Auf beiden Seiten setzten die Trainer auf Profi-erfahrene Akteure. SC-Trainer Martin Schweizer baute auf Ginter, der in der Rückrunde auf 13 Bundesliga-Einsätze kam. Bei den Berlinern konnte Coach Jörg Schwanke auf die Erfahrung von Nico Schulz bauen, der immerhin bereits 21 Zweitliga-Partien absolvierte.
Nach einem zunächst etwas verhaltenen Beginn stellte der SC Freiburg schon früh die Weichen durch einen Doppelschlag. Nach einem schönen Steilpass von Gouaida in die Schnittstelle der Abwehr tauchte Gabriele frei vor Hertha-Schlussmann Sprint auf und schloss sicher zur Führung ab (13.). Gerade einmal zwei Minuten später war es erneut der als einzige Spitze aufgebotene Gabriele, der sich den Ball nach einem hohen Kerk-Zuspiel selbst per Kopf vorlegte und die Kugel anschließend überlegt am Torwart vorbei ins Netz bugsierte (15.).
Mit der Führung im Rücken zog sich Freiburg etwas zurück und ließ den Berlinern mehr Räume, die diese auch fast schnell genutzt hätten, doch Kiesewetter traf acht Meter vor dem Kasten die Kugel nicht sauber (20.). Kaum einmal konnten sich die Hauptstädter gegen die SCF-Defensive durchsetzten - bis Freiburgs Schulz eine Hereingabe seines Berliner Namensvetters verpasste und der in seinem Rücken lauernde Obst aus kurzer Distanz zum 1:2-Anschluss traf (45.).
Wer nach der Pause einen Sturmlauf der zurückliegenden Herthaner erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die spielerisch reiferen Freiburger kontrollierten die Partie zunächst und erarbeiteten sich einige Möglichkeiten. Gabriele (47.), Kerk (58.) und Gouaida (61.) verpassten das dritte SC-Tor aus aussichtsreichen Positionen. Die beste Möglichkeit vergab Knab, der das Leder frei vor Sprint rechts neben den Kasten schob (62.).
So blieb es beim knappen Zwischenstand. Hertha BSC erhöhte zwangsläufig immer mehr das Risiko. Trainer Schwanke beorderte den großgewachsenen Innenverteidiger Brooks ins Sturmzentrum - eine Maßnahme, die im Halbfinale gegen den 1. FC Nürnberg zum Erfolg geführt hatte. Doch die Abwehr der Freiburger stand auch bei hohen Bällen meist gut, erst in der Nachspielzeit kam tatsächlich einmal Brooks zum Abschluss, köpfte jedoch drüber (90. + 1). Als SC-Keeper Bergdorf nach einer Ecke auch noch reflexartig gegen Yigitoglu parierte hatte (90. + 3), war Schluss.
Wie im Vorjahr und zum insgesamt vierten Mal hatte der Nachwuchs des SC Freiburg sich den Junioren-Pokal gesichert - erstmals ohne Trainer Christian Streich, der das Spiel diesmal von der Tribüne verfolgte.
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