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04.01.2016, 20:05

Französischer Weltmeister übernimmt wohl vorerst bis Sommer

Real setzt Benitez vor die Tür - Zidane übernimmt

Das Fass ist übergelaufen: Real Madrid hat mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit Coach Rafael Benitez beendet, das gab der Verein am Montagabend bekannt. Seit der Amtsübernahme im Sommer stand sein Engagement unter keinem guten Stern, das 2:2 in Valencia am Sonntagabend war zu viel für Präsident Florentino Perez. Nun ruht die Hoffnung auf Real-Ikone Zinedine Zidane, der sich in seiner neuen Position aber erst noch beweisen muss - direkt auf der größtmöglichen Bühne.

Mittelschwerer Albtraum in der Geburtsstadt

Dreht am Trainer-Karussell: Real-Präsident Florentino Perez (unten) lässt Rafa Benitez (r.) ziehen - und holt Zinedine Zidane.
Dreht am Trainer-Karussell: Real-Präsident Florentino Perez (unten) lässt Rafa Benitez (r.) ziehen - und holt Zinedine Zidane.
© imagoZoomansicht

Im Sommer ging ein persönlicher Traum für Rafael Benitez in Erfüllung, am 4. Januar endet ein mittelschwerer Albtraum. Nach seinen zwei sehr erfolgreichen Jahren beim SSC Neapel durfte der 55-Jährige endlich an den Ort zurückkehren, wo er nicht nur geboren war, sondern wo auch seine Trainer-Karriere ihren Ursprung hatte. Benitez begann 1986 seine Laufbahn als Jugendcoach bei Real, 1993 wurde er als Trainer der zweiten Mannschaft installiert, ehe der gebürtige Madrilene nach Höherem strebte.

Über große Stationen wie Liverpool (2004-2010), Inter Mailand (2010), Chelsea (2012-2013) und zuletzt Neapel (2013-2015) schloss sich für Benitez im Sommer ein Kreis. Das Engagement in seiner Heimatstadt stand aber von Beginn an nicht unter dem besten Stern. Die Ergebnisse stimmten zwar (14 Pflichtspiele ungeschlagen, nur vier Gegentore), sein "biederer", defensiver Spielstil schmeckte Fans und Verantwortlichen aber gar nicht.

Wechselfehler, Clasico-Schelte und mangelndes Vertrauen

Und die Wolken zogen noch stärker zu: Da wären der verhängnisvolle Wechselfehler im Pokal in Cádiz, die 0:4-Niederlage gegen den Erzrivalen FC Barcelona und das Verhältnis zur Mannschaft, das Benitez das Leben schwer machte. Vor dem schweren Gang ins Mestalla am Sonntagabend war einmal mehr von einem "Endspiel" die Rede, angeblich hätte der Spanier nur mit einem Sieg seine Haut retten können.

Und wie geht's weiter? Sergio Ramos, Marcelo, Pepe und Cristiano Ronaldo (v.li.) haben einen neuen Trainer zur Seite.
Und wie geht's weiter? Sergio Ramos, Marcelo, Pepe und Cristiano Ronaldo (v.li.) haben einen neuen Trainer zur Seite.
© imago

Und seine Mannschaft? Die versuchte beim turbulenten 2:2 in Valencia alles, um den Rückstand auf Spitzenreiter Atletico Madrid (vier Zähler) und Triple-Sieger Barcelona (zwei Punkte vor, ein Spiel weniger) zu verkürzen. Vergeblich - und damit Grund genug für die Verantwortlichen, einen Strich unter die Akte Benitez zu ziehen.

Nach spanischen Medieninformationen hatten sich die Real-Bosse am Montag hinter verschlossenen Türen im Stadion getroffen, um eine Entscheidung zu treffen. Wenig verwunderlich, dass diese unter Wortführer Florentino Perez gegen Benitez gefällt wurde. Entsprechend wenige Worte verlor Perez bei der offiziellen Verkündung am Montagabend kurz nach 20 Uhr über seinen geschassten Landsmann: "Es war eine schwierige Entscheidung, auch für mich persönlich. Rafael ist ein sehr professioneller Trainer und ein fantastischer Mensch."

