...]
P.desPrinces
Beitrag melden
19.05.2018 | 16:55

Ilkay Gündogan und sein Kaufhaus in der Türkei

Die Springer Presse (Welt) pfeift es von den Dächern, Gündogan plant für 5 Mio ein ein Einkaufszentrum [...]

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zum Thema

weitere Infos zu Özil

Vorname:Mesut
Nachname:Özil
Nation: Deutschland
Verein:FC Arsenal
Geboren am:15.10.1988

weitere Infos zu Gündogan

Vorname:Ilkay
Nachname:Gündogan
Nation: Deutschland
Verein:Manchester City
Geboren am:24.10.1990


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