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Deutschland

Deutschland

1
:
1

Halbzeitstand
1:0
Niederlande

Niederlande


DEUTSCHLAND
NIEDERLANDE
15.
30.
45.



60.
75.
90.









Gruppe D, Deutschland - Niederlande 1:1 (1:0)

Frings' Kunststoß reichte nicht

Rudi Völler brachte die erwartete Startelf zum Auftakt: Kuranyi war die einzige Sturmspitze, im Mittelfeld agierten Baumann und Hamann als Doppelsperre vor der Vierer-Abwehrkette, die von Nowotny dirigiert wurde.

Dick Advocaat entschied sich ebenso nur für eine nominelle Spitze, nämlich Van Nistelrooy. Im Mittelfeld waren die Niederländer ebenso sehr kompakt aufgestellt und in der Defensive agierten sie mit der gewohnten Viererkette.


Der aktuelle Stand in der Gruppe D


Kaum waren zwei Minuten gespielt, da fand Cocu mit einem Lupfer Ruud van Nistelrooy, der sich im Rücken von Wörns freigestohlen hatte, doch verpasste der ManU-Stürmer das Zuspiel um Zentimeter und Oliver Kahn klärte die Situation (2.). Doch blieb diese Schrecksekunde für lange Zeit die einzige für die Mannschaft von Teamchef Rudi Völler. Nach etwa zehn Minuten hatten die deutschen Akteure dem Oranje-Team durch eine sehr aggressive Zweikampfführung den Schneid abgekauft und rückte auch mit spielerischen Mitteln in die niederländische Hälfte vor.

Allerdings operierten die Deutschen im Aufbauspiel zunächst noch zuviel mit langen Bällen, die meist ins Leere flogen oder eine sichere Beute der niederländischen Abwehrreihe wurden – Stam hatte bis zur 20. Minute gegen Kuranyi klar Oberwasser. Erst als die DFB-Elf kontrollierter nach vorne spielte und das Mittelfeld mit Schneider über rechts und Frings über links nachrückte, begann die Defensive der Advocaat-Elf wackliger zu werden. Dies machte sich vor allem bei Standards bemerkbar, als Manndecker Wörns zwei Mal haarscharf am Torerfolg vorbeischrammte (25., 29.).

Nach einem Frustfoul von Oranje-Kapitän Cocu an Lahm war es erneut der Dortmunder Frings, der den Ball scharf nach innen trat. Das Leder rauschte an Freund und Feind vorbei, klatschte an den zweiten Pfosten und von dort ins Tor. Die deutsche Elf führte nach 30 Minuten, und das völlig verdient.

Die vor dem Spiel gefürchtete Offensivpower der Niederländer verpuffte bis zum Halbzeitpfiff nahezu völlig - Nowotny, Friedrich und vor allem Wörns hatten Top-Stürmer Van Nistelrooy 45 Minuten voll im Griff. Ein Mal allerdings mussten Kahn & Co. die Luft noch anhalten: In der 43. Minute nutzte Van der Vaart ein kurze Unaufmerksamkeit in der deutschen Hintermannschaft aus und hätte aus der Drehung fast den Ausgleich erzielt, doch der Ajax-Profi zielte um Zentimeter am langen Eck vorbei.

Der zweite Abschnitt begann mit zwei Wechseln bei den Niederlanden. Für Zenden kam Overmars und für Davids rückte Sneijder ins halblinke Mittelfeld - taktisch stellte Advocaat damit noch keinesfalls auf totale Offensive um. Nachdem Kuranyi nach einer Schneider-Flanke im Hechtsprung den Ball und damit das mögliche 2:0 verpasste (54.), ließ sich die Völler-Elf zurückfallen und gab die Initiative an das Oranje-Team ab. Die Niederländer konnten allerdings nicht ihr gefürchtetes Kombinationsspiel aufziehen. Das lag zum einen daran, dass Baumann und Hamann das zentrale Mittelfeld geschickt zustellten und auf den Außen sowohl Friedrich auf rechts als auch Lahm sich keine Nachlässigkeiten erlaubten.

Nach etwas mehr als einer Stunde schienen die Niederländer ihren Rhythmus zu finden, schnürten die Deutschen für einige Minuten in deren Hälfte ein. Kuranyi war in dieser Phase in der Offensive völlig auf sich alleine gestellt und konnte die Bälle nicht mehr entsprechend halten. Das wurde erst wieder mit der Einwechslung von Youngster Schweinsteiger besser (68.), der auf rechts für Entlastung sorgte.

Eine Viertelstunde vor Abpfiff löste Advocaat die Abwehr-Viererkette auf, brachte mit Van Hooijdonk für Heitinga eine echte zweite Spitze. Ausgezahlt hatte sich diese Maßnahme erst in der 81. Minute, als der eingewechselte Fabian Ernst an der rechten Eckfahne van der Meyde flanken ließ und Van Nistelrooy trotz engster Bewachung von Wörns aus kürzester Distanz den Ball akrobatisch über die Linie bugsierte (81.). Nun wachte das Oranje-Team auf, Cocu prüfte Kahn mit einem wuchtigen Kopfball (85.), und drängte nun vehement auf das Siegtor, doch zu mehr reichte es für die Niederländer nicht mehr.

Die deutsche Elf verpasst einen Auftakt nach Maß in die EURO, der lange Zeit mehr als möglich schien. Dank einer sehr disziplinierten Mannschaftsleistung führte die Mannschaft von Rudi Völler bis in die Schlussphase hinein verdient mit 1:0, ehe Topstürmer Van Nistelrooy aus dem Nichts noch für den Ausgleich sorgte. Unter dem Strich ging die Punkteteilung in Ordnung, da das Oranje-Team speziell in der Schlussphase mächtig drückte.

 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Deutschland
Aufstellung:
Kahn (2,5)    
Wörns (2,5) , 
Nowotny (2,5) , 
Lahm (2) - 
Hamann (3) , 
Baumann (3,5) - 
Frings (2,5)        
B. Schneider (3,5)    
Ballack (2)    
Kuranyi (2,5)        

Einwechslungen:
68. B. Schweinsteiger für B. Schneider
79. F. Ernst für Frings
85. Bobic für Kuranyi

Trainer:
Völler
Niederlande
Aufstellung:
van der Sar (3,5) - 
Heitinga (3)    
Stam (2,5)    
Bouma (3) , 
Cocu (3)    
Davids (4)    
van der Vaart (2,5) - 
Zenden (5)    
van Nistelrooy (3)    

Einwechslungen:
46. Overmars (2,5) für Davids
46. Sneijder (2,5) für Zenden
74. van Hooijdonk für Heitinga

Trainer:
Advocaat

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Frings (30., direkter Freistoß, Rechtsschuss)
1:1
van Nistelrooy (81., Rechtsschuss, van der Meyde)
Gelbe Karten
Deutschland:
Kuranyi
(1. Gelbe Karte)
,
Ballack
(1.)
Niederlande:
Cocu
(1. Gelbe Karte)
,
Stam
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
15.06.2004 20:45 Uhr
Stadion:
Estadio do Dragão, Porto
Zuschauer:
52000 (ausverkauft)
Spielnote:  2,5
Chancenverhältnis:
3:4
Eckenverhältnis:
5:7
Schiedsrichter:
Anders Frisk (Schweden)   Note 2
hatte das Spiel souverän im Griff.
Spieler des Spiels:
Michael Ballack
Ungemein mannschaftsdienlich, lauffreudig und kampfstark. Als Kupplung zwischen der spitze Kuranyi und dem Rest der Mannschaft.

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