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17.03.2017, 12:06

Für die Spiele gegen England und Aserbaidschan

"Absolut verdient": Löw nominiert Werner erstmals

Bundestrainer Joachim Löw hat am Freitag sein Aufgebot für den als Abschiedsspiel von Lukas Podolski (31) deklarierten Test gegen England (22. März, 20.45 Uhr, Dortmund) sowie das WM-Qualifikationsspiel in Aserbaidschan (26. März, 18 Uhr, Baku) bekanntgegeben. Mit Timo Werner ist ein Debütant dabei.

Timo Werner
Erhielt erstmals eine Einladung von Joachim Löw: Timo Werner.
© imagoZoomansicht

Lukas Podolski bestreitet in Dortmund exakt 4672 Tage nach seinem Debüt seit 130. und letztes Länderspiel - doch zumindest im Vorfeld steht ein anderer Offensivspieler im Fokus: Timo Werner (21) ist erstmals Teil der A-Nationalmannschaft. "Werner ist ein junger und interessanter Spieler mit guter Perspektive", begründete Bundestrainer Joachim Löw die Nominierung des Leipzigers. "Er ist sehr variabel und hat in dieser Saison konstant auf hohem Niveau gespielt. Ich freue mich darauf, ihn in unserem Kreis begrüßen und beobachten zu können."

Werner, der im Sommer von Absteiger VfB Stuttgart zu Aufsteiger RB gewechselt war, durchlief alle Jugend-Nationalmannschaften des DFB, absolvierte zuletzt sieben U-21-Länderspiele (drei Tore). In der laufenden Saison ist er mit 14 Toren in 23 Bundesligaspielen bester deutscher Torjäger, dazu kommen sieben Assists und ein kicker-Notenschnitt von 2,86.

"Er ist in seiner Entwicklung kompletter geworden. Das Gesamtpaket Timo Werner ist jetzt schon gut und es wird ein Großartiges", sagte sein Trainer Ralph Hasenhüttl am Freitag. "Timo Werner ist in seiner Entwicklung sportlich und menschlich gewachsen." Eine Nominierung sei "absolut verdient, er spielt eine überragende Saison".

Löws Co-Trainer kennt Werner gut

Werner trifft auf ein paar bekannte Gesichter - nicht zuletzt auf Trainerebene: "Mein U-19-Trainer ist Co-Trainer (Marcus Sorg, d.Red.), mein ehemaliger U-17- und Profi-Trainer beim VfB ist auch Co-Trainer (Thomas Schneider, d.Red.). Ich glaube, in dieser Hinsicht könnte ich es nicht besser erwischen", sagte er der dpa. Beim VfB spielte er auch schon mit Serge Gnabry oder Joshua Kimmich zusammen, und "Julian Brandt war einer meiner besten Freunde in den Jugend-Nationalmannschaften".

Trotzdem werde es aufregend, "plötzlich neben einem Manuel Neuer, Toni Kroos, Mesut Özil oder Thomas Müller am Esstisch zu sitzen und mit denen zu trainieren". Seine Herangehensweise? "Wenn ich hingehen und sagen würde, ich will gleich mal zwei Tore schießen, wäre das sehr vermessen. Ich will einfach die Stimmung genießen, die Atmosphäre."

Rüdiger feiert sein Comeback

Auf weitere Überraschungen verzichteten Löw in seinem Kader, auch Lars Stindl oder Gonzalo Castro erhielten abermals keine Einladung. Dafür ist Innenverteidiger Antonio Rüdiger erstmals nach seinem Kreuzbandriss wieder dabei, den er sich kurz vor der EM 2016 zugezogen hatte. "Seine Entwicklung freut mich sehr", sagt Löw über den Stammspieler des AS Rom. "Antonio hat sich herangekämpft, seine Physis ist wieder hervorragend, Wucht und Dynamik sind zurück. Von seiner Verletzung ist nichts mehr zu merken."


Das Aufgebot im Überblick:

Tor: Bernd Leno (Bayer Leverkusen), Manuel Neuer (Bayern München), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

Abwehr: Jonas Hector (1. FC Köln), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Mats Hummels (Bayern München), Joshua Kimmich (Bayern München), Shkodran Mustafi (FC Arsenal), Sebastian Rudy (1899 Hoffenheim), Antonio Rüdiger (AS Rom), Niklas Süle (1899 Hoffenheim)

Mittelfeld/Angriff: Julian Brandt (Bayer Leverkusen), Emre Can (FC Liverpool), Julian Draxler (Paris St. Germain), Mario Gomez (VfL Wolfsburg), Sami Khedira (Juventus Turin), Toni Kroos (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (FC Arsenal), Lukas Podolski (Galatasaray Istanbul), Leroy Sané (Manchester City), André Schürrle (Borussia Dortmund), Julian Weigl (Borussia Dortmund), Timo Werner (RB Leipzig)

jpe

Seine lebhafte Karriere in Bildern
Podolski: Kölsche Jung, "Prinz Poldi", Weltmeister
Lukas Podolski
Podolski: Kölsche Jung, "Prinz Poldi", Weltmeister

Lukas Podolski wurde in Polen geboren, in Köln heimisch und avancierte beim 1. FC zu "Prinz Poldi" und zum Nationalspieler. Mit den Bayern wurde er Deutscher Meister und Pokalsieger, seinen größten Erfolg feierte er aber mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. Nach Stationen bei Arsenal, Inter und Galatasaray sucht Podolski ab Sommer 2017 in Japan eine neue Herausforderung.
© imago/picture alliance

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52 Leserkommentare

HardtoBuff
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21.03.2017 | 09:07

Früher bekamen Spieler einen deutschen Paß wenn Sie einen Ball stoppen konnten

Da sollte der Bundesjogi mal beim Franzosen A. Modeste wegen einer doppelten Staatsbürgerschaft anklopfen.:)
deingewissen
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21.03.2017 | 00:24

Kießling

Es ist doch allgemein bekannt. Löw benötigt nicht nur gute Fußballspieler. Davon gibt es in Deutschland [...]
tgspecial
Beitrag melden
21.03.2017 | 00:24

Es geht um ein Testspiel,

bei dem der Bundesjogi Jeden aufstellen kann und soll, den er für beobachtungswürdig hält. Klar kann [...]
Sciathan
Beitrag melden
20.03.2017 | 19:09

@SouthBank

Was Timo Werner angeht, kann ich da nur absolut zustimmen. Werner spielt sicherlich eine klasse Saison, [...]
HannesBalla
Beitrag melden
20.03.2017 | 19:05

Chance geben

Lieber Werner als Götze. Vielleicht macht er ja was drauss.

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zum Thema

weitere Infos zu Podolski

Vorname:Lukas
Nachname:Podolski
Nation: Deutschland
Verein:Vissel Kobe
Geboren am:04.06.1985

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Vorname:Timo
Nachname:Werner
Nation: Deutschland
Verein:RB Leipzig
Geboren am:06.03.1996

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Vorname:Antonio
Nachname:Rüdiger
Nation: Deutschland
Verein:FC Chelsea
Geboren am:03.03.1993

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Vorname:Joachim
Nachname:Löw
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland


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