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02.12.2015, 19:17

Champions-League-Sieger trennt sich von englischem Coach

Vollzug: Bell ist nicht mehr Trainer in Frankfurt

Die Ära Colin Bell hat beim 1. FFC Frankfurt ein Ende. Am Dienstagnachmittag teilte der amtierende Champions League-Sieger mit, dass man sich nach "langer erfolgreicher" Zusammenarbeit zum Jahresende vom Trainer trennt. Damit ist aber nur das Arbeitsverhältnis gemeint, denn der 54-Jährige räumt mit sofortiger Wirkung seinen Trainer-Stuhl und wechselt zum norwegischen Erstligisten Avaldsnes IL.

Ist ab sofort nicht mehr Trainer in Frankfurt: der Engländer Colin Bell.
Ist ab sofort nicht mehr Trainer in Frankfurt: der Engländer Colin Bell.
© imagoZoomansicht

Beim FFC übernehmen interimsweise die beiden Co-Trainer Matt Ross und Kai Rennich die Nachfolge des Engländers. "Wir haben Colin Bell viel zu verdanken und in den letzten zweieinhalb Jahren gut und erfolgreich zusammengearbeitet. Die Art und Weise der einvernehmlichen Trennung entsprach der Qualität unserer vertrauensvollen Zusammenarbeit", resümierte Frankfurts Vorsitzender Bobo Adler.

Der einvernehmlichen Trennung ging allerdings die Initiative von Bell voraus, der nach kicker-Informationen Probleme mit Teilen der Mannschaft hatte - was der Coach allerdings bestreitet. "Unser Innenleben beim FFC ist und war intakt", betonte Bell. Manager Siggi Dietrich erklärte gegenüber dem kicker: "In einer solchen Saison voller Ups und Downs fühlt man sich als Trainer auch gefährdet, dass der Verein die Initiative ergreift." Dem ist Bell nun zuvorgekommen - für die Frankfurter wohl auch etwas überraschend. Einen neuen Trainerkandidaten habe man laut Dietrich aktuell nicht auf der Liste, "wir haben ja nicht aktiv gesucht".

Ist Feifel ein Kandidat?

Dass die beiden Interimstrainer zur Dauerlösung werden könnten, will der Manager nicht ausschließen. Als möglicher Nachfolger von Colin Bell könnte aber auch Achim Feifel infrage kommen. Der Schwabe trainierte schon die Bundesliga-Frauen des HSV (2005 bis 2012) sowie den russischen Klub FK Rossijanka. In der vergangenen Saison war der 51-Jährige Co-Trainer von Bernd Schröder bei Turbine Potsdam. Aktuell trainiert Feifel als Nachfolger von Rodolfo Cardoso die männliche B-Jugend des HSV.

"Wir haben jetzt die Gelegenheit, neu durchzustarten und unsere anspruchsvollen Ziele in der laufenden Saison weiter im Blick zu haben", sagt Siggi Dietrich. Aktuell rangieren die Hessinnen auf Rang vier, drei Zähler hinter dem Spitzenduo um den VfL Wolfsburg und den FC Bayern München. In der Königsklasse wartet im Viertelfinale Ende März der FC Rosengard.

Dass zwischen dem 1. FFC Frankfurt und Bell kein böses Blut floss, zeigen die Worte es Trainers. "Ich hatte hier eine großartige Zeit und bin sehr stolz und dankbar, mit unserer tollen Mannschaft und dem engagierten Betreuerteam zusammengearbeitet zu haben. Nach der schönen und erfolgreichen Zeit in Frankfurt ist es für mich jetzt einfach wichtig, eine neue Herausforderung anzunehmen und mich beruflich neu auszurichten."

Susanne Müller/Gunnar Meggers

 
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weitere Infos zu Bell

Vorname:Colin
Nachname:Bell
Nation: England


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