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11.11.2017, 00:01

Gündogan-Comeback und Halstenberg-Debüt als Lichtblicke

Noch fehlt ein Stück zur WM-Form

Die ganz großen Erkenntnisse blieben aus beim ersten Spiel der deutschen Elf ohne eigenes Tor seit fast genau einem Jahr. Am 15. November 2016 hatte es in Italien eine Nullnummer gegeben, in Wembley nun wieder, und deutlich wurde dabei: Die Zusammenführung der Confed-Cup-Sieger aus diesem Sommer, der Weltmeister von 2014 und der Rückkehrer wie Ilkay Gündogan macht Deutschland nicht automatisch zur Übermacht.


Ein Kommentar von kicker-Redakteur Sebastian Wolff

Verständlicherweise noch nicht in WM-Form: Ilkay Gündogan.
Verständlicherweise noch nicht in WM-Form: Ilkay Gündogan.
© imagoZoomansicht

Joachim Löw und Oliver Bierhoff hatten genau vor dieser Erwartungshaltung deutlich gewarnt, seit dem wechselhaften Auftritt in London dürfen sie sich bestätigt fühlen. 45 Minuten lang präsentierte sich die Mannschaft ansprechend und mit einem klaren Chancenplus, danach aber demonstrierten die Gastgeber, dass sie ähnlich wie Deutschland beim Confed-Cup, auch mit vielfachem Ersatz absolut konkurrenzfähig sind. Löws Elf fehlte es an Phantasie und Zielstrebigkeit, Mesut Özil kam im 3-4-3-System aus der Tiefe zu selten in die Gefahrenzone. Löw hatte diese Position für den England-Legionär bewusst gewählt, räumte aber in der Nachbetrachtung ein: "Normal spielt Mesut eine Position weiter vorn."

Gewinner der Nullnummer, dem 20. Spiel ohne Niederlage in Folge, sind ein Debütant und ein Rückkehrer: Marcel Halstenberg spielte auf der linken Seite bemerkenswert unaufgeregt, setzte vor allem in der Anfangsphase Akzente im Vorwärtsgang, meldet damit Ansprüche im Duell mit Marvin Plattenhardt an und unterstreicht - auch ohne den verletzten Jonas Hector ist die linke defensive Außenbahn keinesfalls eine Problemzone. Diese droht im Mittelfeldzentrum erst recht nicht.

Mit Sami Khedira und Toni Kross hatte der Bundestrainer zwei Weltmeister geschont und Gündogan nach einjähriger Abstinenz vom DFB-Team auf Anhieb in die Startelf beordert. Bei 70, 80 Prozent, hatte dieser gesagt, sei er nach der langen Verletzungspause. Freitagabend reichte die Luft bei ihm für 86 Minuten. Ein Einsatz, der zweierlei zeigt: Gündogan kann das Spiel der deutschen Elf aus der Tiefe prägen, ist aber logischerweise noch ein Stück entfernt von WM-Form - damit befindet er sich im Gleichschritt mit der gesamten deutschen Elf. Das ist zu diesem Zeitpunkt alles andere als beunruhigend. Aber es ist eine weitere Erkenntnis dieses eher ereignisarmen Abends von Wembley.

kicker-Redakteur Sebastian Wolff.
kicker-Redakteur Sebastian Wolff.
© kicker
Nationalteams Freundschaftsspiele, 2017
England - Deutschland 0:0
England - Deutschland 0:0
Klassiker

Wembley, England gegen Deutschland. Besser geht es kaum für Fußballfans.
© Getty Images

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28 Leserkommentare

K_S_
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13.11.2017 | 22:15

jAAA... TEST heißt Test

Ok, so langsam hat jeder die Bedeutung des Worts 'Testspiel' begriffen und jeder ist sich darüber klar, [...]
Juno2015
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13.11.2017 | 14:12

Özil

Ich kann @Parnaioca nur beipflichten.

Özil ist wie Kroos ein genialer Spieler, der ein Spiel [...]
Parnaioca
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13.11.2017 | 13:45

Verdient die Masse einen Özil?

@yoxxx

danke, sehr wohltuend wenn mal jemand dieses ewige Genörgle um Özil nicht mitmacht un[...]
flo51982
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13.11.2017 | 13:00

Mich würde mal interessieren, wo da bei den Engländern "fast nur U21/20-Kicker" auf dem Platz waren. [...]
Sonnenloewe
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13.11.2017 | 13:00

@ K_S_
13.11.17, 11:44

;-(

ihre Aussage zum Kommentar von Toppi!!
Aber wo er Recht ha[...]

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