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15.10.2013, 16:07

Spanien: Gebürtiger Brasilianer erhält Bescheinigung

Weg frei für Diego Costa - Del Bosque vor Verlängerung

Die letzten bürokratischen Hürden sind beseitigt, nun ist es amtlich: Der gebürtige Brasilianer Diego Costa darf für die spanische Nationalelf spielen. Der brasilianische Verband (CBF) bescheinigte dem Weltmeister, dass der Stürmer von Atletico Madrid kein offizielles Spiel für Brasilien bestritten hat. Dies gab der spanische Fußballverband (RFEF) am Dienstag bekannt. Indes steht Trainer Vicente del Bosque vor der Vertragsverlängerung.

Diego Costa
Rot statt Gelb? Im März 2013 stand Diego Costa bei einem Testspiel gegen Italien für Brasilien auf dem Platz, nun ruft Spanien.
© imagoZoomansicht

Damit kann Costa, der seit mehr als sechs Jahren in Spanien aktiv ist und auch die spanische Staatsangehörigkeit besitzt, nun eigenmächtig darüber entscheiden, ob er für sein Heimatland Brasilien oder für seine spanische Wahlheimat auflaufen will. Derzeit ist keiner in der spanischen Liga torgefährlicher als er. Schon zehn Tore hat der 25-jährige Stürmer erzielt, mehr als Lionel Messi (8) und Cristiano Ronaldo (7).

Not macht eben erfinderisch, dachte sich der spanische Verband. In vorderster Front sieht es bei den Iberern nämlich schon länger mau aus. Fernando Torres, Alvaro Negredo oder auch Roberto Soldado können die Erwartungen bei "La Roja" inzwischen nicht mehr vollends erfüllen. Die Spanier hatten daher für Costa beim CBF die erforderliche Bescheinigung angefordert.

Allerdings wiesen die Brasilianer nach Informationen der spanischen Nachrichtenagentur Efe darauf hin, dass der Stürmer zwei Freundschaftsspiele für sein Heimatland bestritten habe und dass die Möglichkeit bestehe, dass Trainer Luiz Felipe Scolari ihn für die WM 2014 in den brasilianischen Kader berufen werde.

Costa hatte kürzlich erklärt, dass er gerne für Spanien spielen würde. Es galt allerdings nicht als ausgeschlossen, dass er seine Meinung ändert, wenn er ins brasilianische Nationalteam berufen wird. Das Madrider Sportblatt "As" mutmaßte, Scolari könne Costa allein deshalb in seinen Kader holen, damit der Stürmer bei der WM nicht für Spanien auf Torejagd gehen könne. Dass Costa für die Iberer im WM-Finale gegen sein Heimatland das Siegtor erzielen könnte, ist kein allzu realitätsferner Gedanke und naturgemäß eine Horrorvorstellung für die Südamerikaner.

Del Bosque soll bis 2016 Trainer bleiben

Del Bosque soll indes unmittelbar vor der Vertragsverlängerung bei den Spaniern stehen. Der 62-Jährige einigte sich nach Angaben des Generalsekretärs Jorge Perez mit dem spanischen Verband RFEF auf eine Ausdehnung des Kontraktes. Dies berichtete "Marca". "Wir haben mit del Bosque gesprochen, es ist alles klar. Wir haben aber keine Eile, dies offiziell zu machen", wurde Perez zitiert. Del Bosque steht seit 2008 in Diensten des spanischen Verbandes. Er führte die Seleccion 2010 zum WM- und 2012 zum EM-Triumph. Der einstige Real-Spieler würde somit auch bei der EURO 2016 in Frankreich noch an der Seitenlinie der Spanier stehen.

 
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weitere Infos zu Diego Costa

Vorname:Diego
Nachname:da Silva Costa
Nation: Brasilien
  Spanien
Verein:Atletico Madrid
Geboren am:07.10.1988


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