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23.01.2013, 13:23

League Cup: Bradford schmeißt auch Aston Villa raus

Über Wembley nach Las Vegas

Als am Dienstagabend im Villa Park von Birmingham der Abpfiff ertönte, begann die große Party. Der englische Viertligist Bradford City schaffte die Sensation und zog, unterstützt von 6.500 frenetischen Anhängern, ins Finale des League Cups im Wembley Stadion ein. Was für Aston Villa ein Desaster war, wird für Bradford zur ganz großen Story. Nach dem Gewinn des FA-Cups 1911 steht der Verein nun erstmals nach über 100 Jahren wieder in einem großen Finale. Ein Las-Vegas-Trip wurde bereits zur Belohnung ausgesetzt.

Party: Nach dem Schlusspfiff gab es für die Spieler von Bradford kein Halten mehr:
Party: Nach dem Schlusspfiff gab es für die Spieler von Bradford kein Halten mehr:
© picture allianceZoomansicht

Bradford verlor zwar mit 1:2 (0:1) bei Erstligist Aston Villa, steht aber dank des 3:1 aus dem Halbfinal-Hinspiel im Endspiel. Im Villa Park brachte Christian Benteke den Gastgeber in der 24. Minute in Front. Nach der Führung erspielte sich das vom früheren Dortmunder Paul Lambert trainierte Team zwar weitere gute Möglichkeiten, doch Bradford schlug in Form eines Kopfballtreffers von James Hanson (55.) nach einer Ecke zurück. Hanson ist der einzige Spieler der Truppe, für den der Verein eine Ablöse (ca. 9000 Euro) bezahlt hat. Vor einigen Jahren füllte der Torschütze in einem Supermarkt noch Regale auf. Andreas Weimann brachte Aston Villa kurz vor Schluss nochmal ran (89.). Für Bradford folgte eine Ewigkeit von vier Minuten Nachspielzeit, ehe die große Sause begann.

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Als Schiedsrichter Phil Dowd dann abpfiff, schossen Kapitän Gary Jones zunächst die Tränen in die Augen. Die Fans in den Vereinsfarben Bordeauxrot und Bernsteingelb feierten ihre "Zwerghühner" ausgelassen. Der Spitzname geht zurück auf die erste Finalteilnahme des Klubs: Auf dem Weg zum FA-Cup-Endspiel 1911 überfuhr der Mannschaftsbus ein Zwerghuhn. Im Wiederholungsspiel siegte Bradford gegen Newcastle United 1:0 - und nannte sich fortan nach dem Unfallopfer.

Nach dem jüngsten Coup der Vereinsgeschichte rangen alle nach Worten. Jones gab sich erst gar keine Mühe, den Erfolg einzuordnen. "Hört doch einfach den Fans zu. Das sagt alles." Rund 6.500 Anhänger verwandelten das Stadion in ein Tollhaus. Coach Phil Parkinson freute sich besonders für die treuen Anhänger. In den letzten zehn Jahren habe es wirklich nicht viel zu jubeln gegeben. "Morgen können sie erhobenen Hauptes in die Arbeit gehen und stolz auf ihren Verein sein", so Parkinson.

Aber auch die Spieler dürfen stolz sein. "Wir haben den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass sie die Chance haben, in die Geschichte einzugehen", sagte Parkinson, der den Sieg auch als seinen persönlichen Karrierehöhepunkt beschrieb.

Den Platz in der Historie hatten sie ja auch schon vorher, denn mit Arsenal und Wigan mussten schon in den vorherigen Runden zwei Premier-League-Klubs dran glauben. Der Verein wird auf Jahre hinaus finanziell von dem Coup profitieren. Deshalb sollen auch die Spieler was vom Kuchen abhaben. Und so wird in englischen Medien davon berichtet, dass den Spielern von den Klubbesitzern eine Reise nach Las Vegas gesponsert wird.

Doch davor geht es ja noch nach Wembley. Der hervorragend aufgelegte Keeper Matt Duke freut sich schon drauf. "Wenn du als Kind anfängst Fußball zu spielen, träumst du davon, eines Tages in Wembley zu spielen." Im Finale am 24. Februar geht es nun entweder gegen Swansea oder Chelsea (Hinspiel: 2:0). Und Parkinson hat einen persönlichen Favoriten fürs Endspiel: "Für den Fußball wäre ein Finale Swansea City gegen Bradford City toll", sagte er gegenüber BBC Sport.

Sollte der Viertligist zum zweiten Mal ein Endspiel gewinnen, wäre er für den Europapokal qualifiziert - erstmals seit einem Abstecher in den Intertoto-Cup 2000. "Wenn wir nach Europa kommen, muss ich wohl ein paar Sprachen lernen", kündigte der Vorsitzende Mark Lawn an.

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© picture alliance

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23.01.13
 

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