Die Trennung sei laut offizieller Darstellung der Blues "in gegenseitigem Einvernehmen" erfolgt. Die Entscheidung soll nach einer Krisensitzung getroffen worden sein, auf der der schlechte Saisonstart der "Blues" diskutiert wurde und ging dem Anschein nach von Mourinho selbst aus. Britischen Medienberichten zufolge soll der Portugiese zuvor wichtige Chelsea-Spieler, darunter Kapitän John Terry, per SMS über seinen Weggang informiert haben.
Was die BBC schon am Morgen berichtet hatte, bestätigte der Verein nun am Mittag: Mourinhos Nachfolger wird Avram Grant. Der 51-Jährige, der im Sommer gegen den Willen Mourinhos als Sportdirektor eingestellt wurde, gilt als enger Freund von Klubbesitzer Roman Abramovich. Zuvor war er als technischer Direktor beim FC Portsmouth und als israelischer Nationalcoach tätig. Der neue Coach wird zusammen mit Steve Clarke, dem bisherigen Co-Trainer, das Sagen haben.
"Wir sind froh, dass wir mit Avram einen sehr erfahrenen Mann haben, der uns sofort helfen kann", teilte der Klub mit. Allerdings ist noch unklar, ob das Duo lediglich als Zwischenlösung fungieren soll oder dauerhaft das Sagen an der Stamford Bridge haben wird. Denn auch der russische Nationalcoach Guus Hiddink, Sevillas Erfolgscoach Juande Ramos und der seit seinem Rücktritt bei Juventus Turin im Mai vereinslose Didier Deschamps werden weiterhin als mögliche Chelsea-Trainer gehandelt.
Mourinhos Vertrag lief noch bis 2010. In seinen ersten beiden Spielzeiten an der Stamford Bridge (2004-2006) hatte der 44-Jährige Chelseas 50 Jahre lange Durststrecke beendet und den Klub zweimal zum Meistertitel geführt. In der Premier League war er daraufhin zweimal zum Trainer des Jahres gewählt worden. Bereits in der vergangenen Saison hatte es allerdings Gerüchte um eine Ablösung Mourinhos gegegeben, der sich angeblich mit Abramovich überworfen haben sollte. Das Verhältnis zwischen den beiden galt weiterhin als angespannt. In der Liga hatten die "Blues" zuletzt nur eines von vier Spielen gewonnen. Beim 0:2 bei Aston Villa hatte Abramovich die Tribüne Minuten vor dem Abpfiff demonstrativ verlassen.
In der vergangenen Spielzeit hatte Mourinho mit Chelsea den Titel in der Premier League verpasst und die Meisterschaft Manchester United überlassen müssen. Auch das große Ziel, in der Champions League den großen Coup zu landen, wurde verfehlt. Zum zweiten Mal unter seiner Ägide scheiterte Chelsea im Halbfinale am FC Liverpool. Trostpflaster stellten einzig die Siege in FA-Cup und Ligapokal dar.
Für den FC Chelsea könnte die Trennung teuer werden. Nach Medienberichten ist eine Abfindung von 35 Millionen Euro im Gespräch. Mourinho muss sich hingegen kaum Sorgen über einen neuen Arbeitsplatz machen. In Portugal wurde er am Donnerstag bereits als Nachfolger des unter Druck geratenen Nationaltrainers Felipe Scolari gehandelt.
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Re (3): Da ich schlau bin
von:
Webi1961
- 09.02.12, 19:42 - 1 mal gelesen
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