Französischer Weltstar: Chance und Risiko

Wollen für neue Harmonie und neuen Erfolg bei Real stehen: Trainer Zinedine Zidane (l.) und Präsident Florentino Perez.
Wollen für neue Harmonie und neuen Erfolg bei Real stehen: Trainer Zinedine Zidane (l.) und Präsident Florentino Perez.
© Getty ImagesZoomansicht

Angesichts der nahenden Aufgabe gegen Deportivo La Coruna am kommenden Samstag musste eine Lösung her. Doch die hatte Perez bereits seit Monaten in der Hinterhand. Vor zwei Wochen hatte der 68-Jährige unverblümt in einem Interview erklärt: "Zinedine Zidane wird eines Tages Trainer von Real Madrid sein." Dass es dann doch so schnell gehen würde, kommt nur noch für die wenigsten überraschend. "Er ist ohne Zweifel eine der größten Figuren in der Geschichte des Fußballs. Für dich existiert - genauso wenig wie für mich - das Wort 'unmöglich' nicht", kündigte Perez den dreimaligen Weltfußballer bei der offiziellen Bekanntgabe an. Ob der französische Weltmeister allerdings kurzfristig das königliche Erfolgsgen wiederfinden kann, bleibt abzuwarten.

Der große Vorteil für Zidane: Benitez wurde nachgesagt, er käme nicht mit Superstars wie Kapitän Sergio Ramos, Cristiano Ronaldo & Co. zurecht. Ein ehemaliger Welt- und Europameister, zu dem viele Spieler im aktuellen Kader wohl noch aufblicken, hätte den nötigen Respekt sicher. Aber: Seine Erfolge als Trainer der Reservemannschaft der Blancos seit seiner Amtsübernahme 2014 hielten sich in Grenzen, aktuell rangiert sein Team immerhin auf Rang zwei. "Es ist ein wichtiger Tag für mich. Ich werde mein ganzes Herz da reinlegen", so Zidane. Und: "Ich bin sogar ein wenig emotionaler als an dem Tag, an dem ich als Spieler hier unterschrieben habe." Nun hat Zidane die Chance, ähnlich große Spuren neben dem Platz zu hinterlassen.

msc

Französischer Weltmeister übernimmt bei den Königlichen
So stellte Real Zidane vor
Eindeutiger Einmarsch

Real Madrid bat am Montagabend zur Pressekonferenz. Am Nachmittag hatte die spanische Sportzeitung "Marca" berichtet, dass Rafa Benitez entlassen sei und Zinedine Zidane als sein Nachfolger übernehme. Als Real-Präsident Florentino Perez am Abend mit Zidane zur PK erschien, war klar, was kommt.
© Getty Images

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04.01.16
 

4 Leserkommentare

Fanta1737
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06.01.2016 | 19:28

Perez

Der 11. Trainer in 14 Jahren Amtszeit...das sagt ja wohl alles über die Führung aus! Das sind ja Verhältnisse [...]
fandessvwilhelmshaven
Beitrag melden
05.01.2016 | 20:28

Mitleid...

hat Zidane jetzt schon von mir. Er ist für mich ein großes Vorbild (gewesen), er war ein prägender Weltstar [...]
Ossisailor
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05.01.2016 | 18:27

Wenn er als Trainer so einen klaren Plan hat wie als Spieler, klappt das. Das traue ich ihm zu.
liga-manager.de
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05.01.2016 | 01:16

Interessant

Da kann man ja mal gespannt sein, was so ein "Frischling" auf der Real Bank bewirken soll und kann.

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zum Thema

Liga BBVA - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Atletico Madrid25:841
 
2FC Barcelona40:1539
 
3Real Madrid47:1837
 
4FC Villarreal24:1636
 
5Celta Vigo28:2531
 
6Athletic Bilbao27:2028
 
7Deportivo La Coruna26:1827
 
8SD Eibar25:1927
 
9FC Sevilla24:2126
 
10FC Valencia23:1723
 
11FC Malaga13:1423
 
12Espanyol Barcelona16:2821
 
13FC Getafe20:2720
 
14Real Betis Sevilla13:2720
 
15Real Sociedad San Sebastian20:2717
 
16UD Las Palmas18:2617
 
17FC Granada20:3217
 
18Sporting Gijon16:2715
 
19Rayo Vallecano20:4115
 
20UD Levante12:3111

weitere Infos zu Benitez

Vorname:Rafael
Nachname:Benitez
Nation: Spanien
Verein:Newcastle United

weitere Infos zu Zidane

Vorname:Zinedine
Nachname:Zidane
Nation: Frankreich
Verein:Real Madrid